Papst Bonifaz [IX.] teilt dem Scholaster des Johannes-Stifts zu Amöneburg [Konrad von Melsungen] mit, daß der Erzbischof von Köln laut Bittschrift...
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Urk. 26, 959
Urk. 26, A II Haina, Kloster
Urk. 26 Kloster Haina - [ehemals: A II]
Kloster Haina - [ehemals: A II] >> 1375-1399
Rom 1395 September 20
Ausf., lat., Perg.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Rome apud sanctum Petrum 12, kalendas octobris, pontificatus nostri a. 6.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Bonifaz [IX.] teilt dem Scholaster des Johannes-Stifts zu Amöneburg [Konrad von Melsungen] mit, daß der Erzbischof von Köln laut Bittschrift des Klosters Haina den ihm von seinem Vorgänger Papst Urban VI. mit der eingerückten Urkunde [folgt Text der Urk. von 1387 Mai 29, [Franz] Nr. 817] für das Kloster erteilten Auftrag wegen dringender anderer Geschäfte nicht ausführen konnte und auch die von ihm beauftragten Äbte des Klosters Altenberg (Veterismontis) weiland Andreas und dann Johann wegen anderer Belastung nur einige Prozesse erledigen konnten, insgesamt aber zur großen Beschwernis des Klosters nachlässig bei der Ausführung waren. Er beauftragt auf Bitten Hainas nunmehr den Scholaster, den dem Erzbischof seinerzeit erteilten Auftrag auszuführen. Insbesondere soll er allen apostolischen und sonstigen Richtern und ihren Beauftragten Weisung geben, daß sie nicht auf Grund irgendwelcher von Papst oder Legaten ausgestellter Briefe Prozesse gegen das Kloster Haina anstrengen oder weiterführen. Die über das Kloster und einzelne Mitglieder des Konvents verhängte Exkommunikation und sonstigen kirchlichen Strafen wie auch Suspensionen und Interdikt über die Klosterkirche sind aufzuheben.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Franz Nr. 851, Zweiter Band
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Bonifaz [IX.] teilt dem Scholaster des Johannes-Stifts zu Amöneburg [Konrad von Melsungen] mit, daß der Erzbischof von Köln laut Bittschrift des Klosters Haina den ihm von seinem Vorgänger Papst Urban VI. mit der eingerückten Urkunde [folgt Text der Urk. von 1387 Mai 29, [Franz] Nr. 817] für das Kloster erteilten Auftrag wegen dringender anderer Geschäfte nicht ausführen konnte und auch die von ihm beauftragten Äbte des Klosters Altenberg (Veterismontis) weiland Andreas und dann Johann wegen anderer Belastung nur einige Prozesse erledigen konnten, insgesamt aber zur großen Beschwernis des Klosters nachlässig bei der Ausführung waren. Er beauftragt auf Bitten Hainas nunmehr den Scholaster, den dem Erzbischof seinerzeit erteilten Auftrag auszuführen. Insbesondere soll er allen apostolischen und sonstigen Richtern und ihren Beauftragten Weisung geben, daß sie nicht auf Grund irgendwelcher von Papst oder Legaten ausgestellter Briefe Prozesse gegen das Kloster Haina anstrengen oder weiterführen. Die über das Kloster und einzelne Mitglieder des Konvents verhängte Exkommunikation und sonstigen kirchlichen Strafen wie auch Suspensionen und Interdikt über die Klosterkirche sind aufzuheben.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Franz Nr. 851, Zweiter Band
Die Urkunde wurde abgelöst vom Einband der Stiftungsurk. des Hospitals Haina (Regyster und fundation) v. J. 1533/34 (damals im St. A. Darmstadt). - Kanzleiverm.: (auf dem Umbug links) Jo. Meyer; (ebd. rechts) Rescripta gratis Eckardus; (rückw.) de Fregona. - Das urspr. an Hanffäden anh. BullenSg. fehlt.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
10.06.2025, 9:13 AM CEST
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