Kaiser Maximilian II. von Habsburg bekundet, dass er auf Bitten des Wolfgang [Schutzbar genannt Milchling], Abt von Fulda, Erzkanzler der Kaiserin...
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1613
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1561-1570
1566 April 22
Ausfertigung, Pergament, mit Metallschnur angehängtes Majestätssiegel (beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der geben ist in unnser unnd des heilligen reichs stat Augspurg den zwaintzigisten tag des monats Aprilis nach Christi unnsers lieben Herrn geburt funftzehenhundert unnd im sechsunndsechtzigisten unserer reiche des römischen im vierten des hungerischen im dritten und des behaimischen im achtzehennden iaren
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Kaiser Maximilian II. von Habsburg bekundet, dass er auf Bitten des Wolfgang [Schutzbar genannt Milchling], Abt von Fulda, Erzkanzler der Kaiserin Maria [von Spanien], Wolfgang und dem Kloster Fulda alle Regalien, Privilegien, Lehen, Rechte, Besitzungen und Einkünfte bestätigt, insbesonders die Privilegien, die Kaiser Maximilian [I. von Habsburg] Fulda verliehen hat. Maximilian bestätigt diese Privilegien angesichts des vorbildlichen geistlichen Lebens Fuldas sowie der für das Reich geleisteten und zukünftig zu leistenden Dienste der Äbte und des Klosters Fulda. Namentlich erwähnt wird bei der Privilegienbestätigung die Grafschaft Ziegenhain und Nidda mit allem Zubehör; diese haben die Landgrafen von Hessen von den Äbten von Fulda als Afterlehen erhalten. Alle bestätigten Privilegien sind Lehen des Reichs. Wolfgang gelobt im Gegenzug durch seine Bevollmächtigten Heinrich Hermann Schutzbar (Schutzspeer), genannt Milchling und Lorenz Lommersheim unter Eid, Kaiser und Reich treu und gehorsam zu sein und allen seinen Verpflichtungen als Lehnsmann nachzukommen. Fulda sowie dessen Herrschaftsgebiet, Besitzungen und Untertanen stehen unter dem Schutz von Kaiser und Reich. Kein Untertan des Reichs soll diesen Anordnungen zuwiderhandeln, sondern sie vielmehr getreulich beachten, allen Anordnungen nachkommen und diese gegebenenfalls schützen. Bei Verstößen gegen dieses Privileg droht Huldverlust, die in den bestätigten Privilegien aufgezählten Strafen und eine Strafe in Höhe von 50 Mark lötigen Golds, zahlbar zur Hälfte an das Reich und den Abt von Fulda. Siegelankündigung. Ausstellungsort: Augsburg. (siehe Abbildungen: Vorderseite mit aufgeklappter Plica, Vorderseite mit Siegel, Rückseite; Siegel: [[jpg:hstam/Urk. 75/Urk. 75 Reichsa...
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Tax- und Registraturvermerk
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Maximilian [unter der Plica]
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Daniel [Brendel von Homburg] archiepiscopus Moguntinus / per Germaniam archicancellarius propria [unter der Plica]
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: vidit [?] [unter der Plica]
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: ad mandatum sacrae caesarae / maiestatis proprium
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: L[eopold] Kirchs[ch]lager propria)
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Kaiser Maximilian II. von Habsburg bekundet, dass er auf Bitten des Wolfgang [Schutzbar genannt Milchling], Abt von Fulda, Erzkanzler der Kaiserin Maria [von Spanien], Wolfgang und dem Kloster Fulda alle Regalien, Privilegien, Lehen, Rechte, Besitzungen und Einkünfte bestätigt, insbesonders die Privilegien, die Kaiser Maximilian [I. von Habsburg] Fulda verliehen hat. Maximilian bestätigt diese Privilegien angesichts des vorbildlichen geistlichen Lebens Fuldas sowie der für das Reich geleisteten und zukünftig zu leistenden Dienste der Äbte und des Klosters Fulda. Namentlich erwähnt wird bei der Privilegienbestätigung die Grafschaft Ziegenhain und Nidda mit allem Zubehör; diese haben die Landgrafen von Hessen von den Äbten von Fulda als Afterlehen erhalten. Alle bestätigten Privilegien sind Lehen des Reichs. Wolfgang gelobt im Gegenzug durch seine Bevollmächtigten Heinrich Hermann Schutzbar (Schutzspeer), genannt Milchling und Lorenz Lommersheim unter Eid, Kaiser und Reich treu und gehorsam zu sein und allen seinen Verpflichtungen als Lehnsmann nachzukommen. Fulda sowie dessen Herrschaftsgebiet, Besitzungen und Untertanen stehen unter dem Schutz von Kaiser und Reich. Kein Untertan des Reichs soll diesen Anordnungen zuwiderhandeln, sondern sie vielmehr getreulich beachten, allen Anordnungen nachkommen und diese gegebenenfalls schützen. Bei Verstößen gegen dieses Privileg droht Huldverlust, die in den bestätigten Privilegien aufgezählten Strafen und eine Strafe in Höhe von 50 Mark lötigen Golds, zahlbar zur Hälfte an das Reich und den Abt von Fulda. Siegelankündigung. Ausstellungsort: Augsburg. (siehe Abbildungen: Vorderseite mit aufgeklappter Plica, Vorderseite mit Siegel, Rückseite; Siegel: [[jpg:hstam/Urk. 75/Urk. 75 Reichsa...
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Tax- und Registraturvermerk
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Maximilian [unter der Plica]
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Daniel [Brendel von Homburg] archiepiscopus Moguntinus / per Germaniam archicancellarius propria [unter der Plica]
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: vidit [?] [unter der Plica]
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: ad mandatum sacrae caesarae / maiestatis proprium
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: L[eopold] Kirchs[ch]lager propria)
Vgl. zum Privileg Maximilians I. Nr. 1292.
Kurzregest unter der Plica.
Leopold Kirchschlager war in der kaiserlichen Kanzlei tätig.
Auf der Rückseite werden als Taxator [Christoph] Ungelter von Deissenhausen [Theisenhausen] und als Registrator (Bonawer) [?] genannt.
Kurzregest unter der Plica.
Leopold Kirchschlager war in der kaiserlichen Kanzlei tätig.
Auf der Rückseite werden als Taxator [Christoph] Ungelter von Deissenhausen [Theisenhausen] und als Registrator (Bonawer) [?] genannt.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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- 1561-1570 (Classification)
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