Jakob Egler, Müller zu Guggenhausen in der Herrschaft Königsegg, bekennt als Lehenträger seiner Ehefrau Magdalena Kesenheimerin, daß Andreas [II. Öchslin], Abt von Petershausen, ihm ein Lehengut in Unterwaldhausen laut einem im folgenden inserierten Leihebrief vom 17. März 1590 als Erbzinslehen verliehen hat. Dieser Urkunde zufolge hatte das Lehen früher der Schwiegervater +Christa Kesenheimer inne. Dessen Witwe hat auf ihre Ansprüche betreffend das Gut verzichtet gegen jährlich Lieferung von einem Fuder oder Wagen Heu im Heuet für die nächsten acht Jahre. Das Lehen besteht aus 3 Mannsmahd Wiese in zwei Stücken, von denen eines an die Frauen von Baindt, das andere an den Weinenden Furt stößt. Der Beliehene muß die Wiesen und die zugehörigen Bewässerungsgräben in Ordnung halten, darf auch nichts entfremden. Bei Verpfändung muß er die Wiesen wieder entlasten. Jährlich entrichtet er als Bodenzins auf Martini 1 lb d Konstanzer Währung. Bei Verstoß gegen die Leihebedingungen fällt das Lehen heim. Im Fall des Verkaufs muß es zuerst dem Aussteller bzw. dessen Gotteshausleuten angeboten werden, die es um 5 ß d billiger als andere Interessenten erwerben können. An Klöster, Spitäler ander dergleichen tote Hände darf nicht verkauft werden. Bei Handänderungen bzw. Wahl eines neuen Prälaten muß es mit 5 ß d verehrschatzt werden.
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Jakob Egler, Müller zu Guggenhausen in der Herrschaft Königsegg, bekennt als Lehenträger seiner Ehefrau Magdalena Kesenheimerin, daß Andreas [II. Öchslin], Abt von Petershausen, ihm ein Lehengut in Unterwaldhausen laut einem im folgenden inserierten Leihebrief vom 17. März 1590 als Erbzinslehen verliehen hat. Dieser Urkunde zufolge hatte das Lehen früher der Schwiegervater +Christa Kesenheimer inne. Dessen Witwe hat auf ihre Ansprüche betreffend das Gut verzichtet gegen jährlich Lieferung von einem Fuder oder Wagen Heu im Heuet für die nächsten acht Jahre. Das Lehen besteht aus 3 Mannsmahd Wiese in zwei Stücken, von denen eines an die Frauen von Baindt, das andere an den Weinenden Furt stößt. Der Beliehene muß die Wiesen und die zugehörigen Bewässerungsgräben in Ordnung halten, darf auch nichts entfremden. Bei Verpfändung muß er die Wiesen wieder entlasten. Jährlich entrichtet er als Bodenzins auf Martini 1 lb d Konstanzer Währung. Bei Verstoß gegen die Leihebedingungen fällt das Lehen heim. Im Fall des Verkaufs muß es zuerst dem Aussteller bzw. dessen Gotteshausleuten angeboten werden, die es um 5 ß d billiger als andere Interessenten erwerben können. An Klöster, Spitäler ander dergleichen tote Hände darf nicht verkauft werden. Bei Handänderungen bzw. Wahl eines neuen Prälaten muß es mit 5 ß d verehrschatzt werden.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 1568
fasc. 036 1/2 n. 29
B 522 II U 1481
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1590 März 27 (den siebenundzweintzigsten tag monats Martii)
36,8 x 45,8 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Jakob Egler, Müller zu Guggenhausen in der Herrschaft Königsegg
Empfänger: Andreas [II. Öchslin], Abt von Petershausen
Siegler: Hans Schatz, Vogt der Herrschaft Königsegg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Empfänger: Andreas [II. Öchslin], Abt von Petershausen
Siegler: Hans Schatz, Vogt der Herrschaft Königsegg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Egler, Jakob
Egler, Magdalena
Kesenheimer, Christa
Kesenheimer, Magdalena
Öchslin, Andreas II.; Abt von Petershausen
Petershausen, Andreas II. Öchslin; Abt
Schatz, Hans, Vogt
Baindt RV; Frauenkloster
Guggenhausen RV; Einwohner
Königsegg : Guggenhausen RV; Herrschaft und Grafschaft
Königsegg : Guggenhausen RV; Vogt
Konstanz KN; Währung
Unterwaldhausen RV
Unterwaldhausen RV; Einwohner
Weinenden Furt, an den : Unterwaldhausen RV
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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