Graf Philipp von Katzenelnbogen und die [nicht gen.] Freunde des Edlen Diether von Isenburg, Herrn zu Büdingen, schließen zwischen den Graf Johann...
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170 I, U 1206
170 I Nassau-Oranien: Urkunden
Nassau-Oranien: Urkunden >> 15. Jahrhundert >> 1426-1450 >> 1443
Diez, 1443 Dezember 3
Ausfertigung, mit den drei Siegeln; Kopie (15. Jh.) ebendort, Kopiar 10 fol. 363 und Kopiar 11 fol. 742
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geg. und gemacht zu Dietsche off den dinstag nach sanct Endreß tag deß heilgen aposteln 1443
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Graf Philipp von Katzenelnbogen und die [nicht gen.] Freunde des Edlen Diether von Isenburg, Herrn zu Büdingen, schließen zwischen den Graf Johann und Heinrich von Nassau, Diez und Vianden einer- und dem Edlen Gottfried, Herrn zu Eppstein, andererseits folgenden gütlichen Vergleich: Was von beiden Parteien den Kanonikern des Stiftes zu Diez vorenthalten worden ist, wird ihnen binnen Monatsfrist verabfolgt oder nach ihrem Willen abgetragen werden. Im übrigen sind sie bei ihren Statuten und Freiheiten zu belassen. Beide Parteien müssen sich der Güter, die mit Peter Welker strittig waren, annehmen und Welker innerhalb eines Monats sein Geld wiedergeben. Schebolts Gutes, das auch noch ohne Gericht hängt, sollen sie sich gleichfalls annehmen und den Erben ohne Eintrag Recht widerfahren lassen. Was die Verpfändung an der Grafschaft Diez an Erzbischof Jakob von Trier betrifft, so soll Gottfried von Eppstein dem Erzbischof innerhalb der nächsten 14 Tage die Ablösung ankündigen. Wenn das halbe Jahr der Kündigungsfrist um ist, sollen die genannten Brüder von Nassau 12000 Gulden erlegen und dafür den verpfändeten Teil gemäß der Verschreibung an sich nehmen, jedoch Gottfried von Eppstein auf Erfordern mit der gleichen halbjährlichen Kündigungsfrist die Ablösung der 12000 Gulden gestatten. Bei dieser Ablösung muß Gottfried jedoch auf die 5000 Gulden verzichten, für die er von dem genannten Erzbischof die Öffnung an Limburg, Molsberg und Brechen erworben hat. Auch alle anderen Streitpunkte, die beide Parteien dem Grafen Philipp und den Freunden des Edlen Diether von Isenburg schriftlich übergeben haben, sind gänzlich dem Grafen Philipp zur Entscheidung anheimgestellt, dessen Spruch von Nassau und Eppstein unbeeinträchtigt vollzogen werden soll. Um zugleich weiteren Streitigkeiten vorzubeugen, haben die Schiedsleute zwischen beiden Parteien vereinbart, daß diese eine Einung abschließen, in der sie schon jetzt die Erledigung etwaiger künftiger Irrungen regeln. Es ist ferner folgendes verhandelt worden: Da die genannten Grafen von Nassau dem Grafen Johann v. Katzenelnbogen und seinem Sohn Philipp ein Viertel an ihrem Teil der Grafschaft Diez zu Diez, Camberg, Weilnau und Wehrheim mit allem Zubehör gemäß der darüber ausgestellten Urkunden verpfänden wollen, ist dieses jetzt mit Wissen und Willen Gottfrieds von Eppstein unter Vorbehalt von dessen Wiedereinlösungsrechtes geschehen. Macht er von diesem Recht Gebrauch, wird er den Grafen von Nassau gestatten, den von ihm eingelösten Teil auch von ihm wieder einzulösen, wenn sie es ihm ein halbes Jahr zuvor mit besiegelter Urkunde angekündigt haben. Die Schiedsleute bestimmen hinsichtlich des Viertels der Burg Kamberg, welche die genannten Grafen von Nassau innehaben, daß Gottfried dasselbe behalten aber dafür den Grafen den Burgsitz (geseße und gehuse) geben soll, den er von Dietrich von Hattenstein gekauft hat, der einschließlich des Weges und des zugehörigen Areals bis an die Stadtmauer reicht. Den Grafen Philipp dünkt aber, nachdem er sich den Sitz angesehen hat, daß Gottfried noch etwas zugeben solle, damit beide Parteien zu ihrem Rechte kommen. Wollen die genannten Grafen von Nassau als Erb- und die Grafen v. Katzenelnbogen als Pfandbesitzer gemeinsam oder die Nassauer alleine einen Burgbau an diesem Hause aufführen, dann will sie Gottfried dabei beraten, aber nicht hindern. Schließlich ist ein gütlicher Tag auf den 10. März (dinstag nach dem sontage Reminiscere) [1444] nach Mainz festgesetzt worden zur weiteren Behandlung der Sache über die Graf Philipp mit dem Grafen Heinrich von Nassau und Gottfried von Eppstein in Sonderheit gesprochen hat.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Es siegeln: Graf Philipp für sich und die genannten Freunde des Edlen Diether von Isenburg, Graf Heinrich von Nassau für sich und seinen Bruder Johann und schließlich Gottfried von Eppstein.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Graf Philipp von Katzenelnbogen und die [nicht gen.] Freunde des Edlen Diether von Isenburg, Herrn zu Büdingen, schließen zwischen den Graf Johann und Heinrich von Nassau, Diez und Vianden einer- und dem Edlen Gottfried, Herrn zu Eppstein, andererseits folgenden gütlichen Vergleich: Was von beiden Parteien den Kanonikern des Stiftes zu Diez vorenthalten worden ist, wird ihnen binnen Monatsfrist verabfolgt oder nach ihrem Willen abgetragen werden. Im übrigen sind sie bei ihren Statuten und Freiheiten zu belassen. Beide Parteien müssen sich der Güter, die mit Peter Welker strittig waren, annehmen und Welker innerhalb eines Monats sein Geld wiedergeben. Schebolts Gutes, das auch noch ohne Gericht hängt, sollen sie sich gleichfalls annehmen und den Erben ohne Eintrag Recht widerfahren lassen. Was die Verpfändung an der Grafschaft Diez an Erzbischof Jakob von Trier betrifft, so soll Gottfried von Eppstein dem Erzbischof innerhalb der nächsten 14 Tage die Ablösung ankündigen. Wenn das halbe Jahr der Kündigungsfrist um ist, sollen die genannten Brüder von Nassau 12000 Gulden erlegen und dafür den verpfändeten Teil gemäß der Verschreibung an sich nehmen, jedoch Gottfried von Eppstein auf Erfordern mit der gleichen halbjährlichen Kündigungsfrist die Ablösung der 12000 Gulden gestatten. Bei dieser Ablösung muß Gottfried jedoch auf die 5000 Gulden verzichten, für die er von dem genannten Erzbischof die Öffnung an Limburg, Molsberg und Brechen erworben hat. Auch alle anderen Streitpunkte, die beide Parteien dem Grafen Philipp und den Freunden des Edlen Diether von Isenburg schriftlich übergeben haben, sind gänzlich dem Grafen Philipp zur Entscheidung anheimgestellt, dessen Spruch von Nassau und Eppstein unbeeinträchtigt vollzogen werden soll. Um zugleich weiteren Streitigkeiten vorzubeugen, haben die Schiedsleute zwischen beiden Parteien vereinbart, daß diese eine Einung abschließen, in der sie schon jetzt die Erledigung etwaiger künftiger Irrungen regeln. Es ist ferner folgendes verhandelt worden: Da die genannten Grafen von Nassau dem Grafen Johann v. Katzenelnbogen und seinem Sohn Philipp ein Viertel an ihrem Teil der Grafschaft Diez zu Diez, Camberg, Weilnau und Wehrheim mit allem Zubehör gemäß der darüber ausgestellten Urkunden verpfänden wollen, ist dieses jetzt mit Wissen und Willen Gottfrieds von Eppstein unter Vorbehalt von dessen Wiedereinlösungsrechtes geschehen. Macht er von diesem Recht Gebrauch, wird er den Grafen von Nassau gestatten, den von ihm eingelösten Teil auch von ihm wieder einzulösen, wenn sie es ihm ein halbes Jahr zuvor mit besiegelter Urkunde angekündigt haben. Die Schiedsleute bestimmen hinsichtlich des Viertels der Burg Kamberg, welche die genannten Grafen von Nassau innehaben, daß Gottfried dasselbe behalten aber dafür den Grafen den Burgsitz (geseße und gehuse) geben soll, den er von Dietrich von Hattenstein gekauft hat, der einschließlich des Weges und des zugehörigen Areals bis an die Stadtmauer reicht. Den Grafen Philipp dünkt aber, nachdem er sich den Sitz angesehen hat, daß Gottfried noch etwas zugeben solle, damit beide Parteien zu ihrem Rechte kommen. Wollen die genannten Grafen von Nassau als Erb- und die Grafen v. Katzenelnbogen als Pfandbesitzer gemeinsam oder die Nassauer alleine einen Burgbau an diesem Hause aufführen, dann will sie Gottfried dabei beraten, aber nicht hindern. Schließlich ist ein gütlicher Tag auf den 10. März (dinstag nach dem sontage Reminiscere) [1444] nach Mainz festgesetzt worden zur weiteren Behandlung der Sache über die Graf Philipp mit dem Grafen Heinrich von Nassau und Gottfried von Eppstein in Sonderheit gesprochen hat.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Es siegeln: Graf Philipp für sich und die genannten Freunde des Edlen Diether von Isenburg, Graf Heinrich von Nassau für sich und seinen Bruder Johann und schließlich Gottfried von Eppstein.
Druck: Senckenberg, Selecta iuris II S. 428 ff; Regest: Demandt, Katzenelnbogener Hegesten 4148
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 14:06 MESZ