Kurfürst Philipp von der Pfalz entscheidet mit seinen Räten in Streitigkeiten zwischen Kuno von Wallbrunn (Walbron) einer- und dessen Ehefrau Margarethe Hund andererseits, der er sich als Landesfürst angenommen hat: 1. Kuno soll Margarethe jährlich 30 gute rheinische Gulden ausrichten, nämlich je 10 um Kathedra Petri [= 22.2.], St. Johann Baptist Geburt [= 24.6.] und St. Martin [= 11.11.]. Er gibt ihr jährlich 35 Malter Korn zur Ernte und bei der Weinlese (zu herbst) 3 Fuder Wein. Dies alles lässt er ihr in ihre Wohnung zu Oppenheim gegen Quittung und ohne ihre Kosten liefern. Von Korn und Wein liefert er jetzt unverzüglich 10 Malter Korn und 1 Fuder Wein, was an der nächsten Ernte und Weinlese abgezogen werden soll. [3.] Er soll ihr jetzt zu Heidelberg außerdem 8 Gulden für ausstehende Säumnisse (verseß) zahlen. Sie darf ihren Wohnsitz (seß) zu Oppenheim in ihrer Wohnung (hußwonung) haben. Frühere Abmachungen in dieser Sache sind nichtig.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz entscheidet mit seinen Räten in Streitigkeiten zwischen Kuno von Wallbrunn (Walbron) einer- und dessen Ehefrau Margarethe Hund andererseits, der er sich als Landesfürst angenommen hat: 1. Kuno soll Margarethe jährlich 30 gute rheinische Gulden ausrichten, nämlich je 10 um Kathedra Petri [= 22.2.], St. Johann Baptist Geburt [= 24.6.] und St. Martin [= 11.11.]. Er gibt ihr jährlich 35 Malter Korn zur Ernte und bei der Weinlese (zu herbst) 3 Fuder Wein. Dies alles lässt er ihr in ihre Wohnung zu Oppenheim gegen Quittung und ohne ihre Kosten liefern. Von Korn und Wein liefert er jetzt unverzüglich 10 Malter Korn und 1 Fuder Wein, was an der nächsten Ernte und Weinlese abgezogen werden soll. [3.] Er soll ihr jetzt zu Heidelberg außerdem 8 Gulden für ausstehende Säumnisse (verseß) zahlen. Sie darf ihren Wohnsitz (seß) zu Oppenheim in ihrer Wohnung (hußwonung) haben. Frühere Abmachungen in dieser Sache sind nichtig.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 829, 268
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge I (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1487 Januar 23 (uff dinstag nach sant Sebastians dag)
fol. 343v-344r
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (Sekretsiegel)
Von der Urkunde wurden zwei Exemplare ausgefertigt, wovon jede Partei eines erhielt. Kopfregest: "Entscheidt zuschen Cune von Walbron eins und Margrete Hunden siner elichen hußfrauwen anders teils".
Hund, Margarethe, m. Kuno von Wallbrunn, erw. 1487
Wallbrunn, Kuno von; erw. 1487, 1503
Heidelberg HD
Oppenheim MZ
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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