Zum Lobe Gottes, der Heiligen Dreifaltigkeit, der Gottesmutter und des St. Bernhardsordens geben und opfern Dietrich von Diezenkausen ('Deitzkusenn'), genannt Ellingen, und seine Frau Anastasia ihre älteste Tochter Maria dem Kloster Gnadenthal und verpflichten sich, ihr jährlich acht Tage vor oder nach dem 11. November 5 Rädergulden, wie zu Hachenburg und Limburg gang und gäbe, zu zahlen. Sie verpfänden dafür ihren Hof 'in der Hallenn', den Hermann und Ursel, Eheleute, zu Lehen haben, gelegen im Kirchspiel Morsbach und Gericht Homburg ('Honnberch'). Treten Erbfälle ('byffelle') bei ihren Schwestern und Brüdern auf, so soll Maria gebührenden Erbanteil erhalten. Sollte das Kloster Fürsten oder Herren halber zerstört ('verstueret') werden, so soll sie wieder zu ihrem väterlichen und mütterlichen Anteil kommen. - Siegel des Ausstellers, des Daem von Hatzfeld, Herrn zu Wildenburg ('Willenborg'), und des Wilhelm Quade von Isengarten, Amtmanns zu Homburg.
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Zum Lobe Gottes, der Heiligen Dreifaltigkeit, der Gottesmutter und des St. Bernhardsordens geben und opfern Dietrich von Diezenkausen ('Deitzkusenn'), genannt Ellingen, und seine Frau Anastasia ihre älteste Tochter Maria dem Kloster Gnadenthal und verpflichten sich, ihr jährlich acht Tage vor oder nach dem 11. November 5 Rädergulden, wie zu Hachenburg und Limburg gang und gäbe, zu zahlen. Sie verpfänden dafür ihren Hof 'in der Hallenn', den Hermann und Ursel, Eheleute, zu Lehen haben, gelegen im Kirchspiel Morsbach und Gericht Homburg ('Honnberch'). Treten Erbfälle ('byffelle') bei ihren Schwestern und Brüdern auf, so soll Maria gebührenden Erbanteil erhalten. Sollte das Kloster Fürsten oder Herren halber zerstört ('verstueret') werden, so soll sie wieder zu ihrem väterlichen und mütterlichen Anteil kommen. - Siegel des Ausstellers, des Daem von Hatzfeld, Herrn zu Wildenburg ('Willenborg'), und des Wilhelm Quade von Isengarten, Amtmanns zu Homburg.
28, U 165
28 Kloster Gnadenthal, Zisterzienserinnen
Kloster Gnadenthal, Zisterzienserinnen >> Urkunden >> 1551-1600
1555 März 18
Ausfertigung, Pergament W 28,165 mit drei Siegeln: 1. Durchmesser 2,5 cm, im Siegelfeld ein Tartschenschild, der zehn ins Kreuz gesetzte Ringe zeigt, Umschrift: '(..) DEDERICH VON (...) KUSEN'. 2. Durchmesser 2,6 cm, im Siegelfeld gelehnter Tartschenschild,: geviert, im ersten und vierten Feld ein doppelter Maueranker, im zweiten und dritten drei Rosen (2:1), darüber ein Spangenhelm mit aufgelöster Helmdecke und Helmzier (über einer Krone ein offener Flug, dazwischen ein Kolbenstab), Umschrift: 'DAM VA(N) HAITZFELD H(ERR) Z(V) WIL(LENBORG)'. 3. Durchmesser 3,1 cm, im Siegelfeld gelehnter Tartschenschild, geviert, im ersten und vierten Feld zwei Wechselzinnenbalken, im zweiten und dritten zwei Rosen (1:2), darüber ein Spangenhelm mit aufgelöster Helmdecke und Helmzier (ein wachsender Bär zwischen einem Flug), Umschrift: 'WILHEM QVAIDT ZO (...) GARTEN'. - Kopie, Papier (18. Jh.) W 28,220
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: D. 1555, den 18. März
Struck, Zisterzienserinnenkloster Gnadenthal, Nr. 1079
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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