Die Appellation richtet sich gegen einen Bescheid, die Appellaten sollten die Original-Rentenverschreibung von 1697 vorlegen. Der Appellant bestreitet, daß diese Verschreibung irgendeine Relevanz habe. Er sei nicht Erbe seines Onkels Wolfgang Philipp Franz von Velbrück, und dieser habe, nachdem er seinen Besitz 1670 vor Eintritt in den Deutschen Orden zediert und daran nur die Leibzucht behalten habe, diesen nicht mehr belasten können, zumal er hinreichende Einnahmen für ein standesgemäßes Leben gehabt habe. Die Appellaten erklären, der Onkel habe Haus Ophoven, zu dessen Wiederaufbau das Kapital verwandt worden sei, erst 1692 gekauft. Es gehöre also nicht zu dem an den Neffen zedierten Besitz, so daß er darüber frei habe verfügen können. Da die Klage auf die in der Verschreibung für den Fall der Nichtzahlung vorbehaltene Immission laute, handle es sich um ein inappellables Possessionsverfahren. Vgl. RKG 5748 (V 123/234) - RKG 5753 (V 129/240).
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Die Appellation richtet sich gegen einen Bescheid, die Appellaten sollten die Original-Rentenverschreibung von 1697 vorlegen. Der Appellant bestreitet, daß diese Verschreibung irgendeine Relevanz habe. Er sei nicht Erbe seines Onkels Wolfgang Philipp Franz von Velbrück, und dieser habe, nachdem er seinen Besitz 1670 vor Eintritt in den Deutschen Orden zediert und daran nur die Leibzucht behalten habe, diesen nicht mehr belasten können, zumal er hinreichende Einnahmen für ein standesgemäßes Leben gehabt habe. Die Appellaten erklären, der Onkel habe Haus Ophoven, zu dessen Wiederaufbau das Kapital verwandt worden sei, erst 1692 gekauft. Es gehöre also nicht zu dem an den Neffen zedierten Besitz, so daß er darüber frei habe verfügen können. Da die Klage auf die in der Verschreibung für den Fall der Nichtzahlung vorbehaltene Immission laute, handle es sich um ein inappellables Possessionsverfahren. Vgl. RKG 5748 (V 123/234) - RKG 5753 (V 129/240).
AA 0627, 5750 - V 125/236
AA 0627 Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben
Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben >> 2. Buchstabe V
[1722 -], (1670 - 1724)
Enthaeltvermerke: Kläger: Maximilian Grafvon Velbrück Beklagter: Erben des Brassart, namens ihrer Frauen Nicolas de Groote; Maximilian Balthasar zum Pütz, beide Köln Prokuratoren (Kl.): Lic. Franz Peter Jung 1722 - Subst.: Lic. Johann Leonhard Krifft Prokuratoren (Bekl.): Lic. J. M. Deuren 1722 - Subst.: Dr. J. A. Brandt Prozeßart: Appellationsverfahren Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat zu Düsseldorf 1716 - 1722 - 2. RKG 1722 - ? (1670 - 1724) Beweismittel: Zession und Übertrag, mit dem Wolfgang Philipp Franz von Velbrück vor seinem Eintritt in den Deutschen Orden seinen jetzigen und künftigen Besitz seinem Neffen, Maximilian von Velbrück, zediert, 1670 (Q 6). Rentenerbkaufbrief über 1000 Rtlr. bzw. 45 Rtlr. Rente zwischen Wolfgang Philipp Franz von Velbrück zu Richrath, Auel, Graven, Vorst und Ophoven, Deutschordensritter, jül.-berg. Geheimer Rat, Kämmerer, Generalwachtmeister, berg. Landkommissar und Amtmann zu Windeck, und der Frau von Brassart geb. von Caspars in Köln, 1697 (Q 7, 14). Relatio der Vorinstanz (Bd. 1 Bl. 69 - 84). „Correferens“ zur Sache (Bd. 1 Bl. 85 - 94). Beschreibung: 2 Bde., 5,5 cm; Bd. 1: 2,5 cm, 94 Bl., lose; kein Protokoll vorhanden, (Protokoll siehe Verfahren RKG 5751 (V 126/237)), Q 1 - 18 prod. zwischen 9. November 1722 und 24. September 1723, Q 5 doppelt vorhanden, 2 Beilagen „abgelesen“ 24. Januar 1722; Bd. 2: 3 cm, 185 Bl., geb.; Q 19 prod. 15. Mai 1724.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
12.12.20252029, 23:50 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben (Bestand)
- 2. Buchstabe V (Gliederung)