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Erbfolge-, Schulden-, Religions- und Huldigungsangelegenheiten der Grafen zu Nassau
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Fürstentum Siegen, Landesarchiv - Akten >> 3. Sukzessions-, Religions-, Schulden- und Huldigungssachen >> 3.1. Erbfolge-, Schulden-, Religions- und Huldigungsangelegenheiten der Grafen zu Nassau
1713-1716
Enthaeltvermerke: Enthält u.a.: Beschwerde der katholischen Untertanen Nassau-Siegens über die eigenmächtige Annahme fremder Schulmeister durch reformierte Untertanen; Klärung von Jurisdiktions- und Religionsdifferenzen bzw. der Ausübung des Religionsrechts; Besetzung der Schulmeisterstellen in Obersdorf, Rinsdorf und Eisern; Befehl des preußischen Königs Friedrich I. an den Grafen von Lottum vom 27.10.1714 wegen des inhaftierten Nassau-Siegenschen Rates; Korrespondenzen wegen des Schulwesens in Nassau-Siegen; Notarielle Beglaubigungen über Zeugenverhöre von katholischen und evangelischen Untertanen aus Weidenau über dort am 17.02.1716 vorgekommene gewaltsame Ausschreitungen (1716); Schreiben König Friedrich Wilhelms I. von Preußen vom 24.03.1716 an den Bischof zu Münster wegen der von kurpfälzischen und fürstlich-münsterischen Milizen im Fürstentum Nassau-Siegen vorgenommenen blutigen Aktion gegen evangelische Untertanen in Weidenau; Einschaltung des Kreisausschreibenden Fürsten und des Reichskammergerichts wegen der am 17.02.1716 verübten Gewalt an reformierte Untertanen in Weidenau; Gravamina der katholischen Deputierten und Untertanen Nassau-Siegens betreffend die katholische Religion und Sukzession im Fürstentum-Nassau-Siegen. Korrespondenten u.a.: Wilhelm Henrich Steding (Münster), Sekretär H. Cappenstein (Siegen), königlich-preußischer Gesandter R. R. von Diest (Köln), Notar Heinrich Lipsius (Siegen), Notar Johann Joachim Lipsius (Siegen), Karl Landgraf zu Hessen-Kassel, Wilhelm Fürst zu Nassau-Dillenburg, Kanzler von Cochenheim (Köln), Advokat Dr. Gerhard Ottmaringhaus (Köln).
325 Bl.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.