Graf Gerhard von Diez bekundet, daß der Konvent der Nonnen in Gnadenthal ihm deren Wiese oberhalb Weilnau ('supra Wilenowiam') bei der Weil ('iuxta aquam, que vocatur Wile') zu Eigentum übergab und er im Tausch dagegen den Nonnen seine Güter in Hausen, die 4 Schilling zinsen und die Hermann genannt Vader bebaut, sowie 2 Schilling Zins abtrat, die zu Hausen aus den Gütern einkommen, die Albradis, Frau des Otto, von dem Aussteller besitzt. Die Nonnen sollen über die Güter keine Verfügung ('potestatem apponendi vel deponendi') ohne seine Mitwirkung und Zustimmung und ebenso er nicht ohne Einwilligung von Äbtissin und Konvent haben. - Siegel des Ausstellers.
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Graf Gerhard von Diez bekundet, daß der Konvent der Nonnen in Gnadenthal ihm deren Wiese oberhalb Weilnau ('supra Wilenowiam') bei der Weil ('iuxta aquam, que vocatur Wile') zu Eigentum übergab und er im Tausch dagegen den Nonnen seine Güter in Hausen, die 4 Schilling zinsen und die Hermann genannt Vader bebaut, sowie 2 Schilling Zins abtrat, die zu Hausen aus den Gütern einkommen, die Albradis, Frau des Otto, von dem Aussteller besitzt. Die Nonnen sollen über die Güter keine Verfügung ('potestatem apponendi vel deponendi') ohne seine Mitwirkung und Zustimmung und ebenso er nicht ohne Einwilligung von Äbtissin und Konvent haben. - Siegel des Ausstellers.
28, U 25 a
28 Kloster Gnadenthal, Zisterzienserinnen
Kloster Gnadenthal, Zisterzienserinnen >> Urkunden >> 1200-1300
1276 Mai 17
Ausfertigung, Pergament mit dem versehrten Reitersiegel des Grafen an roten Seidenfäden. - Rückvermerk: 1. (etwa gleichzeitig): 'Littera Gerhardi comitis pro prato in Wile'. 2. (Anfang 16. Jh.): 'Diesser brieff ist eyn kudung zcu Husen'
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Acta sunt hec 1276, dominica ante penthecostes
Struck, Zisterzienserinnenkloster Gnadenthal, Nr. 840
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
28.02.0007, 07:42 MEZ