Fischbach (Nahe) (Bestand)
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4KG 052B
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 4KG Kirchengemeinden >> 4KG 052B Fischbach (Nahe)
Bestandsbeschreibung: Die Kirchengemeinde Fischbach, der die Filialgemeinden Georgweierbach und Kirnsulzbach zugeordnet sind, ist in der heutigen Form erst im Jahr 1821 entstanden. Ursprünglich hatte Fischbach zur Kirchengemeinde Niederwörresbach im hintersponheimischen Amt Herrstein gehört. Der wild- und rheingräfliche Ort Georgweierbach war hingegen eigenständige Pfarrei gewesen, während das zur gleichen Herrschaft gehörige Kirnsulzbach kirchlich von Kirn aus versorgt worden war. Die oldenburgische Regierung, die das Gebiet 1817 als Fürstentum Birkenfeld übernahm, hob die Georgweierbacher Pfarrstelle auf, machte stattdessen Fischbach zur eigenen Pfarrei und ordnete ihr auch die Filialgemeinde Kirnsulzbach zu, deren Muttergemeinde Kirn nun im preußischen Ausland lag. Der Bestand enthält aus der voroldenburgischen Zeit nur rudimentäre Überlieferung. Hier sind vor allem Unterlagen zu den Georgweierbacher Pfarrern, z. T. auch Lehrern, des 17. und 18. Jahrhunderts zu nennen. Auch die Grundstücks- und Rechnungssachen reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Zwei Urkunden über Geldverleihgeschäfte stammen aus dem späten 16. Jahrhundert, eine Kirchenrechnung des Amts Herrstein aus dem Jahr 1608. Der Schwerpunkt des Bestandes liegt auf dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Literatur: Paul Melzer, Zur 100-Jahrfeier der Evangelischen Kirche Fischbach-Nahe 1855-1955, o.O. 1956. Ergänzende Archivbestände: 1OB 030B (Konsistorium Birkenfeld), 3MB 012B (Kirchenkreis Birkenfeld). Akzessionsdatum: 2004
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ