Teilung zwischen den Brüdern Wolfgang Friedrich Eberhard von Helmstatt, kurpfälz. Kämmerer, und Karl Christoph von Helmstatt sowie Graf Pleikard Maximilian Augustin von Helmstatt, Oberst des französ. Kavallerieregiments Bourgogne und seit dem 23. März 1750 im Besitz der Venia aetatis. Der Besitz wurde bisher gemeinsam verwaltet; die Familienverträge über Lehenempfang u.ä. bleiben bestehen, aus den Archiven in Bischofsheim und Hinsingen werden nach Bedarf Abschriften estellt. Bischofsheim und Helmhof werden nach gen. Häusern und christlichen und jüdischen Untertanen geteilt; der jetzige Schultheiß Tauber bleibt im Amt, doch bleibt vorbehalten, statt eines Nachfolgers drei Schultheißen einzusetzen. Die gemeinsamen Ämter werden durch Los aus Vorschlägen der drei Parteien besetzt; die Juden erhalten drei Vorsteher. Die bez. Gefälle werden gemeinsam eingezogen und verrechnet; Wälder und Schlossbezirk werden geteilt. Das Archiv und der gemeinschaftliche Archivar bleiben auf Wunsch des Grafen Pleikard vorerst im Steinhaus, sollen künftig aber im Rathaus oder anderswo untergebracht werden. [Siegler und Unterschrift:] die beiden Freiherren, Johannes Colchen, Prokurator des Parlaments zu Metz als Vertreter des Grafen von Helmstatt, und die Zeugen Christoph Ferdinand und Reinhard Philipp Friedrich von Degenfeld sowie Johann Karl von Yrsch
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Teilung zwischen den Brüdern Wolfgang Friedrich Eberhard von Helmstatt, kurpfälz. Kämmerer, und Karl Christoph von Helmstatt sowie Graf Pleikard Maximilian Augustin von Helmstatt, Oberst des französ. Kavallerieregiments Bourgogne und seit dem 23. März 1750 im Besitz der Venia aetatis. Der Besitz wurde bisher gemeinsam verwaltet; die Familienverträge über Lehenempfang u.ä. bleiben bestehen, aus den Archiven in Bischofsheim und Hinsingen werden nach Bedarf Abschriften estellt. Bischofsheim und Helmhof werden nach gen. Häusern und christlichen und jüdischen Untertanen geteilt; der jetzige Schultheiß Tauber bleibt im Amt, doch bleibt vorbehalten, statt eines Nachfolgers drei Schultheißen einzusetzen. Die gemeinsamen Ämter werden durch Los aus Vorschlägen der drei Parteien besetzt; die Juden erhalten drei Vorsteher. Die bez. Gefälle werden gemeinsam eingezogen und verrechnet; Wälder und Schlossbezirk werden geteilt. Das Archiv und der gemeinschaftliche Archivar bleiben auf Wunsch des Grafen Pleikard vorerst im Steinhaus, sollen künftig aber im Rathaus oder anderswo untergebracht werden. [Siegler und Unterschrift:] die beiden Freiherren, Johannes Colchen, Prokurator des Parlaments zu Metz als Vertreter des Grafen von Helmstatt, und die Zeugen Christoph Ferdinand und Reinhard Philipp Friedrich von Degenfeld sowie Johann Karl von Yrsch
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 von Helmstatt U 970
LHAK 54 H 1445
2/11/17/13
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 von Helmstatt Archiv von Helmstatt: Urkunden, Akten, Amtsbücher, Bilder, Pläne, Karten
Archiv von Helmstatt: Urkunden, Akten, Amtsbücher, Bilder, Pläne, Karten >> Urkunden >> von Helmstatt >> 1740-1759
1752 (1752 Okt 23 Bischofsheim)
Urkunden
1) Ausf. Pap.libell 30 Bl., 6 S. aufgedr., 6 Unterschriften - Hinten angebunden ein Verzeichnis der Grasgärten und Wiesen Wolfgang Fiedrich Eberhards von Helmstatt zu Bischofsheim, mit Lageplänen, 6 Bl. Vorne angefügt Vollmacht des Grafen Pleikard für seinen Mandatar Colchen vom 12. September 1752, Abschr., S. aufgedr. Bestätigung des Teilungsvertrags durch Colchen vom 18. Oktober 1752, Ausf., S. aufgedr., und Zusatzbestimmung wegen des Zuzugs auswärtiger Juden vom 28. Juli 1772, Ausf., 3 Unterschriften [2) Ausf., S. anh. LHAK 54 H 1445] 3) Abschr. 18. Jh., 20 Bl. - Rv.; aus Zug. 2001 Nr. 63
Colchen, Johannes, Parlamentssekretär zu Metz
Degenfeld, von; Christoph Friedrich
Degenfeld, von; Reinhard Philipp Friedrich
Helmstatt zu Hinsingen, von; Bleikhard Maximilian Augustin
Helmstatt, von; Karl Christoph
Helmstatt, von; Wolfgang Friedrich Eberhard, pfälz. Kämmerer
Tauber, Schultheiß zu Neckarbischofsheim
Yrsch, von; Johann Karl
Helmhof, Neckarbischofsheim HD
Hingsingen/Hinsingen/Hingsange (Dép. Moselle) [F]
Metz, Dép. Moselle [F]
Neckarbischofsheim HD
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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- von Helmstatt (Classification)
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