Kurfürst Philipp von der Pfalz nimmt Rudolf Beyer von Boppard, namentlich wegen der guten "undertenig neigung", die dieser den Vorfahren des Pfalzgrafen und der Pfalz mit seinen langjährigen Diensten und durch die Öffnung seiner Schlösser bewiesen hat, mitsamt seinen Schlössern, Leuten und Gütern im Fürstentum der Pfalz in seinen Schirm. Der Aussteller versichert, ihn gleich seinen "untertanen ritter und edelknecht" zu schirmen und rechtlich zu handhaben, wo Rudolf das ehrenhalber vermag und diesem der Rechtsgang vor dem Pfalzgrafen, seinen Räten oder seinem Hofgericht genügt. Kurfürst Philipp weist seine Ober- und Unteramtleute, insbesondere seinen Unterlandvogt und Zinsmeister im Elsass und seinen Amtmann zu Lützelstein, um Beachtung und Sicherstellung des Schirms auf Rudolfs Ersuchen hin an, "als obe es unnser diener und lantsessen ritter und edelknecht berürt".
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Kurfürst Philipp von der Pfalz nimmt Rudolf Beyer von Boppard, namentlich wegen der guten "undertenig neigung", die dieser den Vorfahren des Pfalzgrafen und der Pfalz mit seinen langjährigen Diensten und durch die Öffnung seiner Schlösser bewiesen hat, mitsamt seinen Schlössern, Leuten und Gütern im Fürstentum der Pfalz in seinen Schirm. Der Aussteller versichert, ihn gleich seinen "untertanen ritter und edelknecht" zu schirmen und rechtlich zu handhaben, wo Rudolf das ehrenhalber vermag und diesem der Rechtsgang vor dem Pfalzgrafen, seinen Räten oder seinem Hofgericht genügt. Kurfürst Philipp weist seine Ober- und Unteramtleute, insbesondere seinen Unterlandvogt und Zinsmeister im Elsass und seinen Amtmann zu Lützelstein, um Beachtung und Sicherstellung des Schirms auf Rudolfs Ersuchen hin an, "als obe es unnser diener und lantsessen ritter und edelknecht berürt".
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 816, 188
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam I (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1479 Juli 19 (off montag nach der zwolffbotten scheidung tag)
fol. 98r-98v
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz
Kopfregest: "Wie Rudolff Beyer von Bopparten und das sin in schirme genommen ist". Am unteren Seitenrand (fol. 98r) unvollständige Notiz: "Item Conrad Beyer von Bopparten ist". Der Eintrag wurde korrigiert und überschrieben für die Ausstellung an Konrad Beyer, vgl. folgende Urkunde (Nr. 189).
Beyer von Boppard, Rudolf; erw. 1463, 1497 tot
Elsass, Unterlandvogt
Hagenau = Haguenau, Dep. Bas-Rhin [F]; Zinsmeister
Lützelstein = La Petite-Pierre, Dep. Bas-Rhin [F]
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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