Strittig sind zwei im Amt Mettmann, Honschaft Unterbach gelegene, dem Haus Unterbach lehenrührige kurmütige Erbzins- und Pachtgüter, Hof zum Rohr (Ruhr, Roir) und der Vehrlinger Hof (Verlen, Fehrlinger). Gegen den Verkauf der Höfe, der ohne seine Zustimmung als Inhaber des Hauses Unterbach erfolgte, hatte von Waldenburg gen. Schenkern erfolglos am Hofgericht auf Ungültigkeit des Vertrages und auf dadurch begründeten Heimfall, hilfsweise aufRetrakt geklagt.
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Strittig sind zwei im Amt Mettmann, Honschaft Unterbach gelegene, dem Haus Unterbach lehenrührige kurmütige Erbzins- und Pachtgüter, Hof zum Rohr (Ruhr, Roir) und der Vehrlinger Hof (Verlen, Fehrlinger). Gegen den Verkauf der Höfe, der ohne seine Zustimmung als Inhaber des Hauses Unterbach erfolgte, hatte von Waldenburg gen. Schenkern erfolglos am Hofgericht auf Ungültigkeit des Vertrages und auf dadurch begründeten Heimfall, hilfsweise aufRetrakt geklagt.
AA 0627, 4269 - O 342/1702
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VI: M-O
Reichskammergericht, Teil VI: M-O >> 3. Buchstabe O
[1604 -], ( - 1656)
Enthaeltvermerke: Kläger: Irmgard von Orsbeck, Witwe des Roland von Waldenburg gen. Schenkern, Amtmanns zu Mettmann, als Vormünderin ihrer Kinder; später Eremundt von Waldenburg gen. Schenkern (1665 Freiherr von Waldenburg), (Kl.) Beklagter: Dietrich von Eickel, klevischer Rat, Drost zu Goch, zu Nergena auf dem Schloß (bei Kessel); später Johann Gerhard von Eickel zu Hamm (zum Hain) und Groin (Grun, Groen; bei Rees) und Johann Dietrich von der Horst, Herr zu Rosau (1659 Kämmerer, berg. Landhauptmann und Amtmann zu Mettmann), Erben des verstorbenen Dietrich von Eickel, (Bekl.) Prokuratoren (Kl..): Dr. Johann Jacob Kolblein 1604 - Lic. Johann Hansen 1665 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Andreas Pfeffer 1604 - Dr. Conrad Fabri 1612 - Lic. Frantz Eberhard Albrecht 1659 - Subst.: Dr. Johann Niclas Hoen 1659 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Kommissare des jülich-bergischen Hofgerichts 1587- 1603 - 2. RKG 1604 - ? ( ? - 1656) Beweismittel: Permutationsvertrag u. a. über die strittigen Güter vom 10. Dez. 1652 mit landesherrlicher Konfirmation (Q 16, 17). Protokolle zahlreicher Zeugenverhöre zu Hofrechtsgewohnheiten (in Bd. 3). Beschreibung: 3 Bde., 19 cm; kein Protokoll vorhanden; Bd. 1: 1 cm, 30 Bl., lose; Q 1 - 20, es fehlen Q 3, 5, 10, 11, 14, 19; 1 Beilage (Bl. 30); Bd. 2: 8 cm, 590 Bl., gebunden; Acta priora (Q 8a); Bd. 3: 10 cm, 677 Bl., gebunden; Acta priora (Q 8b).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
15.05.0004, 23:00 MEZ