Lehrer als Angestellte und neue Strafformen bei Bagatelldelikten ?
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/002 D993102/104
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/002 Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 1999
Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 1999 >> Januar 1999
Donnerstag, 28. Januar 1999
1) Verleihung des deutschen Medienpreises an den Staatspräsidenten der Republik Südafrika, Nelson Mandela, in Baden-Baden. Die Preisrede wird der Vorstandsvorsitzende von DaimlerChrysler, Jürgen Schrempp, halten. Es werden viele Prominente erwartet und es wird zu einem Treffen zwischen Mandela und Bundeskanzler Gerhard Schröder kommen.
2) Bundesinnenminister Otto Schily hat vorgeschlagen, daß vor allem Lehrer und Professoren künftig nicht mehr den Beamtenstatus, sondern den Angestelltenstatus erhalten sollen.
- Stellungnahmen vom Vorsitzenden des Beamtenbundes Baden-Württemberg (BBW), Horst Bäuerle, und von Kultusministerin Annette Schavan. Bäuerle lehnt den Vorschlag strikt ab. Schavan hat Vorbehalte gegen den Vorschlag.
- Studio-Gespräch mit dem Landesvorsitzenden der GEW, Rainer Dahlem. Er bewertet den Vorschlag nicht so dramatisch und verweist auf die neuen Bundesländer, wo die meisten Lehrer bereits den Angestelltenstatus haben.
- Umfrage unter Lehrern.
3) Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin will Bagatelldelikte und Kleinkriminalität anders als bisher bestrafen. Statt geringer Geld- oder Freiheitsstrafen werden drei Punkte diskutiert: 1. Hausarrest, der elektronisch überwacht wird. 2. Gemeinnützige Arbeit. 3. Fahrverbot.
- Reaktion von Wilfried Waitzinger, Richter am Stuttgarter Amtsgericht. Er steht den Vorschlägen von Däubler-Gmelin offen gegenüber.
- Äußerungen von Insassen und vom Anstaltsleiter der Justizvollzugsanstalt Heimsheim. Einige Häftlinge begrüßen die Vorschläge. Der Anstaltsdirektor Hubert Fluhr lehnt die Vorschläge ab.
2) Bundesinnenminister Otto Schily hat vorgeschlagen, daß vor allem Lehrer und Professoren künftig nicht mehr den Beamtenstatus, sondern den Angestelltenstatus erhalten sollen.
- Stellungnahmen vom Vorsitzenden des Beamtenbundes Baden-Württemberg (BBW), Horst Bäuerle, und von Kultusministerin Annette Schavan. Bäuerle lehnt den Vorschlag strikt ab. Schavan hat Vorbehalte gegen den Vorschlag.
- Studio-Gespräch mit dem Landesvorsitzenden der GEW, Rainer Dahlem. Er bewertet den Vorschlag nicht so dramatisch und verweist auf die neuen Bundesländer, wo die meisten Lehrer bereits den Angestelltenstatus haben.
- Umfrage unter Lehrern.
3) Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin will Bagatelldelikte und Kleinkriminalität anders als bisher bestrafen. Statt geringer Geld- oder Freiheitsstrafen werden drei Punkte diskutiert: 1. Hausarrest, der elektronisch überwacht wird. 2. Gemeinnützige Arbeit. 3. Fahrverbot.
- Reaktion von Wilfried Waitzinger, Richter am Stuttgarter Amtsgericht. Er steht den Vorschlägen von Däubler-Gmelin offen gegenüber.
- Äußerungen von Insassen und vom Anstaltsleiter der Justizvollzugsanstalt Heimsheim. Einige Häftlinge begrüßen die Vorschläge. Der Anstaltsdirektor Hubert Fluhr lehnt die Vorschläge ab.
SWR 1
0:29:00; 0'29
Audio-Visuelle Medien
Fluhr, Hubert; Leiter JVA Heimsheim
Waitzinger, Wilfried
Heimsheim PF
Stuttgart S; Amtsgericht
Südafrika [ZA]
Beamter
Berufswelt: Angestellter
Lehrer
Partei: SPD: Rechtspolitik
Preis: Medienpreis
Rechtswesen
Strafverfolgung
Strafvollzug: Gefängnis
Strafvollzug: Resozialisierung
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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- Januar 1999 (Classification)