Burkhardt Beringer von Wimpfen in der Diözese Worms (Wormbs), am Kaiserlichen Kammergericht zu Speyer (Speir) immatrikulierter Notar und Stadtschreiber zu Neckarsulm (Neckhersulm), bestätigt, daß Hans Ludwig Lyher zu Talheim (Dalheim) und dessen Sohn Philipp Burkhard Lyher zu Neckarsulm in der Zum Engel genannten Gaststätte des Konrad Nachtrab, die neben dem Haus des Hans Metz liegt, ihre Untertanen zu Talheim losgesprochen haben, nachdem sie ihren sechsten Teil an der Vogtsherrlichkeit daselbst um 2000 fl. unter Vorbehalt des Wiederkaufsrechts nach Ablauf von 3 Jahren an Karl, Freiherr von Wolkenstein, Herr zu Trostburg, Kümmerer des Administrators und Deutschmeister Maximilian von Österreich und Komtur des Deutschen Ordens zu Heilbronn (Heilpron) und Horneck (Horneckh), verkauft hatten. Den Genannten war die Lossprechung nicht ohne Gefahr für Leib und Leben möglich, da sie bei ihrem Herrn von Württemberg (Würtenberg) in Ungnade gefallen waren.
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Burkhardt Beringer von Wimpfen in der Diözese Worms (Wormbs), am Kaiserlichen Kammergericht zu Speyer (Speir) immatrikulierter Notar und Stadtschreiber zu Neckarsulm (Neckhersulm), bestätigt, daß Hans Ludwig Lyher zu Talheim (Dalheim) und dessen Sohn Philipp Burkhard Lyher zu Neckarsulm in der Zum Engel genannten Gaststätte des Konrad Nachtrab, die neben dem Haus des Hans Metz liegt, ihre Untertanen zu Talheim losgesprochen haben, nachdem sie ihren sechsten Teil an der Vogtsherrlichkeit daselbst um 2000 fl. unter Vorbehalt des Wiederkaufsrechts nach Ablauf von 3 Jahren an Karl, Freiherr von Wolkenstein, Herr zu Trostburg, Kümmerer des Administrators und Deutschmeister Maximilian von Österreich und Komtur des Deutschen Ordens zu Heilbronn (Heilpron) und Horneck (Horneckh), verkauft hatten. Den Genannten war die Lossprechung nicht ohne Gefahr für Leib und Leben möglich, da sie bei ihrem Herrn von Württemberg (Würtenberg) in Ungnade gefallen waren.
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, {B 342 U 147}
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 342 Deutscher Orden: Kommende Horneck/Neckaroberamt (ab 1788)
Deutscher Orden: Kommende Horneck/Neckaroberamt (ab 1788) >> Urkunden >> 1607-1612 >> Burkhard Beringer von Wimpfen (Wimpffen) in der Diözese Worms (Wormbs), am Kaiserlichen Kammergericht zu Speyer (Speyr) immatrikulierter Notar und Stadtschreiber zu Neckarsulm (Neckhersulm) bestätigt, daß Johann Grohe, Amtmann des Deutschen Ordens zu Talheim (Thalheim), und Benedikt Schadt, Amtsschreiber des Deutschordenshauses Heilbronn (Heilpron), als Vertreter des Karl, Freiherr zu Wolkenstein und Herr zu Trostburg, Kämmerer des Administrators und Deutschmeisters Maximilian von Österreich und Komtur zu Heilbronn und Horneck (Hornneck), ihm im Beisein der Z. und des Hans Ludwig von Frauenberg (Frawenberg) zu Talheim einen Kaufvertrag und eine Cessionsurkunde vorgelegt haben, woraus hervorgeht, daß Hans Ludwig Lyher zu Talheim dem genannten Komtur seinen sechsten Teil der Vogtsherrlichkeit zu Talheim verkauft hat, daß derselbe jedoch bei Friedrich Herzog zu Württemberg (Würtemberg) und Teck (Teckh), Graf zu Mömpelgard (Mümpelgart) und Herr zu Heidenheim in Ungnade steht, und daß die beiden Vertreter des Deutschen Ordens ihn deshalb um Vorlesung der wörtlich inserierten Cessionsurkunde vor dem Rat, Gericht und der versammelten Gemeinde zu Talheim gebeten haben. Des weiteren bestätigt er, daß er bei dem anschließenden Akt der Erbhuldigung zugegen war.
1607 September 2 (sontag nach Egidg den andern monatstag Septembris newen Calenders)
Libell, 12 Bll.
Urkunden
Überlieferungsart: Insert
Siegelbeschreibung: Pap. Sg.
Siegelbeschreibung: Pap. Sg.
Burkhard Beringer von Wimpfen (Wimpffen) in der Diözese Worms (Wormbs), am Kaiserlichen Kammergericht zu Speyer (Speyr) immatrikulierter Notar und Stadtschreiber zu Neckarsulm (Neckhersulm) bestätigt, daß Johann Grohe, Amtmann des Deutschen Ordens zu Talheim (Thalheim), und Benedikt Schadt, Amtsschreiber des Deutschordenshauses Heilbronn (Heilpron), als Vertreter des Karl, Freiherr zu Wolkenstein und Herr zu Trostburg, Kämmerer des Administrators und Deutschmeisters Maximilian von Österreich und Komtur zu Heilbronn und Horneck (Hornneck), ihm im Beisein der Z. und des Hans Ludwig von Frauenberg (Frawenberg) zu Talheim einen Kaufvertrag und eine Cessionsurkunde vorgelegt haben, woraus hervorgeht, daß Hans Ludwig Lyher zu Talheim dem genannten Komtur seinen sechsten Teil der Vogtsherrlichkeit zu Talheim verkauft hat, daß derselbe jedoch bei Friedrich Herzog zu Württemberg (Würtemberg) und Teck (Teckh), Graf zu Mömpelgard (Mümpelgart) und Herr zu Heidenheim in Ungnade steht, und daß die beiden Vertreter des Deutschen Ordens ihn deshalb um Vorlesung der wörtlich inserierten Cessionsurkunde vor dem Rat, Gericht und der versammelten Gemeinde zu Talheim gebeten haben. Des weiteren bestätigt er, daß er bei dem anschließenden Akt der Erbhuldigung zugegen war.
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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- Urkunden (Classification)
- 1607-1612 (Classification)
- Burkhard Beringer von Wimpfen (Wimpffen) in der Diözese Worms (Wormbs), am Kaiserlichen Kammergericht zu Speyer (Speyr) immatrikulierter Notar und Stadtschreiber zu Neckarsulm (Neckhersulm) bestätigt, daß Johann Grohe, Amtmann des Deutschen Ordens zu Talheim (Thalheim), und Benedikt Schadt, Amtsschreiber des Deutschordenshauses Heilbronn (Heilpron), als Vertreter des Karl, Freiherr zu Wolkenstein und Herr zu Trostburg, Kämmerer des Administrators und Deutschmeisters Maximilian von Österreich und Komtur zu Heilbronn und Horneck (Hornneck), ihm im Beisein der Z. und des Hans Ludwig von Frauenberg (Frawenberg) zu Talheim einen Kaufvertrag und eine Cessionsurkunde vorgelegt haben, woraus hervorgeht, daß Hans Ludwig Lyher zu Talheim dem genannten Komtur seinen sechsten Teil der Vogtsherrlichkeit zu Talheim verkauft hat, daß derselbe jedoch bei Friedrich Herzog zu Württemberg (Würtemberg) und Teck (Teckh), Graf zu Mömpelgard (Mümpelgart) und Herr zu Heidenheim in Ungnade steht, und daß die beiden Vertreter des Deutschen Ordens ihn deshalb um Vorlesung der wörtlich inserierten Cessionsurkunde vor dem Rat, Gericht und der versammelten Gemeinde zu Talheim gebeten haben. Des weiteren bestätigt er, daß er bei dem anschließenden Akt der Erbhuldigung zugegen war. (Record)