Mandatum poenale Auseinandersetzung um Einrichtung einer Kuratel
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(1) 0338
Rep. 29, Nr. 494
LAG, Rep. 29 Wismarer Tribunal
Wismarer Tribunal >> 01. Prozeßakten >> 01.13. 1. Kläger M
11.07.1780-22.09.1780
Kläger: (2) N N Meyer, Ratsherr zu Greifswald als gemeinsamer Anwalt der Frankenthalschen Gläubiger
Beklagter: Johann Nicolaus von Gagern zu Moiselbritz
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (P)
Fallbeschreibung: Nach Streitigkeiten um den Konkurs der Familie von Gagern auf Frankenthal, die mehr als ein Jahrhundert andauerten, hat das Hofgericht einen Vergleich zwischen den Parteien vermittelt. Der Bekl. soll den Kl. 14.347 Rtlr in Jahresraten von 2.000 Rtlr bezahlen und erhält dafür die gesamten Güter. Sobald der Bekl. nicht zu den vereinbarten Terminen bezahlt, werden die Kl. wieder in die Güter eingesetzt. Da der Bekl. den ersten Zahlungstermin versäumt hat, bittet der Kl. darum, ihn unter Kuratel zu stellen, um eine Sicherheit zu haben, an das Geld für die Gläubiger zu gelangen. Der Schreiber der Wirtschaft auf den Frankenthalschen Gütern, Daniel Buntbart, soll zum Kurator ernannt werden, dem Kl. soll bei Strafe von 100 Rtlr verboten werden, etwas gegen die Kuratel zu unternehmen. Das Tribunal verspricht am 12.07.1780 ein Urteil nach Einsicht in die Akten der Vorinstanz. Am 31.07. wiederholt der Kl. seine Bitte. Das Tribunal verweist ihn am 22.09.1780 auf sein Urteil vom selben Tag in der Hauptsache (Nr. 0337), in dem das Tribunal einen Vergleich vor dem Hofgericht anordnet.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1780
Beklagter: Johann Nicolaus von Gagern zu Moiselbritz
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (P)
Fallbeschreibung: Nach Streitigkeiten um den Konkurs der Familie von Gagern auf Frankenthal, die mehr als ein Jahrhundert andauerten, hat das Hofgericht einen Vergleich zwischen den Parteien vermittelt. Der Bekl. soll den Kl. 14.347 Rtlr in Jahresraten von 2.000 Rtlr bezahlen und erhält dafür die gesamten Güter. Sobald der Bekl. nicht zu den vereinbarten Terminen bezahlt, werden die Kl. wieder in die Güter eingesetzt. Da der Bekl. den ersten Zahlungstermin versäumt hat, bittet der Kl. darum, ihn unter Kuratel zu stellen, um eine Sicherheit zu haben, an das Geld für die Gläubiger zu gelangen. Der Schreiber der Wirtschaft auf den Frankenthalschen Gütern, Daniel Buntbart, soll zum Kurator ernannt werden, dem Kl. soll bei Strafe von 100 Rtlr verboten werden, etwas gegen die Kuratel zu unternehmen. Das Tribunal verspricht am 12.07.1780 ein Urteil nach Einsicht in die Akten der Vorinstanz. Am 31.07. wiederholt der Kl. seine Bitte. Das Tribunal verweist ihn am 22.09.1780 auf sein Urteil vom selben Tag in der Hauptsache (Nr. 0337), in dem das Tribunal einen Vergleich vor dem Hofgericht anordnet.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1780
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:27 AM CET