Burggraf und Burgmannen von Friedberg sprechen Recht bezüglich des Hauses und der Kemenate in der Judengasse in Friedberg. An das Gericht hat sich...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1331-1340
1334 November 16
Ausfertigung, Pergament, abhängendes Siegel (beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno Domini M° CCC° XXXIIII° feria IIIIa post Martini
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Burggraf und Burgmannen von Friedberg sprechen Recht bezüglich des Hauses und der Kemenate in der Judengasse in Friedberg. An das Gericht hat sich Götz Liebermann mit der Bitte um einen Urteilsspruch gewandt. [1.] Die Berufung vom Paradiesgericht in Friedberg an das Reichsgericht ist rechtmäßig und folgt alter Gewohnheit. [2.] Der Abt von Fulda hat eine Urkunde ausgestellt, in der Götz durch Zeugen erklären lässt, dass das strittige Erbe von seinem Vater herrührt. Da Götz das erstgeborene Kind ist, steht das Gut billigerweise eher ihm als dem letzten Kind zu. [3.] Das letzte Kind, das Götz' Mutter mit Gerlach Spiser (Spisere), ihrem zweiten Ehemann, hat, bildet mit seinen Eltern eine Ganerbschaft. Als Ganerbschaft besitzen sie nicht mehr Anteile an dem genannten Gut als eine Person, da nach der Urkunde des Abtes von Fulda das erste Kind stärkere Rechte als das letzte hat. [4.] (und sprechen auch sint das erste kint erzuget hat mit vredneden [?] luden, das das erbe sines vaters si gewest, das der lesten kinde die zwene dem dritten nit mogen geholfen, dem ersten sin erbe abe erzugen von sie ganerbin underein sint) [?]. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Burggraf und Burgmannen von Friedberg
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: UB Friedberg II, Nr. 248
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Burggraf und Burgmannen von Friedberg sprechen Recht bezüglich des Hauses und der Kemenate in der Judengasse in Friedberg. An das Gericht hat sich Götz Liebermann mit der Bitte um einen Urteilsspruch gewandt. [1.] Die Berufung vom Paradiesgericht in Friedberg an das Reichsgericht ist rechtmäßig und folgt alter Gewohnheit. [2.] Der Abt von Fulda hat eine Urkunde ausgestellt, in der Götz durch Zeugen erklären lässt, dass das strittige Erbe von seinem Vater herrührt. Da Götz das erstgeborene Kind ist, steht das Gut billigerweise eher ihm als dem letzten Kind zu. [3.] Das letzte Kind, das Götz' Mutter mit Gerlach Spiser (Spisere), ihrem zweiten Ehemann, hat, bildet mit seinen Eltern eine Ganerbschaft. Als Ganerbschaft besitzen sie nicht mehr Anteile an dem genannten Gut als eine Person, da nach der Urkunde des Abtes von Fulda das erste Kind stärkere Rechte als das letzte hat. [4.] (und sprechen auch sint das erste kint erzuget hat mit vredneden [?] luden, das das erbe sines vaters si gewest, das der lesten kinde die zwene dem dritten nit mogen geholfen, dem ersten sin erbe abe erzugen von sie ganerbin underein sint) [?]. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Burggraf und Burgmannen von Friedberg
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: UB Friedberg II, Nr. 248
Bei dem Siegel handelt es sich vermutlich um das Geschäftssiegel der Burg Friedberg.
Die Artikelzählung ist in der Urkunde nicht enthalten.
Der letzte Teil des Urteilsspruchs konnte nicht geklärt werden.
Die Artikelzählung ist in der Urkunde nicht enthalten.
Der letzte Teil des Urteilsspruchs konnte nicht geklärt werden.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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- 1331-1340 (Classification)
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