Appellationis Auseinandersetzung um Bezahlung der Pacht
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(1) 1999
Wismar L 115 (W L 115)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 12. 1. Kläger L
(1756-1763) 02.05.1763-08.08.1763
Kläger: (2) Adam Christian Langermann, Pächter zu Flöte und Triwalk
Beklagter: Inspektor und Provisoren bei der Geistlichen St. Marienziegelhofshebung in Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P) Bekl.: Dr. Theodor Johann Quistorp (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Bekl. vom 02.05. um Fristverkürzung für Kl. zum Einreichen seiner Beschwerden gegen ein Urteil des Patronatsgerichts sowie um ein mandatum de solvendo interimisticum, damit sie ihre Einnahmen erhalten, fordert das Tribunal Kl. am 03.05. auf, seinen Schriftsatz binnen 14 Tagen vorzulegen. Am 18.05. trägt Kl. vor, daß er von Bekl. Pachtminderung wegen einer Mißernte erbeten, diese aber nicht erhalten hatte, da Gutachter sich nicht einigen konnten, ob die Mißernte allein auf natürliche Ursachen oder auf das schlechte Wirtschaften Langermanns zurückzuführen sei. Kl. bittet um Korrektur des Urteils des Patronatsgerichts, da er die Schäden aus dem Mißwuchs nicht allein tragen kann. Eine Antwort des Tribunals ist nicht überliefert. Am 03.06.1763 bitten die Bekl., das bisher nicht ergangene Mandatum de solvendo auf die Pacht zu Trinitatis zu erweitern und legen ein neues negatives Gutachten über die Wirtschaftsweise Langermanns vor. Am 07.06. verspricht das Tribunal schnelles Urteil. Am 08.08.1763 zeigt Langermann dem Tribunal seinen Vergleich mit den Bekl. an und bittet das Tribunal, den Fall zu schließen.
Instanzenzug: 1. Patronatsgericht der St. Marien Ziegelhofshebung 1763 2. Tribunal 1763
Prozessbeilagen: (7) Auszüge aus den Verträgen zwischen der Ziegelhofhebung und Langerman vom 16.06.1761 sowie dieser und Samuel Joachim Ernst Röhracker von Trinitatis 1756; von Notar Jochim Christoph Öehmann aufgenommene Appellation vom 24.03.1763; Urteile des Patronatsgerichts vom 05.11.1762, 23.03. und 02.04.1763; Auszug aus dem Besichtigungsprotokoll zu Triwalck vom 21.04.1763; Aufstellung über Verluste durch Mißernte im Jahre 1762; Gutachten des J.S.D. von der Lühe zu Mulsow, Hieronymus Weichlers und Johann Christoph Bahrings zu Rubow, Bernhard Christoph von Scheel und Johann Friedrich Seitz zu Lenschow sowie J.E. Oldenburg zu Strömkendorf über die Führung der Wirtschaft durch Langermann vom 13.09.1762, 27.04., 02. und 15.05.1763; von Notar Ernst August Leich aufgenommene Befragung des Jochim Harder über die Wirtschaft Langermanns vom 29.04.1763; Protokoll der Sitzung der Ziegelhofshebung vom 02.06.1763; Notiz über Vergleich zwischen den Parteien vom 06.08.1763
Beklagter: Inspektor und Provisoren bei der Geistlichen St. Marienziegelhofshebung in Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P) Bekl.: Dr. Theodor Johann Quistorp (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Bekl. vom 02.05. um Fristverkürzung für Kl. zum Einreichen seiner Beschwerden gegen ein Urteil des Patronatsgerichts sowie um ein mandatum de solvendo interimisticum, damit sie ihre Einnahmen erhalten, fordert das Tribunal Kl. am 03.05. auf, seinen Schriftsatz binnen 14 Tagen vorzulegen. Am 18.05. trägt Kl. vor, daß er von Bekl. Pachtminderung wegen einer Mißernte erbeten, diese aber nicht erhalten hatte, da Gutachter sich nicht einigen konnten, ob die Mißernte allein auf natürliche Ursachen oder auf das schlechte Wirtschaften Langermanns zurückzuführen sei. Kl. bittet um Korrektur des Urteils des Patronatsgerichts, da er die Schäden aus dem Mißwuchs nicht allein tragen kann. Eine Antwort des Tribunals ist nicht überliefert. Am 03.06.1763 bitten die Bekl., das bisher nicht ergangene Mandatum de solvendo auf die Pacht zu Trinitatis zu erweitern und legen ein neues negatives Gutachten über die Wirtschaftsweise Langermanns vor. Am 07.06. verspricht das Tribunal schnelles Urteil. Am 08.08.1763 zeigt Langermann dem Tribunal seinen Vergleich mit den Bekl. an und bittet das Tribunal, den Fall zu schließen.
Instanzenzug: 1. Patronatsgericht der St. Marien Ziegelhofshebung 1763 2. Tribunal 1763
Prozessbeilagen: (7) Auszüge aus den Verträgen zwischen der Ziegelhofhebung und Langerman vom 16.06.1761 sowie dieser und Samuel Joachim Ernst Röhracker von Trinitatis 1756; von Notar Jochim Christoph Öehmann aufgenommene Appellation vom 24.03.1763; Urteile des Patronatsgerichts vom 05.11.1762, 23.03. und 02.04.1763; Auszug aus dem Besichtigungsprotokoll zu Triwalck vom 21.04.1763; Aufstellung über Verluste durch Mißernte im Jahre 1762; Gutachten des J.S.D. von der Lühe zu Mulsow, Hieronymus Weichlers und Johann Christoph Bahrings zu Rubow, Bernhard Christoph von Scheel und Johann Friedrich Seitz zu Lenschow sowie J.E. Oldenburg zu Strömkendorf über die Führung der Wirtschaft durch Langermann vom 13.09.1762, 27.04., 02. und 15.05.1763; von Notar Ernst August Leich aufgenommene Befragung des Jochim Harder über die Wirtschaft Langermanns vom 29.04.1763; Protokoll der Sitzung der Ziegelhofshebung vom 02.06.1763; Notiz über Vergleich zwischen den Parteien vom 06.08.1763
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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29.10.2025, 11:27 AM CET