Hans Schaf und Nikodemus Fromb, Dorfpfleger, sowie Erath Stedele und Thoma Murwetzel als bevollmächtigter Ausschuß für die ganze Gde. Friedberg verkaufen dem ehrenfesten Severin Walther, Ammann zu Friedberg, zu Gartenrecht eigene Acker der Gde. von ungefähr 1 J., ein Krautgärtlein mit 2 Birnbäumen sowie alle Felder im Zaun und auf dem Graben. Der Einfang liegt auf dem Ried gen. Eigentum der Gde. zwischen dem Ried und dem Triebweg und stößt unten an den eigenen Garten des Ammanns; aus ihm sind nur die gewöhnlichen Steuern und Dienste an die Herrschaft sowie der Zehnt an den Pfarrherren zu leisten. Der Käufer hat das Recht, ringweise einen Graben um das Gut zu legen, damit angesichts des Mangels an Zaunreis weniger gezäunt werden muß. Er kann den Boden bebauen oder hauen; in diesem Falle steht ihm frei, Wasser über das Eigentum der Gde. in den Garten zu leiten. Niemand ist befugt, den Garten zu durchqueren. Der Empfang des bar bezahlten Kaufpreises von 155 fl. wird quittiert.
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Hans Schaf und Nikodemus Fromb, Dorfpfleger, sowie Erath Stedele und Thoma Murwetzel als bevollmächtigter Ausschuß für die ganze Gde. Friedberg verkaufen dem ehrenfesten Severin Walther, Ammann zu Friedberg, zu Gartenrecht eigene Acker der Gde. von ungefähr 1 J., ein Krautgärtlein mit 2 Birnbäumen sowie alle Felder im Zaun und auf dem Graben. Der Einfang liegt auf dem Ried gen. Eigentum der Gde. zwischen dem Ried und dem Triebweg und stößt unten an den eigenen Garten des Ammanns; aus ihm sind nur die gewöhnlichen Steuern und Dienste an die Herrschaft sowie der Zehnt an den Pfarrherren zu leisten. Der Käufer hat das Recht, ringweise einen Graben um das Gut zu legen, damit angesichts des Mangels an Zaunreis weniger gezäunt werden muß. Er kann den Boden bebauen oder hauen; in diesem Falle steht ihm frei, Wasser über das Eigentum der Gde. in den Garten zu leiten. Niemand ist befugt, den Garten zu durchqueren. Der Empfang des bar bezahlten Kaufpreises von 155 fl. wird quittiert.
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 1 Nr. 785
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 1 Friedberg-Scheer: Urkunden
Friedberg-Scheer: Urkunden >> Urkunden Grafschaft Friedberg-Scheer >> 17. Jahrhundert >> 1610 - 1619
1614 Mai 2
Urkunden
Siegler: Siegelankündigung: auf Bitten der A. der ehrenfeste, vornehme Johann Jacob Frey, erbtruchsessischer Rat und Untervogt zu Scheer.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.; in Holzkapsel ohne Deckel; durch Einritzungen ungültig gemacht, sonst gut erhalten; Legende: + S. HANS IACOB FREU; in gelehntem Schild eine Rose, darauf ein Helm mit einem Flug, der mit einer Rose belegt ist, als Helmzier.
Besonderheiten: durch Schnitte kassiert.
Anmerkungen: D: unleserlich.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.; in Holzkapsel ohne Deckel; durch Einritzungen ungültig gemacht, sonst gut erhalten; Legende: + S. HANS IACOB FREU; in gelehntem Schild eine Rose, darauf ein Helm mit einem Flug, der mit einer Rose belegt ist, als Helmzier.
Besonderheiten: durch Schnitte kassiert.
Anmerkungen: D: unleserlich.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:47 MESZ
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