Geburtsbrief: Georg Hofinger
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A 2 d (Geburtsbriefe) Nr. A 2 d (Geburtsbriefe) Nr. 4900
A 2 d (Geburtsbriefe) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 12-17a)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 12-17a) >> Bd. 12 Geburtsbriefe Abt - Hunger
1647 Mai 5
Regest: Richter und Rat im Tal Wochau (= Wachau?) in Österreich unter der Enns bekennen: Georg Hofinger, Ratsbürger und Gerichtsverwalter zu Wesendorf im Tal Wochau, begehrt Geburtsurkunde für seinen ehelichen Sohn Georg Hofinger, welchen er mit seiner Ehefrau Anna neben 2 Töchtern Maria und Elisabeth ehelich erzeugt habe. Er legte deshalb den Geburtsbrief seines älteren Sohnes Christof Hofinger, jetzt Studenten zu Pressburg, vor, welcher am 9. Februar 1626 in dem Graf Khevenhillerschen Markt St. Georgen im Land ob der Enns ausgestellt ist. Daraus ist klar und zur Genüge zu ersehen, dass Hofinger bei der Ausstellung des Geburtsbriefs dem Rat zu St. Georgen Zeugen vorgestellt hat, welche um seine Verehelichung und gehaltenen hochzeitlichen Ehrentag gute Wissenschaft hatten, nämlich Wolf Thaalhammer, Hans Peer, beide des Rats, und Moriz Schiffer, Marktschreiber, und alle 3 Bürger daselbst. Diese bezeugten, dass Georg Hofinger und seine Ehefrau Anna vor ungefähr 5 Jahren in St. Georgen, Predigthaus, durch Mauritius Seyffert, gewesenen Marktprediger daselbst, copuliert wurden und ihre hochzeitliche Ehrenfreud bei des Zeugen Wolf Thaalhammer, gewesenen Ratsbürgers und Gastgeben in Markt St. Georgen, Behausung hielten. Darauf haben sie 2 Jahr auf der Tafern (= Wirtschaft) zu Weyher beim Adersee und hernach auf Schürfling unter der Herrschaft Kogl das 3. Jahr laut seines dortigen Abschiedsbriefs miteinander gehaust. Als aber nach 1626 die Reformation (= Gegenreformation?) im Land ob der Enns vorgenommen wurde, so dass alle Einwohner, welche sich zu der katholischen Religion nicht bequemen wollten, das Land räumen mussten, hat sich Hofinger von Schürfling weg und ins Tal Wochau nach Wesendorf begeben. Sie haben seither neben ihrem im Land ob der Enns erzeugten Sohn Christof und Tochter Anna in diesem Land Österreich unter der Enns zu Wesendorf 3 Kinder, Georg, Maria und Elisabeth, welche alle noch leben, miteinander erzeugt und erworben. Den Sohn Georg hat Hans Georg Neumüllner, gewesener Pfarrer zu St. Michael, getauft. Er ist durch Stephan Ärzwiser, in die 3 Jahr gewesenen Vorgeher und Richter dieses Tals Wochau, auch Ratsbürger zu Wesendorf, aus der Taufe gehoben worden. Die Geschwister Georg, Maria und Elisabeth sind also die ehelichen Kinder des Georg Hofinger und seiner Ehefrau Anna. Mit Leibeigenschaft sind sie niemand zugetan.
Dorsal-/Marginalvermerke: Auf der Rückseite: Vorgelegt den 26. August 1654.
Dorsal-/Marginalvermerke: Auf der Rückseite: Vorgelegt den 26. August 1654.
Beschreibstoff: Pg.
Archivale
Ausstellungsort: Weissenkirchen im Tal Wochau
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Insigel des Tals Wochau
Siegel (Erhaltung): in Holzkapsel vorhanden
Genetisches Stadium: Or.
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Insigel des Tals Wochau
Siegel (Erhaltung): in Holzkapsel vorhanden
Genetisches Stadium: Or.
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BZK no.
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This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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