Hintergrund des Verfahrens ist ein Streit um die Frage, ob die Fischereirechte im Bereich der Häuser Paffendorf und Glesch (beide Kr. Bergheim) allein Bongart oder auch den Pächtern des Stiftes Essen zustünden. Die RKG-Appellation richtet sich dagegen, daß Bongart bei geschärfter Strafandrohung die Rückgabe von Fischereigeräten an die Essener Pächter befohlen worden war, wohingegen er erklärt, während des laufenden Rechtsstreites hätten seine Vorfahren bisher immer gepfändet.
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Hintergrund des Verfahrens ist ein Streit um die Frage, ob die Fischereirechte im Bereich der Häuser Paffendorf und Glesch (beide Kr. Bergheim) allein Bongart oder auch den Pächtern des Stiftes Essen zustünden. Die RKG-Appellation richtet sich dagegen, daß Bongart bei geschärfter Strafandrohung die Rückgabe von Fischereigeräten an die Essener Pächter befohlen worden war, wohingegen er erklärt, während des laufenden Rechtsstreites hätten seine Vorfahren bisher immer gepfändet.
AA 0627, 626 - B 1615/5186
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1723-1798 (1573-1764)
Enthaeltvermerke: Kläger: Joseph Clemens von dem Bongart zu Paffendorf und Glesch; ab März 1746 sein Bruder J[ohann] H[ugo] H[einrich] F[erdinand]; danach seine Witwe und Erben, (Bekl.) Beklagter: Fürstäbtissin des Stiftes Essen und das Kapitel (Pröpstin, Dekanin und Kapitularinnen) zu Essen, (Kl.: Kapitel); ab Juni 1725: Herzog Karl Philipp von Jülich und Berg als Interessent Prokuratoren (Kl.): Dr. Georg Andreas Geibel 1723 - Subst.: Dr. L. E. Hert - Dr. Johann Hermann Scheurer 1746 - Subst.: Dr. Joh. Paul Besserer - Dr. Johann Philipp Gottfried von Gülich [1763] 1764 - Subst.: Lic. Joh. Joseph Flach Prokuratoren (Bekl.): für die Essener Pröpstin: Lic. Conrad Franz von Steinhausen 1723 - Subst. Dr. Johann Rudolph Sachs - Dr. Angelus Conrad Daniel Sipmann 1764 - Subst.: Lic. Johann Fried. Lang - für das Kapitel: Dr. Johann Rudolph Sachs 1726 - Subst.: Dr. G. M. Hofmann - für die Dekanin: Lic. Johann Melchior Deuren 1733 - Subst.: Dr. Nicolaus Schmid - für den Herzog: Lic. Conrad Franz Steinhausen [1716] 1726 Prozeßart: Appellationis et mandati attentatorum Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat zu Düsseldorf 1723 (1723) - 2. RKG 1723-1798 (1573-1764) Beweismittel: Akten des gesamten Hofratsverfahrens um die Fischerei überliefert in RKG 627 (B 1616/5187). Auszug aus dem alten Essener Weistum, hier betr. den Hof zu Paffendorf (69-72). Auszug aus dem Verzeichnis des Schultheißen zu Paffendorf, Wilhelm Deutz, betr. die Gerechtigkeit des Hofes Paffendorf, 1573 (72). Auszug aus dem Hofgeding des Hofes Paffendorf, Juni 1686 (120). Beschreibung: 3 cm, 132 Bl., lose; Q 1 - 52, es fehlt Q 42*.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:49 MESZ
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Hierarchie Detailansicht
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