Bischof Franz von Münster und Osnabrück, Administrator von Minden, bekundet, daß sein Vorgänger Erich von Sachsen den Vettern Anton und Johann vam Aldenhuis zu Padberg 25 Gulden jährliches Manngeld aus der münsterischen Siegelkammer verschrieben hat. Das Manngeld, das in den nächsten 12 Jahren nicht abgelöst werden durfte, konnte danach mit 300 Gulden zurückgekauft werden, was aber bisher nicht geschehen ist. Nunmehr hat Meister Eberhard van Elen, Sekretär des Bischofs, mit dessen Erlaubnis das zu Philippi und Jakobi fällige Manngeld durch Zahlung der genannten Summe an Johann von Padberg an sich gebracht. Der Bischof bestätigt ihm und seiner Frau Agnes diesen Kauf und behält sich das Ablöserecht vor. Siegelankündigung desselben und des Domkapitels. am gudenstage na corporis Christi
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Bischof Franz von Münster und Osnabrück, Administrator von Minden, bekundet, daß sein Vorgänger Erich von Sachsen den Vettern Anton und Johann vam Aldenhuis zu Padberg 25 Gulden jährliches Manngeld aus der münsterischen Siegelkammer verschrieben hat. Das Manngeld, das in den nächsten 12 Jahren nicht abgelöst werden durfte, konnte danach mit 300 Gulden zurückgekauft werden, was aber bisher nicht geschehen ist. Nunmehr hat Meister Eberhard van Elen, Sekretär des Bischofs, mit dessen Erlaubnis das zu Philippi und Jakobi fällige Manngeld durch Zahlung der genannten Summe an Johann von Padberg an sich gebracht. Der Bischof bestätigt ihm und seiner Frau Agnes diesen Kauf und behält sich das Ablöserecht vor. Siegelankündigung desselben und des Domkapitels. am gudenstage na corporis Christi
B 101u, 0 - IV G Nr. 16.
B 101u Domkapitel Münster - Urkunden
Domkapitel Münster - Urkunden >> 60. IV G: Obligationen der Pfennigkammer
1548 Juni 6
Vermerke: Ausf., Perg., durch Einschnitte kanzeliiert; 2 anhängende, beschädigte Siegel; unter der Plica Unterschrift des Bischofs. - R: Quittung Johann Schottellers als Vormund der Witwe und Kinder von Johann Koermans über den Empfang der Hauptsumme vom 25. April 1578, sowie Vermerk des Sieglers Jakob Voß über Auszahlung der Summe an den Vormund in Gegenwart von Heinrich Iserman, Bürger und Goldschmied in Münster.
Urkunde
Nr: IV G Nr. 16.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:11 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Tektonik)
- 1.2.1.2. Domkapitel (Tektonik)
- Domkapitel Münster (Tektonik)
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