Erbschaftsstreit um die Hinterlassenschaft des im Mai 1519 verstorbenen Junkers Wilhelm von Hochsteden, Statthalters zu Randerath, zwischen Johann von Hochkirchen, der mit einer Tochter Hochstedens aus der ersten Ehe mit Elisabeth von Barle verheiratet ist, und Hochstedens zweiter Gattin Gertrud von Ertzelbach. Der Appellant beansprucht insbesondere 1150 Gulden Mitgift, die Elisabeth von Barle gemäß der Heiratsverschreibung von 1485 in die Ehe eingebracht hat. Streitig sind daneben u. a. 1 Morgen Schlagholz, 1 Morgen Weiher mit 500 Karpfen und Land und Pachten, die alle zum Haus Beeck (Selfkantkr. Geilenkirchen-Heinsberg) gehören, sowie die Jahrpachten vom Wysserhof zu Beeck, der Erlös aus Rentverkäufen, das halbe Ritterlehnsgut Siersdorf (Kr. Jülich), je 5 Malter Roggen, die Wilhelm von Hochsteden von seinem Bruder Johann, Pastor zu Gladbach, und seiner Schwester Katharina geerbt hat, und 20 Goldgulden jährliche Unterhaltskosten für die acht- bis neunjährige Pflege Wilhelms von Hochsteden.
Show full title
Erbschaftsstreit um die Hinterlassenschaft des im Mai 1519 verstorbenen Junkers Wilhelm von Hochsteden, Statthalters zu Randerath, zwischen Johann von Hochkirchen, der mit einer Tochter Hochstedens aus der ersten Ehe mit Elisabeth von Barle verheiratet ist, und Hochstedens zweiter Gattin Gertrud von Ertzelbach. Der Appellant beansprucht insbesondere 1150 Gulden Mitgift, die Elisabeth von Barle gemäß der Heiratsverschreibung von 1485 in die Ehe eingebracht hat. Streitig sind daneben u. a. 1 Morgen Schlagholz, 1 Morgen Weiher mit 500 Karpfen und Land und Pachten, die alle zum Haus Beeck (Selfkantkr. Geilenkirchen-Heinsberg) gehören, sowie die Jahrpachten vom Wysserhof zu Beeck, der Erlös aus Rentverkäufen, das halbe Ritterlehnsgut Siersdorf (Kr. Jülich), je 5 Malter Roggen, die Wilhelm von Hochsteden von seinem Bruder Johann, Pastor zu Gladbach, und seiner Schwester Katharina geerbt hat, und 20 Goldgulden jährliche Unterhaltskosten für die acht- bis neunjährige Pflege Wilhelms von Hochsteden.
AA 0627, 2663 - H 1510/4874
AA 0627 Reichskammergericht, Teil IV: H
Reichskammergericht, Teil IV: H >> 1. Buchstabe H
1524 - 1544 (1354 - 1541)
Enthaeltvermerke: Kläger: Junker Johann von Hochkirchen (Honkirchen, Hoekirchen, Hohenkirchen), Amtmann (Drosset) zu Randerath (Selfkantkr. Geilenkirchen- Heinsberg), für seine Gattin Elisabeth von Hochsteden (Hoesteden) und deren Kinder aus erster Ehe mit Hans von Adelsheim, (Kl.) Beklagter: Trutgin (Gertrud) von Ertzelbach, Witwe Wilhelms von Hochsteden, des Vaters der Elisabeth von Hochsteden, zu Würm im Land von Jülich (Selfkantkr. Geilenkirchen-Heinsberg), (Bekl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Christoph Haes 1524 - Dr. Konrad Swabach 1524 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Jakob Krell 1524 - Dr. Friedrich Rebstock 1524 - Dr. Christopher Haes 1524 - Dr. Konrad Swabach 1524 - Dr. Simon Engelhart 1524 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Hauptgericht (Schultheiß und Schöffen) zu Jülich vor 1522 - 1524 - 2. RKG 1524 - 1544 (1354 - 1541) Beweismittel: Pachtzettel vom Wysserhof zu Beeck von 1512: Verpachtung des Hofs durch Wilhelm von Hochsteden an die Eheleute Johann und Lysbeth Fuyrkens auf 9 Jahre (31). Auszug aus einem Lehnsbuch betreffend die Belehnung Wilhelm von Hochstedens mit dem halben Hof zu Siersdorf (38). Aussteuer für die beiden Töchter aus der ersten Ehe des Wilhelm von Hochsteden 1500 (Tochter Anna heiratete Reinhart von Mirbach) (40-43). Vergleich von 1354 zwischen Sandyr von Siersdorf (Sierstorp), seiner Schwester Kathrin und ihrem Gatten Reynard von Leerodt (Leyraide) (43f.). Verschreibung der Eheleute Hermann von Randerath (Randenroede), Ritter, und Margarethe von Wachtendonk für die Eheleute Gerlach von Leerodt (Leiroede) und Elsben von 1394 (44-46). Vertrag zwischen Wilhelm von Setterich gen. Koyren und Hermann von Randerath sowie Lambrecht von den Driesch von 1390 betr. Schloß Randerath (46f.). Urkunde des Vogts von Randerath u. a. von 1397 über den Verkauf eines Teils von Siersdorf durch die Eheleute Paul von Weyer und Beyle (47-49). Verzichtserklärung der Maria von Randerath aufErprath (Erprode) zugunsten den Grafen Ruprecht von Virneburg von 1407 (49f.). Ehevertrag von 1499 zwischen Hans von Adelsheim und Elisabeth von Hochsteden (51- 60). Gültenverzeichnis des Hofs zu Siersdorf, der Kusterei von Würm und des Hofs zu Buir von 1482 (62-67). Originaler Ehevertrag zwischen Wilhelm von Hochsteden und Elisabeth von Barle, Tochter Emunds von Barle, von 1485 mit 13 (von ursprünglich 15) anhängenden, schlecht erhaltenen Siegeln (Q 12). Quittung des Wilhelm von Hochsteden und der Elisabeth von Barle über den Empfang von zurückgezahlten Schulden von 1489 (Q 16). Beschreibung: 5 cm, 203 Bl., lose; Q 3 - 15, 18 - 19, 1 Beilage prod. 9. Nov. 1541. Q 1, 2, 16 und 17 lagen irrtümlich in RKG 1579 (E 539/1801) und sind in den vorliegenden Prozeß eingeordnet worden. Die Akte enthielt umgekehrt irrtümlich 13 Aktenstücke (Q 1, 2, 3, 5 A, 6 B, 9 E, 11, 12, 14, 16 F, 17, 18, 19) aus dem Appellationsprozeß der Gertraud von Ertzelbach ./. Johann von Hoenkirchen von 1524 (RKG 1579 (E 539/1801)), die nun dort eingeordnet wurden.
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
28.04.2026, 8:21 AM CEST