1360 März 4. Franciscus [de Aptis], Kardinalpriester von St. Marcus, beauftragt im Namen des Papstes den Bischof [Adolf v.d. Mark] von Münster oder seinen Vikar in spiritualibus mit der Sache der Laien der Paderborner Diözese Arnold von Barchusen, Johann Giselere, Siegfried und Hermann gen. Sluderkoke, Everhard Derpesneve, Gottschalk von Hilghenkerken, Arnold Wendinch, Bertram Scudecrome, Jordan Kole und Albert Hamelinch. Diese hatten gegen Borchard Petri und Johann Hamelhorst, Kleriker der Diözesen Münster bzw. Lübeck, gewaltsam die Hand erhoben und andere schwere Vergehen begangen und waren deshalb gemeinsam exkommuniziert worden. Nachdem sie nun beim päpstlichen Stuhl um Nachlaß gebeten haben, sollen sie - wenn sie den Geschädigten Satisfaktion geleistet und je nach persönlicher Schuld auferlegte Bußen bezahlt haben - vom Banne gelöst werden. Datum Avinione IIII Nonas Marcii 1360.
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1360 März 4. Franciscus [de Aptis], Kardinalpriester von St. Marcus, beauftragt im Namen des Papstes den Bischof [Adolf v.d. Mark] von Münster oder seinen Vikar in spiritualibus mit der Sache der Laien der Paderborner Diözese Arnold von Barchusen, Johann Giselere, Siegfried und Hermann gen. Sluderkoke, Everhard Derpesneve, Gottschalk von Hilghenkerken, Arnold Wendinch, Bertram Scudecrome, Jordan Kole und Albert Hamelinch. Diese hatten gegen Borchard Petri und Johann Hamelhorst, Kleriker der Diözesen Münster bzw. Lübeck, gewaltsam die Hand erhoben und andere schwere Vergehen begangen und waren deshalb gemeinsam exkommuniziert worden. Nachdem sie nun beim päpstlichen Stuhl um Nachlaß gebeten haben, sollen sie - wenn sie den Geschädigten Satisfaktion geleistet und je nach persönlicher Schuld auferlegte Bußen bezahlt haben - vom Banne gelöst werden. Datum Avinione IIII Nonas Marcii 1360.
01.01.01 U, U_0088
01.01.01 U [S 1] 01 Urkunden
[S 1] 01 Urkunden >> 01 Stadt Lemgo (Alt- und Neustadt) - Haupturkundenarchiv >> Urkunden 1351 - 1400
1360.03.04
Enthält: Ausf., Perg., lat., Sg. an Hanffäden angeh., st. besch., in der Plica links: G. duodecim tamen Girardi, auf der Plica rechts: pio B. Gen. S. de dompnis, LR 1054, LR NF, Hoppe (Transkription)
Schlagwort: Exkommunikationen
Darin: Regest: Hans-Peter Wehlt.
Schlagwort: Exkommunikationen
Darin: Regest: Hans-Peter Wehlt.
Stadt Lemgo (Alt- und Neustadt)
Archivale
Edition / Literatur: Vergl. LR 1051 und LR 1531
Aussteller: Urkundenaussteller: Sonstige Geistliche Aussteller
Aussteller: Urkundenaussteller: Sonstige Geistliche Aussteller
1360
Adolf
Albert
Aptis
Arnold
Avinione
Banne
Barchusen
Bertram
Bischof
Borchard
Bußen
Datum
Derpesneve
Diözese
Diözesen
Everhard
Franciscus
Geschädigten
Giselere
Gottschalk
Hamelhorst
Hamelinch
Hand
Hermann
Hilghenkerken
IIII
Johann
Jordan
Kardinalpriester
Kleriker
Kole
Laien
Lübeck
Marcii
Marcus
Mark
März
Münster
Nachdem
Nachlass
Namen
Nonas
Paderborner
Papstes
Petri
Sache
Satisfaktion
Schuld
Scudecrome
Siegfried
Sluderkoke
Stuhl
Vergehen
Vikar
Wendinch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:37 MEZ
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