Auslöser des Verfahrens ist ein nach dem Tode der Susterener Äbtissin Johanna Helena von Breyll entstandener Erbschaftsstreit um Limbricht zwischen ihren Schwestern, der Appellantin und (den Nachkommen) ihrer Schwester Maria Elisabeth, verehelichte von Bentinck, der 1687 durch einen vom Herzog vermittelten Vergleich beigelegt wurde. Die RKG-Appellation richtet sich dagegen, daß der Herzog dem Appellaten eine Entschädigung für seinen Verzicht gegenüber der Appellantin zugesprochen und einen Termin zur Festsetzung einer Summe angesetzt hatte. Die Appellantin sieht einen solchen Anspruch in dem Vergleich nicht begründet; er könne allenfalls nach ihrem Tod gegen die Freiherren von Bentinck geltend gemacht werden, wenn Limbricht dann an sie fallen sollte. Das Protokoll schließt mit dem Hinweis Eichrods, der Streit sei verglichen.
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Auslöser des Verfahrens ist ein nach dem Tode der Susterener Äbtissin Johanna Helena von Breyll entstandener Erbschaftsstreit um Limbricht zwischen ihren Schwestern, der Appellantin und (den Nachkommen) ihrer Schwester Maria Elisabeth, verehelichte von Bentinck, der 1687 durch einen vom Herzog vermittelten Vergleich beigelegt wurde. Die RKG-Appellation richtet sich dagegen, daß der Herzog dem Appellaten eine Entschädigung für seinen Verzicht gegenüber der Appellantin zugesprochen und einen Termin zur Festsetzung einer Summe angesetzt hatte. Die Appellantin sieht einen solchen Anspruch in dem Vergleich nicht begründet; er könne allenfalls nach ihrem Tod gegen die Freiherren von Bentinck geltend gemacht werden, wenn Limbricht dann an sie fallen sollte. Das Protokoll schließt mit dem Hinweis Eichrods, der Streit sei verglichen.
AA 0627, 411 - B 999/3637
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1693-1694 (1687-1693)
Enthaeltvermerke: Kläger: Elisabetha Caecilia Freifrau von Breyll (Breil) zu Limbricht (jül. Amt Born), Haus Limbricht (Niederlande), (Bekl.) Beklagter: Gerhard Ahasver Frhr. von Horion, Herr zu Colonster, Angleur (beide Belgien), Poll und Panheel (beide Niederlande), Kämmerer, Geh. Rat und Staatsrat des Erzbischofs von Köln (als Bischof von Lüttich) und Groß-Meyer (Grand Majeur) der Stadt Lüttich, Haus Heel (Niederlande), (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Albrecht (1693) Prokuratoren (Bekl.): Eichrod (1694) Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Herzog Johann Wilhelm von Jülich (auf Bericht seiner Komissare Marschall Frhr. von Eyll und Geheimer Rat Dr. Conzen) (?-1693) - 2. RKG 1693-1694 (1687-1693) Beweismittel: Vergleich zwischen Gerhard Ahasver Frhr. von Horion und den Gebrüdern Franz Nikolaus von Bentinck, Herrn zu Wolfrath, jül. Kämmerer und Amtmann zu Millen und Born, Otto Ignatius von Bentinck und Maximilian von Bentinck, 1687, franz. Kopie (21f.). Übersetzung (23-26). Gutachten der juristischen Fakultät der Universität Köln, 1692 (29-32). Beschreibung: 1,5 cm, 32 Bl., lose; Q 1-11, es fehlt Q 3 (Vollmacht Albrecht). Lit. zur Genealogie Horion - Bentinck - Breill s. Jos. Habets, Het vrijdorp Neeritter als eigendom der domkerk van Luik, in: Publications de la Société historique et archéologique dans le duché de Limbourg 4 (1867) 217-392, hier 328-333.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:19 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)