Urfehde Nr. 167
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7244
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 19 Urfehden
(15)40 Mai 15
Regest: Hans Sperling, Bürger zu Reutlingen, bekennt folgendes. Als er im Wirtshaus des Sebastian ...er mit Hans Hetzel und Cristan Siebolt genünnschatzt (= ?), gerieten er und Hetzel miteinander in Uneinigkeit, so dass sie zu frevelicher, tätlicher Handlung kamen. Deshalb wurde zwischen ihnen von andern, die zugegen waren, Frieden geboten und gemacht, den sie zu halten bei handgebender Treu (= mit Handschlag) versprachen. Trotzdem hat Sperling eine kleine Weile nachher den Hans Hetzel mit der Hand ins Angesicht geschlagen. Dadurch hat er den gelobten Frieden zerbrochen und ist daher ins Gefängnis von BY und Rat zu Reutlingen gelegt worden. Er hätte eine grosse Leibesstraf verdient. Die Herren wollten ihm das Recht (= Gerichtsverfahren) ergehen lassen. Er aber hat um Gnade gebeten. Darauf haben sie ihm die Strenge des Rechts erlassen und ihn aus dem Gefängnis entlassen. Er hat einen Eid geschworen, wegen dieser Sache und des Gefängnisses gegen die Herren von Reutlingen und die Stadt ewiglich Urfehde zu halten und sich nie zu rächen. Er soll und will in gemeiner Stadt Nutzen 10 fl rhein. bezahlen und sein Leben lang keinerlei Spiel mit Karten, Würfeln oder sonst etwas treiben, weder um wenig noch um viel, auch mit niemand ob dem Spiel Gemeinschaft haben noch wetten, bis die Herren es ihm erlauben. Wenn er aber diesen Eid und Urfehde nicht hielte, so soll und will er heissen und sein ein treuloser, meineidiger Mann, den die Herren von Reutlingen richten oder richten lassen mögen wie einen Treulosen und Meineidigen.
Beschreibstoff: Pg.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Siegler: Hans Uber der ältere, Bürger zu Reutlingen
Siegel (Erhaltung): Siegel vorhanden
Genetisches Stadium: Or.
Siegel (Erhaltung): Siegel vorhanden
Genetisches Stadium: Or.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
20.03.2025, 11:14 AM CET