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Quellensammlungen und Geschichtsforschung (Bestand)
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2. Ratsarchiv >> 2.8. Kultur, Bildung und Kirche
1280 - 1940
Enthält: Chronikalische Notizen und allgemeine Abhandlungen - Denk- und Tagebücher, insbesondere von Daniel von Büren 1496-1525, Henrich Salomon und Johann Wachmann 1568-1658, Henrich Meier 1641-1676, Karl Theodor Oelrichs 1824-1847 - Sammlungen von Originalen, Abschriften und Exzerpten zur bremischen Geschichte 15.-19. Jahrhundert, insbesondere Hermann von Posts Miscellanea Bremensium und Liborius Diedrich von Posts Sammlungen von Quellen, Abschriften und Darstellungen sowie dessen Collectaneen und Acta zur bremischen Geschichte 2. Hälfte 18. Jahrhundert-1812 - Sammlungen von Urkunden- und Privilegienabschriften zur Geschichte Bremens, insbesondere kaiserliche Privilegien, Abschriften des 16.-19. Jahrhunderts sowie erzbischöfliche und fremde Privilegien - Briefsammlungen, darunter Fragmente von zwei Briefsammlungen des 13. Jahrhunderts, vermutlich aus den Klöstern Lilienthal und Grimberge (Bremische bzw. Flandrische Sammlung) - Bremische Inschriften von Hermann von Post - Genealogische Sammlungen, darunter Hermann von Posts Familiarum Bremensium Stemmata und Christian Abraham Heinekens Geschlechterregister alter und neuer bremischer Familien (Goldenes Buch) sowie familienkundliches Sammlungsgut mit genealogischen Sammelakten, Stammtafeln und Nachrichten [teilweise verschollen] - Hochzeitsgedichte - Leichenpredigten - Sammlung biographischer Materialien, darunter Bürgermeister- und Ratsherrenbücher und insbesondere Geistlicher und Weltlicher Staat (Verzeichnisse der Inhaber bestimmter Ämter) - Chroniken und Stadtgeschichte, Allgemeines und Verschiedenes u.a. mit den Chroniken von Friedrich Stöver, Hinrich Bötger - Bremische Chroniken von Gert Rynesberch und Herbort Schene, Johann Renner, Diedrich Sagittarius [teilweise verschollen], Wilhelm Dilich, Peter Koster, Hermann von Post, Liborius Diedrich von Post, Christian Abraham Heineken - Geschichts- und Kulturverwaltung, Senatskommission für Erhaltung kunst- und kulturgeschichtlicher Denkmäler im bremischen Staat, Funde von
Enthält: Münzen und Gegenständen, Historisches Museum (Focke-Museum), Anthropologische Kommission des Naturwissenschaftlichen Vereins und der Historischen Gesellschaft, Niedersächsischer Heimatschutz - Druckwerke zur Geschichte Niedersachsens - Verschiedene Dokumentensammlungen und Repertorien, darunter Diplomatarium Reipublicae Bremensis, Diplomatarium Archiepiscopatus Bremensis sowie Hermann von Posts Miscellanea, Collectanea und Collectio Documentorum - Postische Bremensien-Sammlung bzw. Bibliothek - Sammlung der Stadtrechnungen 1634-1699
Bestandsgeschichte: Zur Konzeption des Teilbestands und zur Entwicklung bis zur Auslagerung im Zweiten Weltkrieg
In der ältesten vollständig dokumentierten Systematik des Ratsarchivs war innerhalb der Obergruppe P. Innere Angelegenheiten vornehmlich der Stadt, des Fleckens Vegesack und der vormaligen Ämter Blumenthal Bederkesa usw. als erste Gruppe P.1. Diversa generalia angelegt worden. Zur Überschrift findet sich die Anmerkung: "Es scheint der Plan gewesen zu seyn hierher namentlich alles dasjenige zu reponieren, was zur Geschichte Bremens im Allgemeinen gehört...Der anscheinende ursprüngliche Plan soll aber auch ferner befolgt werden.", die auch in die nächste Version des Verzeichnisses, aus dem Jahr 1860 stammend, übernommen wurde. Bei der Neufassung des Verzeichnisses in den 1990er Jahren wurde die Bezeichnung neu gefasst und der Teilbestand mit dem Titel: Quellensammlungen und Geschichtsforschung versehen.
In der ältesten Gliederung finden sich unter den Systematikstellen 1.a. bis 1.g. jeweils einzelne Stücke ganz verschiedener Art, so das Tagebuch Daniels von Büren oder die gedruckte Chronik von Dilich. Die Gruppen 1.h. bis 1.i. waren für Akten betreffend die französische Verwaltung und die Rekonstitution von 1813 vorgesehen, es folgten in den Gruppen 1.l. bis 1.o. Akten zu verschiedenen Angelegenheiten aus der Zeit 1815 bis 1821 bis hin zu einzelnen Fallakten, mithin "Diversa" aus der Zeit unmittelbar vor dem Abfassen des Verzeichnisses. Bereits in den 1820er Jahren wurden die Akten der französischen Zeit und die übrigen Diversa anderen Stellen des Archivs zugeordnet.
Bestandsgeschichte: Während das Kapitel 1.p. zunächst frei gelassen wurden, zeigen die Kapiteltitel 1.q. Privilegia Civitatis, 1.r. Varia antiqua, 1.s. Verschiedene Chroniken und sonstige Werke über bremische Geschichte im allgemeinen sowie 1.t. Verschiedene Documenten-Sammlungen und Repertorien, vorzüglich zur bremischen Geschichte gehörig den Plan, an dieser Stelle die Sammlungen zur bremischen Geschichte geordnet anzulegen. Abschließend findet sich das Kapitel 1.u. Rechnungen über öffentliche Administrationen im allgemeinen betreffend. Diese letzte Gruppe, in der die Sammelbände der Stadtrechnungen aus dem 17. Jahrhundert abgelegt sind, blieb als einzige Gruppe des Teilbestands bis heute weitgehend unverändert erhalten.
Nachdem bereits in den 1820er Jahren die Akten zur Franzosenzeit und die übrigen Diversa anderweitig untergebracht waren, wurden die Gruppen 1.h. bis 1.l. neu angelegt. Sie wurden belegt, als sich im Jahr 1852 eine erste wesentliche Erweiterung des Bestands ergab: Die Postische Bibliothek wurde für das Archiv erworben. Während die dienstliche Tätigkeit der Archivare Liborius Diederich und Hermann Post in der Gruppe der Repertorien und Dokumentensammlungen bereits schriftlichen Niederschlag gefunden hatte, wurde die Bücher zur bremischen und niedersächsischen Geschichte, die übrigen Sammlungen und die Manuskripte historischer Abhandlungen eingearbeitet, wobei z.B. die Kapitel 1.h. Tagebücher, Memoiren etc. und 1.l. Abhandlungen über verschiedene ... der Geschichte angehörige Gegenstände von Bürgermeister, früher Archivar, Dr. Libor. Did. Post gebildet wurden. Mit dem Erwerb der Postschen Sammlungen vermehrte sich auch die Anzahl und Vielfalt der Handschriften und Drucke mit chronikalischem Charakter, die zugehörigen systematischen Gruppen wurden entsprechend verfeinert.
Bestandsgeschichte: Eine weitere wesentliche Ergänzung erfolgte vermutlich nach 1900 durch Bildung des Kapitels 1.p. Senatskommission für Erhaltung kunst- und kulturgeschichtlicher Denkmäler im Bremischen Staate. In ähnlicher Weise wurden Sammlungen der Inschriften (1.m.), Anthropologische Commission (1.n.) und Funde von Münzen und anderen Gegenständen (1.o.) berücksichtigt. In diesen Gruppen finden sich Verwaltungsakten im engeren Sinne.
Umfangreiche Vermehrungen im Bestand ergaben sich aus der Praxis, allerlei neue Erwerbungen in den Sachzusammenhang des Ratsarchivs einzuarbeiten: Solange es eine gesondert verwaltete Dienstbibliothek noch nicht gab, galt dies auch für sämtliche vom Archiv erworbenen Bücher und Zeitschriften, soweit sie thematisch zur Geschichte gehörten. Eine Änderung dieser Praxis ist in den 1920er Jahren sichtbar: In diesen Jahren wurden große Teile des Verzeichnisses neu geschrieben, wobei viele Werke in die Bibliothek oder in die Kanzlei - vermutlich als Handexemplare der Archivmitarbeiter - verwiesen wurden. Nach 1950 lebte jedoch das Verfahren, inhaltlich zugehörige Druckwerke ins Ratsarchiv einzuarbeiten, noch einmal für kurze Zeit wieder auf.
Ähnlich verfuhr man lange Zeit mit Sammlungsgut, das vom Archiv erworben wurde oder ihm zuging. Zu diesem Zweck wurde insbesondere die Position P.1.s.13., in der zunächst nur ein das Verzeichnis der Leichenpredigten von Cassel stand, zu einem besonderen Kapitel erweitert, das den Titel: Biographische Nachrichten und Notizen über einzelne bremische und andere zu Bremen in Beziehung stehende Persönlichkeiten erhielt. Hier wurden die insbesondere in den 1930er Jahren rasch wachsenden genealogischen Sammlungen angeordnet.
Bis heute gehen einzelne Stücke als Schenkungen aus Privatbesitz dem Archiv zu. Ältere Handschriften und Drucke werden - wenn sie inhaltlich passen - dem Ratsarchiv zugefügt, wobei es sich meist um weitere Exemplare zu bereits bekannten Chroniken oder Geschichtswerken handelt.
Bestandsgeschichte: Auslagerung und Rückkehr der Archivalien, Erhaltungsmaßnahmen, Neubearbeitung des Verzeichnisses
Während des Zweiten Weltkrieges wurden die wichtigsten Archivbestände außerhalb Bremens in Sicherheit gebracht, nicht alles konnte nach Kriegsende rechtzeitig wieder zurückgeholt werden. Unter den Archivalien am Auslagerungsort im Salzbergwerk in Bernburg befanden sich viele Stücke aus der Bestandsgruppe P.1., die dann zunächst nach Potsdam und von dort aus weiter in die Sowjetunion gebracht wurden. Sie gelangten 1987 aus Potsdam und 1990 aus Moskau wieder zurück. Im vorliegenden Verzeichnis finden sich Angaben über die Auslagerung und Rückkehr der Bände in der Konkordanz der alten Signaturen.
Das Prüfen und Einarbeiten der Rücklieferungen wurde zum Anlass genommen, den Bestand neu zu strukturieren und zu gliedern. Viele Bände waren erheblich beschädigt, deshalb wurde der gesamte Bestand in der Restaurierungswerkstatt durchgesehen und die Einbände erneuert, restauriert oder rekonstruiert, alle Stücke wurden neu verpackt und beschriftet. Wegen der Unsicherheit vieler altes Signaturen - zu manchen Stücken ließ sich die alte Bezeichnung nach Einbandverlusten nicht mehr feststellen - und der nach vielen Umstrukturierungen höchst unklar gewordenen Gliederung des Bestands wurde eine Signierung mit Numerus currens vorgenommen und die Ordnung neu angelegt.
Die älteren genealogischen Sammlungen kamen erst 1990 aus Moskau zurück. Die vorhandenen Namensregister wurden von ehrenamtlich tätigen Genealogen in Dateien erfasst, sie liegen auf Datenträger diesem Verzeichnis bei.
Bestandsgeschichte: Einige Chronik-Bände enthalten wichtige Bildquellen, die bereits häufig benutzt wurden und immer wieder nachgefragt werden, während andere Abbildungen bisher unbeachtet blieben. Zudem gibt es einige davon in mehreren ähnlichen Fassungen. Deshalb wurden die Abbildungen aus der Chronik von Koster - die Urschrift und zwei unterschiedlich bebilderte Abschriften - und seine Geschichte der Kirchen und Schulen, aus der gedruckten Chronik von Dilich in zwei Versionen sowie aus der Chronik von Heineken und einige andere Bildquellen einzeln nachgewiesen. Die Stücke sind im vorliegenden Verzeichnis gekennzeichnet: Abbildungsverzeichnis vorhanden. Die Bilder wurden reproduziert - meist als Repros auf Schwarz-Weiß-Negativfilm, bei Bedarf auch in Farbe - und samt digitalen Versionen in die Bildsammlung aufgenommen. In den Bildverzeichnissen zu den einzelnen Nummer aus dem Bestand werden die jeweils vorhandenen Negativmaterialien und Daten zu jeder Abbildung aufgeführt, sie sind im Anhang des vorliegenden Verzeichnisses vorhanden, Bilder in geringer Auflösung finden sich auf dem Datenträger zum Bestand.
Die Internet-Publikation des Verzeichnisses erfolgte 2013 mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Bettina Schleier, Februar 2009
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.