F 19 - Gewerkschaft Caroline (Bestand)
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1827-1969
Firmensitz: Holzwickede Branche: Bergbau (Steinkohlenbergbau, Eisensteinbergbau) Die Zeche Caroline in Holzwickede ist von der 1857 gegründeten Bergwerks-Aktiengesellschaft Caroline (Essen) angelegt worden. 1872 erfolgte die Umwandlung in eine Gewerkschaft. 1927 wurde die Zeche von der Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen AG (Dortmund) zur Erweiterung der Kohlenbasis ihrer Kraftwerke erworben. Die Zeche, die insbesondere das Gersteinwerk bei Hamm versorgte, wurde in den folgenden Jahren ausgebaut und modernisiert. Am 31.5.1951 stellte sie ihren Betrieb ein. Das Bergwerk war auch auf Eisenstein verliehen. Zu den Berechtsamen gehörten Grubenfelder, deren Mutung und Verleihung bis in die 1820er Jahre zurückreichen. Diese Vorgeschichte hat sich auch in den erhalten gebliebenen Akten niedergeschlagen. 2 m 1. Grubenvorstand, Gewerkenversammlungen Generalversammlung der Bergwerks-Aktiengesellschaft Caroline 1869; Grubenvorstandssitzungen und Gewerkenversammlungen 1872-1878, 1895-1929; Muster eines Kuxscheins mit Situationsplan und Querprofil ca. 1872. 2. Allgemeine Verwaltung Schriftwechsel mit Gemeinden, Ämtern und Behörden 1930-1968; Versicherungen 1919-1969; Hypotheken 1927-1928; Wasserangelegenheiten, Stromlieferungen 1927-1960; Verkauf von Bergemassen 1911, 1921-1940; Verkehr mit der Deutschen Reichs- bzw. Bundesbahn 1911-1960. 3. Berechtsame, Grundstücksangelegenheiten, Bergschäden Schürfgesuche und Schürfscheine des Freiherrn v. Romberg (Glückssonne, Gute Hoffnung, Rombergs Erbstollen) 1827-1854; Mutung und Verleihung der Bergwerke Rombergs Erbstollen (Mutungen Nikolaus, Franz und Massen) 1827-1852, Tiefer Rombergs Erbstollen, Clemens, Gute Hoffnung, Pandur, Petrus, Norm, Verkauf von Ver. Norm an Caroline 1828-1868; Caroliner Erbstollen 1846-1879, 1910, 1960-1962; Statut der Bergwerks-Aktiengesellschaft Caroline 1857; Auflösung der Aktiengesellschaft Caroline 1872; Ankauf von Grundstücken durch ClemensFrh. v. Romberg 1835-1889; Eisenbahnanschluß zum Romberger Erbstollen 1860-1880, 1917-1918; Überlassung von Grundstücken an Kirchengemeinden etc. 1877-1929; Grundbesitz in Wickede 1920-1921; Vermietungen und Verpachtungen 1919-1968; Klagen gegen Tiefer Rombergs Erbstollen wegen Wasserentziehung 1835-1853; Prozesse wegen Bergschäden 1869-1943. 4. Verkehr mit der Bergbehörde Schriftwechsel, Ausnahmegenehmigungen, Betriebspläne 1929-1950. 5. Betrieb Förderung 1878-1926; Förderung und Verkauf von Kohleneisenstein 1936-1939; Grubenunglück auf Caroline am 8.7.1938; Verkauf einer Brikettpresse an die Braunkohlen-Benzin-AG, Magdeburg 1938-1941; Ziegelei Natorp 1934-1952. 6. Belegschaft Arbeiter- und Angestelltenangelegenheiten 1930-1965; Schwerbeschädigte 1928-1950; Betriebsrat 1929-1951; Knappschafts-Berufsgenossenschaft 1930-1953; Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft 1933-1936; Ziegelei-Berufsgenossenschaft 1913, 1920-1949. 7. Mitgliedschaften und Beteiligungen RWKS, DKV, Kohlenhandelsgesellschaften 1924-1952; Ziegel-Verkaufsverein, Hamm 1924-1949; Fachgruppe Steinkohlenbergbau/DKBL 1940-1952; Verein für die bergbaulichen Interessen 1935-1958; Westfälische Berggewerkschaftskasse 1929-1953; Ruhrmontanindustrie AG, Essen 1929-1935; Verein zur Überwachung der Kraftwirtschaft/TÜV 1929-1952.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ