Gebäudesteuerrollen (Bestand)
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NLA HA, Hann. 142
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.12 Preußische Provinz Hannover >> 1.12.5 Steuer-, Zoll- und Katasterverwaltung >> 1.12.5.2 Untere Provinzialbehörden >> 1.12.5.2.1 Gebäude- und Grundsteuerrollen
1867-1956
Bestandsgeschichte: Die hier verzeichneten Gebäudesteuerrollen bestehen aus zwei unterschiedlichen Reihen, die eine ist 1867 angelegt und bis 1880/81 fortgeführt, die andere ist von 1880 und bis 1895/96 geführt worden. Ihre Einrichtung gründet auf dem preußischen Gesetz über die Einführung einer allgemeine Gebäudesteuer vom 21. Mai 1861 (vgl. Pr.GS, S. 317), das durch die Königliche Verordnung vom 28. April 1867 (vgl. Pr.GS, S. 533) in der Provinz Hannover eingeführt wurde.
Wegen der Behörden- und Bestandsgeschichte kann auf das in der Beständeübersicht, Bd. 3, S. 578-580 und S. 582 Gesagte verwiesen werden. Wie dort ausgeführt, sind Gebäudesteuerrollen aus dem Regierungsbezirk Hildesheim nicht in das Staatsarchiv gelangt mit Ausnahme des Kreises Zellerfeld. Diese Gebäudesteuerrollen sind im Bestand des Katasteramtes Clausthal-Zellerfeld (Hann. 129 Clausthal-Zellerfeld) belassen worden. Ferner fehlen nach wie vor die Gebäudesteuerrollen von einigen Ämtern bzw. Kreisen des Regierungsbezirks Lüneburg, nämlich von den Ämtern Bleckede und Neuhaus/Elbe (1867), von Stadt und Amt Dannenberg (1867) sowie von Amt und Kreis Lüchow (1867 und 1880).
Der Bestand war bisher nur in der 1958 von W. Ohnsorge gefertigten Übersicht ohne Aufführung der Namen der Gemeinden erschlossen. Die beiden Regierungsbezirke Hannover und Lüneburg waren nicht nach einheitlichen Gliederungsprinzipien aufgebaut. Einige, wie sich herausstellte, willkürlich herausgegriffene Teile von Gebäudesteuerrollen waren in die Amtsbestände (Hann. 74) überführt worden. Insbesondere die letzterwähnte Aufsplitterung ist jetzt rückgängig gemacht worden, d.h., es wurden die in den Amtsbeständen Bruchhausen (Hann. 74 Bruchhausen), Freudenberg (Hann. 74 Freudenberg), Sulingen (Hann. 74 Sulingen), Soltau (Hann. 74 Soltau) und Winsen/Luhe (Hann. 74 Winsen/Luhe), aber auch im Katasteramt Sulingen (Hann. 129 Sulingen) vorgefundene
Bestandsgeschichte: Gebäudesteuerrollen hierher zurückgelegt und somit die Reihen wieder vervollständigt. Das Gliederungsschema wurde vereinheitlicht, so dass das unpraktische Unterscheidungsmerkmal der roten und blauen Nummern weggefallen ist. Die 1867er Reihe und die 1880er Reihe sind nunmehr jeweils nach verschiedenen Gliederungspunkten geschieden.
Pattensen, den 30. Januar 1990
gez. Dr. Chr. Gieschen
Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Dezember 2006
Anmerkung zu Acc. 2012/028
Die hier verzeichneten Gebäudesteuerrollen sind ursprünglich Teil einer Abgabe des Amtsgerichts Celle gewesen - Akzession 78/80.
Bei der Einordnung stellte sich heraus, dass es im Gegensatz zu den schon vorhandenen Rollen zeitliche Unterschiede gibt. Für die Nummern 1 bis 3466 liegen nur die Zeiten von 1867 bis 1881 und 1880 bis 1896 vor, bei der Acc. 2012/028 Nr. 1 bis 126 noch zusätzlich die Zeiten 1895 bis 1909 und 1910 bis 1955. Solche jüngeren Rollen finden sich auch in den Beständen der Katasterämter Hann. 129, die bei Nachforschungen also herangezogen werden müssen. Insofern ist eine Zusammenlegung aller im Archiv vorhandenen Gebäudesteuerrollen in einem einzigen Bestand - nämlich Hann. 142 - nicht konsequent duchgeführt worden.
Da die Rollen nur Orte betreffen, welche im heutigen Kreis Celle liegen, wurden sie in die Klassifikationsgruppen 03.07. und 03.08 eingeordnet. In 03.08. wurden alle Rollen seit 1880 eingeordnet - mit den Anhängen bis 1955, insofern ist das oben im Vorwort von 1990 zur 1880er Reihe Geschriebene für viele Orte in der KLassifikationsgruppe 03.08. überholt.
Zu den Anhängen bis 1955 ist anzumerken, dass der "Gebäudesteuerrollenanhang" nach 1945 "Gebäudeveränderungsnachweis" genannt wird und jeweils an die
Bestandsgeschichte: Katasterverwaltung zur Grundbuchberichtigung übersandt wurde. Diese bis 1955 reichenden Nachweise sind in die Rollen eingeheftet (also fest mit der Akte verbunden). Wegen der Übersichtlichkeit ist im Titel lediglich "...mit Anhängen" vermerkt und nicht noch zusätzlich "...und Nachweisen".
Hinzuweisen ist noch auf die Verwendung von Umschlägen bei den älteren Rollen (seit 1867 und 1880), welche vorher als Hüllen für Akten des Amtsgerichts über Zivilprozesse dienten. Aus diesen Umschlägen sind die Parteien und der Streitgegenstand ersichtlich.
Hannover, im März 2012
gez. A.
Bestandsgeschichte: Ostendorff
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Wegen der Behörden- und Bestandsgeschichte kann auf das in der Beständeübersicht, Bd. 3, S. 578-580 und S. 582 Gesagte verwiesen werden. Wie dort ausgeführt, sind Gebäudesteuerrollen aus dem Regierungsbezirk Hildesheim nicht in das Staatsarchiv gelangt mit Ausnahme des Kreises Zellerfeld. Diese Gebäudesteuerrollen sind im Bestand des Katasteramtes Clausthal-Zellerfeld (Hann. 129 Clausthal-Zellerfeld) belassen worden. Ferner fehlen nach wie vor die Gebäudesteuerrollen von einigen Ämtern bzw. Kreisen des Regierungsbezirks Lüneburg, nämlich von den Ämtern Bleckede und Neuhaus/Elbe (1867), von Stadt und Amt Dannenberg (1867) sowie von Amt und Kreis Lüchow (1867 und 1880).
Der Bestand war bisher nur in der 1958 von W. Ohnsorge gefertigten Übersicht ohne Aufführung der Namen der Gemeinden erschlossen. Die beiden Regierungsbezirke Hannover und Lüneburg waren nicht nach einheitlichen Gliederungsprinzipien aufgebaut. Einige, wie sich herausstellte, willkürlich herausgegriffene Teile von Gebäudesteuerrollen waren in die Amtsbestände (Hann. 74) überführt worden. Insbesondere die letzterwähnte Aufsplitterung ist jetzt rückgängig gemacht worden, d.h., es wurden die in den Amtsbeständen Bruchhausen (Hann. 74 Bruchhausen), Freudenberg (Hann. 74 Freudenberg), Sulingen (Hann. 74 Sulingen), Soltau (Hann. 74 Soltau) und Winsen/Luhe (Hann. 74 Winsen/Luhe), aber auch im Katasteramt Sulingen (Hann. 129 Sulingen) vorgefundene
Bestandsgeschichte: Gebäudesteuerrollen hierher zurückgelegt und somit die Reihen wieder vervollständigt. Das Gliederungsschema wurde vereinheitlicht, so dass das unpraktische Unterscheidungsmerkmal der roten und blauen Nummern weggefallen ist. Die 1867er Reihe und die 1880er Reihe sind nunmehr jeweils nach verschiedenen Gliederungspunkten geschieden.
Pattensen, den 30. Januar 1990
gez. Dr. Chr. Gieschen
Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Dezember 2006
Anmerkung zu Acc. 2012/028
Die hier verzeichneten Gebäudesteuerrollen sind ursprünglich Teil einer Abgabe des Amtsgerichts Celle gewesen - Akzession 78/80.
Bei der Einordnung stellte sich heraus, dass es im Gegensatz zu den schon vorhandenen Rollen zeitliche Unterschiede gibt. Für die Nummern 1 bis 3466 liegen nur die Zeiten von 1867 bis 1881 und 1880 bis 1896 vor, bei der Acc. 2012/028 Nr. 1 bis 126 noch zusätzlich die Zeiten 1895 bis 1909 und 1910 bis 1955. Solche jüngeren Rollen finden sich auch in den Beständen der Katasterämter Hann. 129, die bei Nachforschungen also herangezogen werden müssen. Insofern ist eine Zusammenlegung aller im Archiv vorhandenen Gebäudesteuerrollen in einem einzigen Bestand - nämlich Hann. 142 - nicht konsequent duchgeführt worden.
Da die Rollen nur Orte betreffen, welche im heutigen Kreis Celle liegen, wurden sie in die Klassifikationsgruppen 03.07. und 03.08 eingeordnet. In 03.08. wurden alle Rollen seit 1880 eingeordnet - mit den Anhängen bis 1955, insofern ist das oben im Vorwort von 1990 zur 1880er Reihe Geschriebene für viele Orte in der KLassifikationsgruppe 03.08. überholt.
Zu den Anhängen bis 1955 ist anzumerken, dass der "Gebäudesteuerrollenanhang" nach 1945 "Gebäudeveränderungsnachweis" genannt wird und jeweils an die
Bestandsgeschichte: Katasterverwaltung zur Grundbuchberichtigung übersandt wurde. Diese bis 1955 reichenden Nachweise sind in die Rollen eingeheftet (also fest mit der Akte verbunden). Wegen der Übersichtlichkeit ist im Titel lediglich "...mit Anhängen" vermerkt und nicht noch zusätzlich "...und Nachweisen".
Hinzuweisen ist noch auf die Verwendung von Umschlägen bei den älteren Rollen (seit 1867 und 1880), welche vorher als Hüllen für Akten des Amtsgerichts über Zivilprozesse dienten. Aus diesen Umschlägen sind die Parteien und der Streitgegenstand ersichtlich.
Hannover, im März 2012
gez. A.
Bestandsgeschichte: Ostendorff
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ
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