Herzog Gerhard von Jülich-Berg und seine Gemahlin Sophia von Sachsen versprechen, die Neustadt Bielefeld wegen der Bürgschaft nicht in Anspruch nehmen zu wollen, die diese Johan Nagel für eine am 21. Dezember 1472 fällige Schuld des Herzogs von 2.120 Rheinischen Gulden geleistet hat.
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100,001/Urkunden, 0057
1472 November 15/BUB 944
Registratursignatur: Bielefelder Urkundenbuch, S. 534f., Nr. 944
100,001/Urkunden 100,1/Urkunden
100,1/Urkunden
1472 November 15 (Randerath)
Darin: Wir Gerhart van Gotz gnaden herzouge to Guyige, to dem Berge etc. ind greve to Ravensberge, ind Sophia van Sassen, van derselven gnaden herzouginne ind grevinne der vurgescreven lande, syne elige huysfrauwe ind gemahell doin kunt also, as unse lieve getruwen burgermeister ind rait unser Nuwerstat Bilvelde sich to deser tyt van unsar sunderlicher bede ind begerden wegen mit ind gelych uns as rechte principail hoiftsachwalder to henden uns lieven getruwen Johan Nagels, Ludekens seligen son, verschreven, versegelt ind verbunden haint as vur zweydusenthundertindzwenzich overlentsche rynsche gulden to bezalen up sent Thomas des hilligen aposteln dach in den jaren, as man na der geburt Christi uns Hern schryven wirdet duysentveirhundertdryundsevenzich, inhalt des briefs davan sprechende etc., so bekennen wir herzouge ind herzouginne etc. vurscreven, dat uns sulge vurscreven schult is antreffende ind burgermeister ind rait unser Nuwerstat Bilvelde vurscreven mit, geloeven daromb by unser furstlichen truwen ind eren vur nus, unse erven ind nakomlinge de vurscreven burgermeister ind rait unser Nuwerstat Bilvelde und yre nakomen van alsulger verschryvongen, versegelongen und verbyndongen vur uns to henden Johan Nagels geschiet, as vurscreven ist, genzlich to entheven, davan to ledigen, to quyten ind schadeloiss to halden van allen ind igligen schaden, sy deshalven in eyncher wyss hedden, deden, leden, gewunnen of up sy gedain wurde, we sulch schade ouch toqueme aen eynche indracht, hyndernisse of wederrede ind sunder all argelist. Dis to Urkunde der wairheit ind vaster stedicheit hain wir unser beyder segele vur uns, unse erven ind nakomlinge an desen brieff doin hangen. Gegeven to Randenreide in den jaren uns Hern duysentveirhundertzweyundsevenzich up den neisten sondach na sent Martyns dage des hilligen bisschofs.
Enthält: in den jaren uns Hern duysent veirhundert zwey und sevenzich up den neisten sondach na sent Martynsdage des hilligen bisschofs
Enthält: in den jaren uns Hern duysent veirhundert zwey und sevenzich up den neisten sondach na sent Martynsdage des hilligen bisschofs
niederdeutsch
Archivale
Sortierdatum: 1472-11-15
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:42 MEZ
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