AUSSTELLER: Badischer Kunstgewerbeverein.
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 Baden, Sammlung 1995 D Nr. 420
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 Baden, Sammlung 1995 D Baden, Sammlung 1995: Dedikationen
Baden, Sammlung 1995: Dedikationen >> 6. Großherzog Friedrich II. >> 6.2. Verlobung und Vermählung mit Prinzessin Hilda von Nassau
20.09.1885, Karlsruhe
ADRESSE: Pergament, 1 Bl., Karton, 1 Bl. (unbeschr.) verbunden, mit Pallium in weißes Seidenband eingehängt, Hs. farbig verziert, 46 x 34,5 cm (Pallium: 46,5 x 35 cm). Schriftblock in einem mit Weinstöcken, Girlanden und Blumengestecken ausgemalten Schmuckrahmen. Dunkelbraune kalligraphische Schrift ähnlich Schwabacher Fraktur, die vierzeilige Anrede in größeren Buchstaben mit rot gefaßten verzierten Anfangsbuchstaben; ebenso die großformatige Initiale. In der Mitte des oberen Schmuckrahmens eine Krone über einer neo-barocken Kartusche mit den Allianzwappen von Baden und Nassau; dazwischen eine herzförmige Kartusche mit der silbernen Doppelchiffre F H auf bordeauxrotem Grund. An den Seiten, umgeben von Blüten-/Lorbeergirlanden eine mit Diadem geschmückte weibliche Allegorie in festlichem Gewand sowie ein Steinmetz in der Tracht des 15./16. Jahrhunderts, mit Kappe und Stichel in der Linken. Wappenschilde: links oben mit Symbolen der Zünfte; rechts oben mit aufgelegten Handwerkersymbolen (Dreieck und Hammer). Am linken Schmuckrand untereinander: Herme-Skulptur; Zirkel, Dreieck, Ambos; Malergesteck; am rechten Schmuckrand: Bandmaß, Hobel, Schatulle; Weinkrug, Teller und Kelch; Foliant/Studienbuch - jeweils von gemusterter weißer Schleife, Laub mit Blüten innerhalb der Rahmen gebenden Weinstöcke umgeben; am unteren Rand Blüten und Laub-Ranken, darüber drei Schriftschleifen mit dem Anlaß.
KÜNSTLER: C. Schick.
TEXT: Glückwünsche mit zwei Unterschriften, darunter Hermann Götz.
MAPPE: Polychromes Leder auf Holz, Metallbeschläge, Spiegel in schwarzer Seide, 49 x 36,5 x 3,5 cm. Deckel reliefiert: geschrägte, schwarz eingefärbte Außenkanten; ein dunkelblau-grüner, 3 cm breiter Innenrahmen mit Goldlineament geprägt darauf eine messingne Perlschnur; im Inneren ein weiterer Innenrahmen, mit messingner Perlschnur; in der dazwischenliegenden Füllung Ranken- und Blütendekor auf Goldgrund. Im vorderen Mittelfeld ein geschweiftes Oval, auf dessen mittelbrauner lackierter Reserve ein schwerer feuervergoldeter Beschlag (Hochrelief): umgeben von Blumenbouquets und bärtigen Masken die eingravierte, schwarz unterlegte Doppelchiffre in Gotisch F H. Dieses Dekor ist mit violettfarbenem Samt unterlegt; mit kleinen Kassetten geprägte dunkelbraunen Eckfelder. In der Mitte der oberen und unteren Innenrahmenleiste liegt eine 3/4 kreisförmige Einbuchtung zum Oval hin, dreistufig erhaben gerahmt mit Perlschnurbesatz; darin eine feuervergoldete Rosette mit rechtsgedrehtem Blattwerk im Hochrelief, gesäumt von messingner Perlschnur. Die schweren feuervergoldeten Beschläge an den Ecken beider Deckel zeigen innerhalb der Winkelschienen von 11,5 cm Kantenlänge einen geschuppten Schmuckrahmen, darin gewölbte ovale Medaillons mit den Wappen von Baden und Nassau, umgeben von Füllhörnern, Blätter- und Blütendekor im Hochrelief. Eine Rocaille schließt den Beschlag (Guß, Treib-Gravurarbeit) nach inwärts ab (12 cm diagonal). Unterlegung der durchbrochen metallgeschnittenen Ornamentik durch violetten Samt. Hinteres Mittelfeld mit einer Kassettendecke im Florentiner Renaissance-Stil anthrazit auf mittelgrau geprägt; in den rhombischen Kassettenfeldern stilisierte Einzelblätter, die sich zu vierblättriger Blüte formieren (Rapport). Weinroter Einschlag mit zwei floralen Motiven und zwei feinen Lineamenten goldgeprägt.
WERKSTATT: Eduard Scholl, Durlach.
BEMERKUNG: vgl. Nr. 581 (Signet des Ausstellers).
KÜNSTLER: C. Schick.
TEXT: Glückwünsche mit zwei Unterschriften, darunter Hermann Götz.
MAPPE: Polychromes Leder auf Holz, Metallbeschläge, Spiegel in schwarzer Seide, 49 x 36,5 x 3,5 cm. Deckel reliefiert: geschrägte, schwarz eingefärbte Außenkanten; ein dunkelblau-grüner, 3 cm breiter Innenrahmen mit Goldlineament geprägt darauf eine messingne Perlschnur; im Inneren ein weiterer Innenrahmen, mit messingner Perlschnur; in der dazwischenliegenden Füllung Ranken- und Blütendekor auf Goldgrund. Im vorderen Mittelfeld ein geschweiftes Oval, auf dessen mittelbrauner lackierter Reserve ein schwerer feuervergoldeter Beschlag (Hochrelief): umgeben von Blumenbouquets und bärtigen Masken die eingravierte, schwarz unterlegte Doppelchiffre in Gotisch F H. Dieses Dekor ist mit violettfarbenem Samt unterlegt; mit kleinen Kassetten geprägte dunkelbraunen Eckfelder. In der Mitte der oberen und unteren Innenrahmenleiste liegt eine 3/4 kreisförmige Einbuchtung zum Oval hin, dreistufig erhaben gerahmt mit Perlschnurbesatz; darin eine feuervergoldete Rosette mit rechtsgedrehtem Blattwerk im Hochrelief, gesäumt von messingner Perlschnur. Die schweren feuervergoldeten Beschläge an den Ecken beider Deckel zeigen innerhalb der Winkelschienen von 11,5 cm Kantenlänge einen geschuppten Schmuckrahmen, darin gewölbte ovale Medaillons mit den Wappen von Baden und Nassau, umgeben von Füllhörnern, Blätter- und Blütendekor im Hochrelief. Eine Rocaille schließt den Beschlag (Guß, Treib-Gravurarbeit) nach inwärts ab (12 cm diagonal). Unterlegung der durchbrochen metallgeschnittenen Ornamentik durch violetten Samt. Hinteres Mittelfeld mit einer Kassettendecke im Florentiner Renaissance-Stil anthrazit auf mittelgrau geprägt; in den rhombischen Kassettenfeldern stilisierte Einzelblätter, die sich zu vierblättriger Blüte formieren (Rapport). Weinroter Einschlag mit zwei floralen Motiven und zwei feinen Lineamenten goldgeprägt.
WERKSTATT: Eduard Scholl, Durlach.
BEMERKUNG: vgl. Nr. 581 (Signet des Ausstellers).
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:15 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
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- Großherzogliches Haus (Tektonik)
- Dedikationen (Tektonik)
- Baden, Sammlung 1995: Dedikationen (Bestand)
- 6. Großherzog Friedrich II. (Gliederung)
- 6.2. Verlobung und Vermählung mit Prinzessin Hilda von Nassau (Gliederung)