Johann Bruggeman, Richter der Edelfrau Ermgardis geborene von Rietberg (Retberge), Gräfing zu Tecklenburg und Rheda (Reide), erklärt Frederun (Freren) Ocken, dass Franz von Loe und Ehefrau Sophia (Fie) ihr als Brautschatz eine Obligation über 200 rheinische Goldgulden gegeben haben, die ihr von Anna von Nesselrode versprochen worden sind. Bis zur Auszahlung des Geldes sollen ihr laut Obligation vom 19. August 1535 (dinstag na assumptionis Marie) auf Befehl des Junkers Heinrich Deitman überweist ihr Jaspar von Eller, Verwahrer von Geist (Gest), folgende Stücke: einen Kamp vor der Rinderporte zu Wiedenbrück für sechs Mudde Gerstensaat, ein Kämpchen dabei für drei Scheffel Gerste, vier Mudde Gerstensaat vor der Niggenporte, einen Kamp vor dem Helleboem von sechs Mudde Gerstensaat, Land dabei für drei Mudde Einsaat, Land vor der Langenbrüggen von drei Mudde Einsaat, ein Molt Hafer jährlich aus der Tessthove, den Plass de Kohoff, eine Wiese vor dem Redekenberge, 10 1/2 Gärten vor der Stadt Wiedenbrück, von denen je die Hälfte denen von Oer sowie Heinrich Detmars und die alte Richtersche zustehen. Nach Zahlung der 200 Gulden sollen die Stücke an das Haus Geist zurückfallen. Der Richter kündigt sein Siegel an. Zeugen: Johann Huneke, Freigraf, Evert Smet, Bürgermeister.