Verschiedene Kirchen- und Schulangelegenheiten, Bd. 20
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10747 Kreishauptmannschaft Dresden, Nr. 2400 (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
Registratursignatur: 34; Rep. 2
10747 Kreishauptmannschaft Dresden
10747 Kreishauptmannschaft Dresden >> 11 Kirchen- und Schulsachen, Religionssachen >> 11.01 Allgemeine Angelegenheiten
1851 - 1853
Enthält u. a.: Verfahren gegen den ehemaligen Leipziger Bürgerschullehrer Christian Eduard Spanfeld, u. a. wegen der Schrift "Der Prophet Sacharja auf der Kanzel der evangelischen Hofkirche in Dresden: Ein offenes Wort an Herrn Oberhofprediger D. Harlaß über seine am 22. Juli diese Jahres (1851) gehaltene Landtagspredigt" ( (Bl. 19-22).- Einladung zur Teilnahme an den Prüfungen durch die jüdischen Gemeindeschule, Dresden (Bl. 23).- Entlassung und Warnung vor Anstellung des Lehrers Volkmar Reinhard Götz, Annaberg und des Kantors Karl Robert Häsler, Reichenbach wegen "Beteiligung an den aufrührerischen Bewegungen im Monat Mai des Jahres 1849" (Bl. 24-25, 47).- Wiederverwendung des entlassenen Pfarrsubstituts Wünschmann, Großhartmannsdorf als Schulvikar (Bl. 26-35).- Gesuch des Schmiedemeisters und Gemeindevorstands Friedrich August Hübner, Schöna (bei Reinhardtsdorf) hinsichtlich Beichte und Abendmahl wegen Differenzen mit dem Ortspfarrer von der Parochialpflicht entbunden zu werden (Bl. 36-37).- Versorgung des an religiösem Wahnsinn leidenden Johann Gottlieb Krause, Radebeul durch die Gemeinde (Bl. 38-44).- Entlassung des Schullehrers Herrmann Julius Fischer, Krumbach wegen Vorbereitung zum Hochverrat 1849 (Bl. 45-46).- Volles Glockengeläut Dresdens zur Eröffnung der sächsisch-böhmischen Eisenbahnbrücke (Bl. 48).- Einladung zur Eröffnung der "Lehr- und Erziehungsanstalt für Töchter gebildeter Stände zu Friedrichstadt-Dresden" sowie gedruckter Prospekt der Schule (Bl. 49-51).- Aufnahme des Findelkinds Ernst Julius Perl-Oettler, Riesa (identisch mit Julius Wilhelm Moritz Gube) in das Freimaurerinstitut Dresden-Friedrichstadt, obwohl kein Taufzeugnis vorgelegt werden konnte sowie Erörterungen zu seiner Taufe (Bl. 61-81, 93-95).- Wiedereinstellung des ehemaliger Lehrer an der Bodemerschen Fabrikschule zu Zschopau Karl Friedrich Maneck, der wegen Beteiligung an den Maiereignissen 1849 ("Verleitung der Soldaten zum Eidbruch") verurteilt worden war (Bl. 85-86).- Entlassung und Warnung vor Wiedereinstellung des Schullehrers Karl August Wilke, Stötteritz wegen "unzüchtiger Behandlung eines Teils der ihm anvertrauten Schulkinder" (Bl. 87-88).- Mitteilung über die Entlassung des Lehrers Carl Gottfried Hofmann, Hundhübel wegen Beteiligung an den Maiereignissen 1849 sowie Wiedererteilung der Anstellungsfähigkeit des entlassenen Bürgerschullehrers und Kandidaten der Theologie Robert Bräuer, Zwickau (Bl. 91-92).- Mitteilung über die Entlassung des Vikars an der Schule in Schönhaide Hermann Friedrich Friedrich (Bl. 97-99, 127-129).- Beaufsichtigung des ehemaligen Rektors zu Jöhstadt und Kandidaten der Theologie Heinrich David Krumbein, derzeit Dresden (Bl. 100-108).- Differenzen zwischen den Geistlichen an der Straf- und Korrektionsanstalt Waldheim Seidel und Dietrich (Bl. 109-110).- Mitteilung über die Entlassung des Schullehrers Carl Gottlob Schuhmann (Schumann), Mülsen St. Jacob wegen versuchter Verleitung zum Hochverrat 1849 (Bl. 111-114).- Mitteilung über den Verlust der Wiederanstellungsfähigkeit des Schullehrers Johann Gotthold Haufe, Wehrsdorf wegen unerlaubten Entfernens vom Ort und Verdacht des Ehebruchs (Bl. 119-120).- Unterstützung für die Bekleidung hilfsbedürftiger Kinder in Frauenstein (Bl. 121-122).- Mitteilung der Entlassung des Schulamtskandidaten Karl Gottlob Ernst Rudolph, Meerane wegen "höchst unsittlichem Verhalten" (Bl. 123-126).
Kreisdirektion Dresden
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.12.2025, 15:46 MEZ
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