Anspruch auf Zahlung der Reichssteuern durch die Stadt Wesel. Die Beklagten geben an, Wesel sei eine der Hauptstädte des Herzogtums Kleve und gehöre seit Menschengedenken den Grafen und Herzögen von Kleve und der Mark.
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AA 0627 Reichskammergericht, Teil III: E-G
Reichskammergericht, Teil III: E-G >> 2. Buchstabe F
1549 -1565 (1241 - 1565)
Enthaeltvermerke: Kläger: Der Kaiserliche Fiskal Beklagter: Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg und Bürgermeister und Rat der Stadt Wesel Prozeßart: Causa exemptionis (Mandatsprozeß) Instanzen: RKG 1549 (?) - 1565 (1241 - 1565) Beweismittel: 32 Urkunden oder Privilegien der Herzöge von Kleve und Grafen von der Mark für Wesel, u. a. Dietrich 1241, Otto 1305 und 1308, Dietrich 1311, Dietrich 1324 und 1329, Dietrich 1252, Dietrich 1316 und 1318, Engelbert 1369, Dietrich 1277 etc. (62 - 104). Auszug aus dem ersten „Plebisciten Bouck“ 1445ff. (106 - 111). Angaben über Steuern der Stadt Wesel an die Grafen und Herzöge von Kleve (126ff.). Zeugenaussagen (370ff.). Auszug aus Zollrechnungen von Orsoy, Büderich, Rees (418 - 430). Privileg des Dietrich von der Mark für Wesel 1377 (432). Auszug aus acht Rechnungen der Rentmeisterei Dinslaken (433 - 439). Auszug aus den Rechnungen der Drosten von Dinslaken Johann von Alpen, Goswin Stecke, Johann von der Horst u. a. 1404ff. (441 - 485, 512 - 520). Aufstellung der Beteiligung der deutschen Städte am Kampf gegen die Türken 1544 (628 - 631). Zeugenaussagen (637 - 872). Darüber hinaus weiteres Material über die Beziehungen zwischen den Grafen bzw. Herzögen von Kleve und der Mark und der Stadt Wesel. Beschreibung: 14 cm, 878 Bl., gebunden; sehr unvollständig: nur Klageerwiderung (1 - 6) und Protokoll der Verhandlungen vor dem kaiserlichen Kommissar (Lic. Stefan Vell).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:20 MEZ