KG Hemmerde (Bestand)
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FB Hemmerde
Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen (Archivtektonik) >> 10. Archive bei kirchlichen Körperschaften >> 10.2. KG Kirchengemeinden >> 10.2.25. Kirchenkreis Unna
1667 - 2004
Geschichte der Kirchengemeinde Zu den zwischen Unna und Werl gelegenen Landgemeinden entlang des Hellwegs gehörte das alte Kirchspiel Hemmerde mit seinen sechs Dörfern Steinen, Dreihausen, Siddinghausen, Vinning, Westhemmerde sowie dem sich auf das Jahr 872 zurückführende Hemmerde . Die heutige Kirche gilt, ebenso wie ein vermuteter Vorgängerbau aus dem 11. Jahrhundert, als eine Gründung der Grafen von Arnsberg aus dem 12. Jahrhundert, was sowohl aus dem Bartholomäus-Patrozinium als auch aus dem Baubefund (Querhaus der romanischen Kirche aus der zweiten Hälfte des 12. Jahr-hundert) geschlossen werden kann . Von den Grafen von Arnsberg erwarb Graf Eberhard von der Mark am 24.8.1290 (i.e. Ersterwähnung der Kirche) das Kirchenpatronat , übergab es aber als fami-liäre Gedächtnisstiftung umgehend dem Stift Scheda. Scheda, eine um 1140 bei Bentrop gegründete Niederlassung der Prämonstratenser, besetzte die Pfarrstelle, in der Regel mit einem seiner Stiftskanoniker. Im Liber Valoris um 1300 ist Hemmerde als zum Dekanat Dortmund gehörig bezeichnet . 1511 inkorporierte Papst Julius II. die Kirche dem Stift. Die am 15.8.1416 von Haus Westhemmerde gegründete Vikarie wurde von den Stiftern und ihren Rechtsnachfolgern vergeben .Unbeeindruckt von den Wechselfällen klevischer Kirchenpolitik setzte sich die Reformation in der Grafschaft Mark durch, im Raum Unna vielfach in den beiden Jahrzehnten nach dem Augsburger Religionsfrieden (1555). Die Quellen zur Reformation in Hemmerde, wo deren Durchbruch um das Jahr 1570 datiert wird, sind rar und zum Teil widersprüchlich. Zeitzeugenaussagen erwähnen die rund fünfzigjährige Amtszeit des bis 1622 amtierenden lutherischen Vikars Johann zur Westen. Mit ihm soll der größte Teil der Gemeinde zum Luthertum übergetreten sein, während der Pfarrer mit einigen Familien beim alten Glauben blieb. Auch das Stift Scheda widersetzte sich bis etwa 1600 allen kirchlichen Neuerungen. So amtierte erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts mit Hermann Plater ein erster lutherischer Pfarrer in Hemmerde .Gegenreformatorische Maßnahmen ließen gleichwohl nicht lange auf sich warten. Pfarrer Plater legte nach zahlreichen "Verfolgungen" sein Amt nieder und wurde durch einen Katholiken ersetzt. Und laut von Steinen wurde Vikar Johannes zur Westen in Auseinandersetzungen mit dem katholischen Pfarrer 1607 sogar körperlich misshandelt. Die Vikarie blieb gleichwohl bei den Protestanten. Zur Westen vertrat seine Gemeinde 1612 auf der lutherischen Synode in Unna und erhielt später seinen Sohn Hermann zur Westen als Adjunkt. Am 1.9.1622, nach der spanischen Besetzung der Grafschaft Mark und im Zuge einer Visitation wurde Johann zur Westen - ebenso wie auch der katholische Pfarrer - allerdings durch den Schedaer Propst abgesetzt und durch einen neuen katholischen Pfarrer ersetzt. Erst nach der vertraglichen Einigung der Konfliktparteien Brandenburg und Pfalz-Neuburg (1629) konnten die Maßnahmen rückgängig gemacht werden. In Hemmerde wurde Hermann zur Westen Mitte November 1631 als lutherischer Prediger eingesetzt. Wenige Jahre darauf (1637-1640) verfolgte Stift Scheda jedoch erneut einen unnachgiebigen Kurs gegenüber den Lutheranern, und auch die Politik des brandenburgischen Kurfürsten verschlimmerte die Lage. Die Lutheraner waren bis zum Thronwechsel 1640 auf sich allein gestellt. Mit der militärischen Wende in der Grafschaft Mark 1647 erlangten die Hemmerder Protestanten dann wieder einen lutherischen Prediger (Johann Sebastian Hoffmann, 1648), der sich allerdings mit der kärglich dotierten Vikariestelle begnügen musste .Von den beiden Gemeinden in Hemmerde war die lutherische mit 75 bis 80 Haushaltungen drei- bis viermal so groß wie die katholische Pfarrgemeinde. Deren Pfarrer war zwar Inhaber der Pfarrstelle in Hemmerde, doch in der Ausübung seiner Rechte stark beeinträchtigt. Den Katholiken stand die alte Kirche nur für die stille Feier der heiligen Messe und für vier Predigten an den hohen kirch-lichen Feiertagen zur Verfügung. Amtshandlungen an den Katholiken verrichtete der lutherische Pastor. Diese Vorgaben wurden im Teilungsvertrag um das klevische Erbe 1666 sowie im Religionsvergleich von 1672 bestätigt. Beide Gemeinden empfanden sich jedoch benachteiligt, was zu Auseinandersetzungen führte. 1688/89 kam es staatlicherseits zu Zugeständnissen für die Hemmerder Katholiken, ihrem Wunsch nach einem Simultaneum an der Pfarrkirche wurde aber nicht entsprochen. Daraufhin begann der katholische Pfarrer hinter seinem Pfarrhaus und damit unmittelbar südlich der lutherischen Kirche, eine Kapelle mit Altar zu errichten. 1737 kamen beide Konfessionsparteien darin überein, dass eine Kapelle für die Katholiken auf eigene Kosten erbaut werden könne und ihnen bis zu deren Fertigstellung (Datum unbekannt) die Mitbenutzung der lu-therischen Kirche gestattet sei .Als die katholische Kapelle bald baufällig und zu klein geworden war, lebten seit 1806 die Unruhen zwischen beiden Konfessionen in Hemmerde wieder auf. Im Sommer 1808 wurden behörd-licherseits für den Zeitraum der Sanierung der Kapelle trotz Widerstandes der Lutheraner die Ein-richtung eines vollen Simultaneums angeordnet . Unterdessen wurde 1809 das Kloster Scheda aufgehoben (und bald abgerissen), womit auch das Kollationsrecht über die evangelische Pfarr-stelle in Hemmerde erloschen zu sein scheint . Da die Katholiken den Kapellenbau hinauszögerten, kam es zu neuerlichen, teils gewaltätigen Konflikten zwischen beiden Gemeinden, die erst 1820 durch einen Vertrag bereinigt werden konnten (Hemmerder Vergleich vom 8.5.1820). Die Katholiken bauten eine eigene Kirche, die nach zehnjähriger Bauzeit am 16.10.1833 eingeweiht wurde. Als 1871 der alte Simultanküster Lautenschläger verstarb, war das Simultaneum in Hem-merde endgültig Geschichte .Im 18. Jahrhundert wurde Hemmerde zu einem der Mittelpunkte der Diasporaarbeit der Herrn-huter Brüdergemeine in der Grafschaft Mark. Die beiden pietistischen Pastoren Dümpelmann (Vater und Sohn) hatten sich dieser Frömmigkeitsrichtung angeschlossen und sammelten die Freunde der Brüdergemeine. Manche Hemmerder Gemeindeglieder lehnten die Herrnhuter Art als unlutherisch und als Sektiererei ab und versuchten durch ihre Beschwerden, kirchliche und weltliche Stellen zum Einschreiten zu veranlassen. Die Herrnhuter Tradition in Hemmerde lässt sich bis etwa 1810 verfolgen . Eventuell ließ dieser nachhaltige Einfluss ein tieferes Eindringen des Rationalismus in die Gemeinde während des 19. Jahrhunderts nicht zu . Hemmerde blieb über die Wende zum 20. Jahrhundert hinaus eine stille Landgemeinde, die von der Industrie noch unberührt war. Trotz ihrer herkömmlichen "guten" Kirchlichkeit gab es aber auch Klagen "über Lauheit und Gleichgültigkeit gegen Gottes Wort" .1933 ergriff das Presbyterium Partei für die Deutschen Christen. Da im Laufe der Zeit die kirchliche Lage jedoch unterschiedlich eingeschätzt wurde, kam es zu Spannungen im Presbyterium, dem während einer krankheitsbedingten Beurlaubung (1933-1935) von Pfarrer Martin Panhoff zunächst Pfarrer Schulze-Neuhoff aus Lünern und dann der Missionar Lombruck aus Bausenhagen vorsaß. Vom "Kirchenkampf" soll in Hemmerde trotz kirchenpolitischer Spannungen nichts zu spüren gewesen sein. Nach einer Aufklärung des Unnaer Superintendenten Philipps über die kirchliche Lage stellte sich das Presbyterium Anfang 1935 auf die Seite der Bekennenden Kirche . Zur Intensivierung der Gemeindearbeit hielt das Presbyterium seit 1934 ein Gemeindehaus für dringend erforderlich. Nach seinem Umbau konnte das alte Stallgebäude des Pfarrwitwenhauses am 8.1.1939 als Gemeindehaus eingeweiht werden (1949 Renovierung und Umbau) . Als Pfarrer Hans Dietrich Petersmann 1939 starb, war die Weiterbesetzung der Pfarrstelle aufgrund der geringen Gemeindegliederzahl fraglich; sie wurde zunächst von einem Hilfsprediger verwaltet und erst 1942 zur Wiederbesetzung freigegeben . Die Einberufung der Geistlichen zur Wehrmacht beeinträchtigte das Gemeindeleben während des Zweiten Weltkriegs erheblich. Beim Vormarsch amerikanischer Truppen wurde die evangelische Kirche Ende des Krieges beschädigt (1948/49 Renovierung), die katholische Kirche brannte aus. - Neue Impulse für das Gemeindeleben geschahen noch 1945 durch die Einrichtung eines evangelischen Kindergartens im Gemeindehaus und die Gründung des CVJM durch den aus der Kriegsgefangenschaft entlassenen Pfarrer Wilhelm Schmidt .Seit 1954 fanden in der neuen Siddinghausener Schule einmal pro Monat Gottesdienste statt. Am 14.10.1956 wurde ein neuer Kindergarten eingeweiht . Der Kindergarten blieb, auch in den 1960er und 1970er Jahren, das "Lieblingskind" (Pfr. Große-Oetringhaus) der Gemeinde, die sich durch ihre Überschaubarkeit und ihre Dorfgemeinschaft auszeichnete . Im Jahr 1979, mit dem Pfarramts-wechsel von Friedrich Große-Oetringhaus auf Gerhard Duncker, erfolgte der Bau eines neuen Pfarrhauses. Im April 1982 wurde das alte Gemeindehaus, das während der Restaurierung der Kirche (1975-1977) als behelfsmäßige Gottesdienststätte diente, abgerissen. Das neu erbaute Ge-meindehaus "Die Arche" konnte am 9.5.1982 eingeweiht werden. Das mit sehr viel Eigenleistung erbaute Jugendhaus "Regenbogen", das insbesondere vom CVJM genutzt werden sollte, wurde am 24.4.1988 eingeweiht . Bereits 1974 ließ der Pfarrermangel in der Landeskirche Überlegungen zur Bildung einer Großgemeinde im Unnaer Osten aufkommen. Demnach sollte ein gemeinsamer Pfarrer für die insgesamt rund 4.000 Gemeindeglieder aus Hemmerde, Lünern und Ülzen (Kirchen-gemeinde Unna) zuständig sein. Die ob dieser Perspektive beunruhigte Gemeinde fürchtete um ihre Selbständigkeit, doch "das Wunder geschieht" und die Pfarrstelle in Hemmerde wurde vom Landeskirchenamt 1978 (und auch 1993) zur Wiederbesetzung freigegeben . Erst zum 1.1.2003 wurden die Kirchengemeinden Hemmerde und Lünern zur "Evangelischen Kirchengemeinde Hem-merde-Lünern" (Bekenntnisstand evangelisch-uniert) vereinigt. Die 1. Pfarrstelle der Kirchenge-meinde Hemmerde wurde zur 1. Pfarrstelle der neuen Kirchengemeinde, die 1. Pfarrstelle der Kir-chengemeinde Lünern wurde zur 2. Pfarrstelle .Liste der Pfarrstelleninhaber:157?-1622 Johann zur Westen [#7206] 1602-1607 Pfarrer Hermann Plater (eigentlich: v. Boel) [#4790]1631-1633 Hermann zur Westen [#7207] (seit 1618 Adj.)1633-1636 Zacharias Oesterling [#4582]1636-1648 katholische Gemeindeleitung1648-1668 Johann Sebastian Hoffmann [#2716]1669-1686 Georg Andreas Meyer [#4017]1686-1697 Ludolph Bertram Mallinkrodt [#3934]1698-1739 Hermann Richard Meyer [#4026]1739-1779 Caspar Dümpelmann [#1369] (seit 1735 Adj.)1779-1808 Johann Gisbert Dümpelmann [#1372] (seit 1772 Adj.)1809-1829 Wilhelm Müller [#4303]1830-1866 Eduard Müller [#4309]1867-1908 Ludwig Panhoff [#4664]1909-1937 Martin Panhoff [#4665] 1936-1937 Pfvw Hpr Helmut Wilhelmsmeyer [#6962]1938-1939 Hans Dietrich Petersmann [#4718] (seit 1937 Hpr)1943-1953 Wilhelm Schmidt [#5517] (seit 1939 Hpr, 1940-45 Kriegsdienst)1953-1978 Friedrich Große-Oetringhaus1980-1993 Gerhard Duncker (seit 1979 Hpr)1993-2001 Ralf Radixseit 2004 Anja Josefowitz (1. Pfr'in Kg. Hemmerde-Lünern)Bearbeitung und Nutzung des BestandesDas Archiv der Ev. Kirchengemeinde Hemmerde 1985 verzeichnet und in den Jahren 2007 und 2013 um Nachträge erweitert. Es umfasst insgesamt 699 Verzeichnungseinheiten (darunter 20 Verzeichnungseinheiten Karten und Pläne, 105 VE Fotos/Dias/Bilder, 17 VE Plakate/Druckschriften, 14 VE AV-Medien), die sich über den Zeitraum von 1609 bis 2007 erstrecken.Zum 1.1.2003 wurde die Ev. Kirchengemeinde Hemmerde mit der Ev. Kirchengemeinde Lünern zur Ev. Kirchengemeinde Hemmerde-Lünern vereinigt. In diesem Zusammenhang wurden die Altregistratur der Kirchengemeinde Hemmerde bewertet und ein Nachtrag zum bereits bestehenden Gemeindearchiv verzeichnet, der 2013 um einige wenige Aktenstücke erweitert wurde. Das Archiv der Kirchengemeinde Hemmerde wurde 1985 unter Dr. Steinberg verzeichnet, nachdem die Ordnung aus den 1940er Jahren von Dr. Koechling nach einigen Umzügen des Archivs nicht mehr nachvollziehbar war. Dieser erste, ältere Teil des Archivs umfasst 135 Verzeichnungseinheiten aus dem Zeitraum 1609-1985. Im Nachtrag finden sich insgesamt 564 Verzeichnungseinheiten, darunter auch Karten, Pläne, Fotos, Bilder, Dias, Plakate, Druckschriften und audiovisuelle Medien. Der überwiegende Teil der im Nachtrag verzeichneten Akten wurde nach 1945 angelegt, da jedoch einzelne Unterlagen auch bis 1839 zurückreichen, wurden die beiden Teilbestände bei der Überarbeitung des Findbuches im Jahr 2013 in einer Systematik zusammengeführt. Die neue Gliederung ergibt sich aus dem Inhaltsverzeichnis des Findbuches. Die Akten des Altbestandes sind im Findbuch dadurch gekennzeichnet, dass der Signatur (im Findbuch ganz links) ein "Alt" vorangestellt ist.Der Nachtrag zum Gemeindearchiv Hemmerde zeichnet sich besonders durch die Material-sammlungen zur Gemeindegeschichte aus, die Pfarrer Große-Oetringhaus sehr akribisch gesammelt sowie in maschinenschriftlicher Form veröffentlicht hat und die auch von seinen Nachfolgern noch fortgeführt wurde . Eine weitere Besonderheit dieser Gemeinde waren die wöchentlichen Rundbriefe der Pfarrer über Neuigkeiten aus dem Gemeindeleben, die eine außerordentlich gute Quelle zur Geschichte der Kirchengemeinde bilden . Außerdem findet sich für den Zeitraum 1967-1979 eine Sammlung von Nachrufen für sämtliche verstorbene Gemeindeglieder . Die gültigen Archivsignaturen sind im Findbuch ganz links neben dem jeweiligen Aktentitel aufgeführt. Unterhalb des Aktentitels geben die Vermerke "Enthält, Enthält nur, Enthält u.a., Enthält v.a., Enthält auch" eingrenzende oder weiterführende Auskünfte über den Inhalt. Unter "Darin" sind besondere Schriftgutarten wie Druckschriften, Presseberichte, Bauzeichnungen oder Fotos aufgelistet. Nach den Erschließungsvermerken folgt das Registraturzeichen, falls es auf der Akte vermerkt waren. Ganz rechts schließen sich die Laufzeiten der Archivalien an. Zu beachten sind hier zwei verschiedene Arten von Klammern: ( ) verweisen bei Abschriften auf das Datum des Originals, [ ] kennzeichnen erschlossene Jahresangaben undatierter Schriftstücke. Sofern die Benutzung nicht zu Verwaltungszwecken erfolgt, unterliegen gemäß Kirchengesetz zur Sicherung und Nutzung von kirchlichem Archivgut in der Evangelischen Kirche der Union vom 6. Mai 2000 (ArchG) sämtliche Archivalien einer 30-jährigen Sperrfrist (gerechnet nach Ende ihrer Laufzeit). Außerdem gilt für alle personenbezogenen Archivalien zusätzliche Sperrfristen gemäß ᄃ 7 ArchG. Diese Archivalien dürfen auch nach Ablauf der allgemeinen Sperrfrist erst 10 Jahre nach dem Tod der betreffenden Person eingesehen werden. Ist das Todesdatum nicht feststellbar, bemisst sich diese Frist auf 90 Jahre nach der Geburt.Kassiert wurde nicht archivwürdiges Schriftgut im Rahmen der Aufbewahrungs- und Kassati-onsordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen.Bei der Zitierung des Archivbestandes ist anzugeben: Archiv der Ev. Kirchengemeinde Hemmerde Nr. ... (hier folgt die Archivsignatur der entsprechenden Archivalie).
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET