Regierung Minden, Militaria (Bestand)
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M 1 I C
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik) >> 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe >> 1.2. Regierungsbezirk Minden (1816-1947), Regierungsbezirk Detmold (seit 1947) >> 1.2.1. Verwaltung >> 1.2.1.1. Regierung Minden
1717-1936
Allgemeine Bestimmungen, Zuständigkeiten, Organisation 1814-1931 (19); Einrichtung und Ergänzung des Heeres 1816-1923 (80); Manöver, Truppenübungsplätze 1816-1932 (28); Verpflegung 1816-1925 (15); Servis- und Einquartierungswesen 1816-1925 (25); Einzelne Kriege, Kriegsverluste, Kriegslieferungen 1816-1923 (17); Mobilmachung 1903-1920 (14); Garnisonen 1814-1913 (34); Festung Minden 1717-1898 (46); Orden und Ehrenzeichen, Unterstützung von Veteranen und Invaliden 1816-1936 (37); Militärjustiz, Deserteure 1816-1919 (430); Medizinalwesen 1816-1883 (6); Kriegervereine 1833-1927 (32); Militärerziehungsanstalten 1816-1901 (4); Ruhrkampf 1923-1932 (9).
Form und Inhalt: Dezernat I C
Die "Militaria" bildeten bereits bei den altpreussischen Kammer eine eigne Deputation. Bei der 1816 neu gegründeten Regierung gehörten sie zur 1. Sektion (Abteilung), besassen aber eine eigene Registratur, deren ältester Plan von 1820 noch vorliegt (Präsidal-Registratur Nr. 112). Von der Neubildung der Dezernate seit 1898 wurde das jetzt I C genannte Dezernat wenig berührt. Es gab 1898 die Gendarmeriesachen an I L ab,1900 die Militär-Pensionsangelegenheiten an I K, die es aber 1910 wieder zurücknahm. Ebenso übernahm das Dezernat 1904 die
Kriegersvereinssachen von I P. Während der Ruhrbesetzung wurde die Abteilung I C (H) gebildet, deren Hauptaufgabe die Betreuung der Ruhrflüchtlinge war. Dieser Arbeitsbereich des Dezernats blieb bis 1936 (?) erhalten. Dann übernahm das neue Dezernat I RV die Wehrmachtsangelegenheiten. I C behielt nur die Verleihung der Ehrenkreuze. Akten der Abt. I RV sind nicht an das Staatsarchiv gelangt, scheinen auch nicht erhalten zu sein. Der alte Aktenbestand des Dezernates ist von Kassationen schwer mitgenommen worden. Allein 1853/54 wurden 810 Aktenbände der Registratur vernichtet. Auch später sind noch erhebliche Verluste gerade für die Kriegzeiten eingetrten. Einen gewissen Ersatz für die Zeit des 1. Weltkrieges bieten die Mobilmachungsakten I P (s. d.). Zu vergleichen sind auch die Akten (C) der Präs.Reg. Nr. 128-164.
Der Bestand wurde aus den zwei älteren Zugängen I Ca und I Cb sowie einigen wenigen Aktenbeständen des alten Bestandes "Regierung Minden" und einer kleinen Abgabe von 1948: 20/48 I C-(H) systematisch neu geordnet und aufgestellt. Die blauen Nummern des alten Repertoriums finden sich in der 2. Spalte. Zu bestellen sind Akten nach den Nummern der 1. Spalte.
(Dez. 1950) gez.: Prinz
Form und Inhalt: Dezernat I C
Die "Militaria" bildeten bereits bei den altpreussischen Kammer eine eigne Deputation. Bei der 1816 neu gegründeten Regierung gehörten sie zur 1. Sektion (Abteilung), besassen aber eine eigene Registratur, deren ältester Plan von 1820 noch vorliegt (Präsidal-Registratur Nr. 112). Von der Neubildung der Dezernate seit 1898 wurde das jetzt I C genannte Dezernat wenig berührt. Es gab 1898 die Gendarmeriesachen an I L ab,1900 die Militär-Pensionsangelegenheiten an I K, die es aber 1910 wieder zurücknahm. Ebenso übernahm das Dezernat 1904 die
Kriegersvereinssachen von I P. Während der Ruhrbesetzung wurde die Abteilung I C (H) gebildet, deren Hauptaufgabe die Betreuung der Ruhrflüchtlinge war. Dieser Arbeitsbereich des Dezernats blieb bis 1936 (?) erhalten. Dann übernahm das neue Dezernat I RV die Wehrmachtsangelegenheiten. I C behielt nur die Verleihung der Ehrenkreuze. Akten der Abt. I RV sind nicht an das Staatsarchiv gelangt, scheinen auch nicht erhalten zu sein. Der alte Aktenbestand des Dezernates ist von Kassationen schwer mitgenommen worden. Allein 1853/54 wurden 810 Aktenbände der Registratur vernichtet. Auch später sind noch erhebliche Verluste gerade für die Kriegzeiten eingetrten. Einen gewissen Ersatz für die Zeit des 1. Weltkrieges bieten die Mobilmachungsakten I P (s. d.). Zu vergleichen sind auch die Akten (C) der Präs.Reg. Nr. 128-164.
Der Bestand wurde aus den zwei älteren Zugängen I Ca und I Cb sowie einigen wenigen Aktenbeständen des alten Bestandes "Regierung Minden" und einer kleinen Abgabe von 1948: 20/48 I C-(H) systematisch neu geordnet und aufgestellt. Die blauen Nummern des alten Repertoriums finden sich in der 2. Spalte. Zu bestellen sind Akten nach den Nummern der 1. Spalte.
(Dez. 1950) gez.: Prinz
167 Kartons = 806 Archivbände 1717-1936. - Findbuch: M 1 I C.
Bestand
German
Senger und Etterlin, Ferdinand M. von (Hg.), Soldaten zwischen Rhein und Weser. Heeresgeschichte in Nordrhein-Westfalen. Von den Anfängen der stehenden Heere bis zur 7. Panzergrenadierdivision der Bundeswehr, Koblenz, Bonn 1980; Leesch, Wolfgang, Verwaltung in Westfalen 1815-1945. Organisation und Zuständigkeit, Münster 1992, S. 165-169.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ
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