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Es wird bekundet, dass lange Zeit Streit zwischen dem
verstorbenen Johann [II. von Henneberg], Abt von Fulda, einerseits und
den Brüdern und Vette...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1541-1550
1550 Dezember 1
Ausfertigung, Pergament, sechs mit Pergamentstreifen angehängte Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gebenn unnd geschehen zu Fulda Montags nach Andreae apostoli den erstenn Decembris nach Christi unsers liebenn Herrnn unnd Seligmachers geburt im funffzehenhundert unnd funffzigstenn iarenn
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Es wird bekundet, dass lange Zeit Streit zwischen dem verstorbenen Johann [II. von Henneberg], Abt von Fulda, einerseits und den Brüdern und Vettern Eberhard, Konrad, Alexander, Christoph (Christoffer) und Johann (Hans) Wolf von der Tann andererseits wegen der Grenzen zwischen den Ämtern Rockenstuhl und Bieberstein und der Burg Tann bestanden hat. Abt Johann und die von der Tann haben sich noch während seiner Regierungszeit darauf geeinigt, den Streit mit einem Schiedsspruch beizulegen. Der Abt hat hierzu zwei seiner Räte gestellt, die von der Tann zwei ihrer Freunde. An den Schiedsspruch haben sich beide Parteien zu halten. Der Spruch wird schriftlich niedergelegt; [die Grenzen] werden mit Grenzsteinen und Malbäumen angezeigt. Die erbetenen Schiedsrichter Balthasar von Ebersberg genannt Weyhers, Karl von Trümbach (Trubenbach), Amtmann in Burghaun, Ludger (Ludiger) von Mansbach und Philipp, Vogt der Salzburg (Voyt zu Salzburgk) bekunden, dass sie zu Lebzeiten Abt Johanns mit der Befragung von Zeugen und der Besichtigung der Grenzen begonnen haben. Nach dem Tod des Abtes haben die genannten Schiedsrichter mit Zustimmung Abt Philipps [Schenk zu Schweinsberg] und der von der Tann nach weiterer Untersuchung und Besichtigung einen Schiedsspruch über die Grenzen erlassen. Es folgt eine Beschreibung der Grenzsteine, zunächst jener des Amts Rockenstuhl, anschließend jener des Amts Bieberstein. Die Grenzen zwischen den Ämtern und dem Gericht Tann sollen unverändert bleiben und alle Streitigkeiten mit dem Schiedsspruch behoben sein. Die erbetenen Schiedsrichter haben zwei Urkunden des Schiedsspruchs erstellt, diese mit ihren Siegeln versehen und jeder Partei eine Urkunde ausgehändigt. Wolfgang [Dietrich von Eusigheim], erwählter und bestätigter Abt von Fulda, sowie die Brüder und Vettern Eberhard, Konrad, Alexander, Christoph und Johann von der Tann bekunden für sich und ihre Nachfolger und Erben, dass sie diesen noch unter dem verstorbenen Johann [II. von Henneberg ], Abt von Fulda, begonnenen Schiedsspruch stets und uneingeschränkt einhalten wollen. Siegelankündigung. Ankündigung der Sekretsiegel des Abtes und Eberhards von der Tann. Ausstellungs- und Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2, Avers 3, Avers 4, Avers 5, Avers 6)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Abt Wolfgang, Balthasar von Ebersberg, Karl von Trümbach, Ludger von Mansbach
Vermerke (Urkunde): Siegler: Philipp, Vogt der Salzburg
Vermerke (Urkunde): Siegler: Eberhard von der Tann
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, 100: Urkundenabschriften, 17: Fulda 1, Nr. 92
Siegel Nr. 6 war abgefallen [?]; das Siegel ist am Pergamentstreifen mit einem Bindfaden wieder an der Urkunde befestigt worden.
Die Siegelankündigung weicht von der Hängung der Siegel ab.
Ein Malbaum bezeichnet einen mit einem Grenzzeichen versehenen Baum, vgl. DRW, Bd. IX, Sp. 61-62.
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Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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