Notar Johannes Ungemut von Ravensburg beurkundet eine Protestation, die im Rathaus von Ravensburg seitens des Weingartener Schreibers Johannes Spiegler im Namen des Abts Kaspar [Schiegg] gegenüber Bürgermeister und Rat eingelegt wurde. Der Schreiber verlangt vom Rat die Gefangennahme eines aus dem Kloster entlaufenen Konventherrn. Dies wird erlaubt mit der Maßgabe, daß keine Haussuchung vorgenommen, auch kein Aufruhr und Geschrei erregt werden. Die Bitte des Klosters, den ungehorsamen Mönch durch die Stadtknechte gefangennehmen zu lassen, wird von Bürgermeister Peter Schnitzer namens des Rats unter Verweis auf die Exemtion der Geistlichen abgelehnt. Dagegen protestiert der Schreiber.
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Notar Johannes Ungemut von Ravensburg beurkundet eine Protestation, die im Rathaus von Ravensburg seitens des Weingartener Schreibers Johannes Spiegler im Namen des Abts Kaspar [Schiegg] gegenüber Bürgermeister und Rat eingelegt wurde. Der Schreiber verlangt vom Rat die Gefangennahme eines aus dem Kloster entlaufenen Konventherrn. Dies wird erlaubt mit der Maßgabe, daß keine Haussuchung vorgenommen, auch kein Aufruhr und Geschrei erregt werden. Die Bitte des Klosters, den ungehorsamen Mönch durch die Stadtknechte gefangennehmen zu lassen, wird von Bürgermeister Peter Schnitzer namens des Rats unter Verweis auf die Exemtion der Geistlichen abgelehnt. Dagegen protestiert der Schreiber.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 505
A 2.2.367
B 522 II U 0415
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1483 Januar 20 (am zwaintzigosten tag des monets January)
36,1 x 29,2 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Notar Johannes Ungemut von Ravensburg
Empfänger: Abt Kaspar [Schiegg] von Weingarten
Zeugen: Hans Schiegg d.J., Peter von Hoff, Klaus Syner
Überlieferungsart: Ausfertigung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Empfänger: Abt Kaspar [Schiegg] von Weingarten
Zeugen: Hans Schiegg d.J., Peter von Hoff, Klaus Syner
Überlieferungsart: Ausfertigung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Hoff, Peter von
Schiegg, Hans d.J.
Syner, Klaus
Ungemut, Johannes; Notar
Ravensburg RV; Bürgermeister und Rat
Ravensburg RV; Bürgermeister
Ravensburg RV; Notar
Ravensburg RV; Rathaus
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:30 MEZ
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