Johann Heinrich Pestalozzi (Bestand)
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PEST
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Bestandsbeschreibung: Der Schweizer Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi galt bereits zur Zeit der Gründung der Deutschen Lehrerbücherei als einer der bedeutendsten Pädagogen. Folgerichtig bemühten sich die Leiter der Lehrerbücherei um den Aufbau eines Quellenbestandes.
Johann Heinrich Pestalozzi (geb. 12.01.1746 , gest. 17.02.1827) absolvierte nach dem Abbruch des Studiums der Theologie und der Jurisprudenz zunächst eine landwirtschaftliche Lehre im Kanton Bern. Gemeinsam mit seiner Frau Anna Schultheß erwarb er 1773 den Neuhof bei Birr und betrieb hier bis 1780 einen heimindustriellen Betrieb mit armen Kindern. Nach dem finanziellen Ruin des Betriebs folgte eine Zeit der schriftstellerischen Tätigkeit. Nach der Proklamation der Helvetischen Republik übernahm Pestalozzi 1798 die Leitung des Waisen- und Armenhaus in Stans. Bereit 1800 gründete er seine erste eigene Erziehungsanstalt in Burgdorf. Hier entwickelt er gemeinsam mit seinen Mitarbeitern eine Unterrichts- und Erziehungsmethode, die alle Anlagen des Kindes - die intellektuellen, die sittlich-religiösen und die handwerklichen (Kopf, Herz und Hand) - gleichermaßen zur Entfaltung bringen sollte. 1804 wechselte das Pestalozzi-Institut seinen Standort nach Münchenbuchsee, dann 1805 nach Yverdon, 1806 wurde zudem ein Töchterinstituts in Yverdon gegründet. Das Institut galt als Musteranstalt, die von zahlreichen Pädagogen besucht wurde, die dann vielfach als Mitarbeiter für eine gewisse Zeit dort bleiben und später eigene Lehranstalten gründeten. Zu Pestalozzis Schülern gehörten u.a. Hermann Krüsi und Friedrich Wilhelm Fröbel. Nach dem Tod von Anna Pestalozzi-Schultheß brachen Streitigkeiten unter den Mitarbeitern aus; schließlich wurde die Einrichtung 1825 aus finanziellen Gründen geschlossen. Wenig später verstarb Pestalozzi auf dem Neuhof.
Der Personenfonds zu Johann Heinrich Pestalozzi zählt zum Historischen Archiv der BBF und wurde vor 1950 an ihre Vorgängereinrichtung, die Deutsche Lehrerbücherei, abgegeben. Eine genaue Angabe für den Zeitpunkt der Übernahme ist nicht überliefert.
Im Bestand befinden sich v. a. Abschriften von in Schweizer Archiven befindlichen Originalen. Überliefert sind lediglich vier eigenhändige Briefe Pestalozzis, die fragmentarischen eigenhändigen Manuskripte beziehen sich v. a. auf die Lese- und Lehrbücher und Fragen der Religion.
Die Erschließung erfolgte nach den Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA) in der Archivdatenbank.
Weiterführende Archivalien
Nachlass Ludwig Wilhelm Seyffarth, Archiv der BBF des DIPF
Briefe von Pestalozzi und einigen Mitarbeitern, Stiftung Pestalozzianum, Zürich
Nachlass Pestalozzi, Zentralbibliothek Zürich
Briefwechsel zwischen Pestalozzi und Johann Wolfgang von Goethe, Goethe-Schiller-Archiv (Signatur GSA 28/693)
Quellen
Max Liedtke: Johann Heinrich Pestalozzi. In: Hans Scheuerl (Hrsg.): Klassiker der Pädagogik, Band 1. München 1979, S. 170-186.
Fritz Osterwalder: Johann Heinrich Pestalozzi. In: Heinz-Elmar Tenorth (Hrsg.): Klassiker der Pädagogik, Band 1. München 2003, S. 101-118.
Laufzeit: 1770 - 1827
Umfang: 1,00 lfm
Anzahl der Verzeichnungseinheiten: 12
Es gibt keine Beschränkung für diesen Bestand.
Eigentum des DIPF
Johann Heinrich Pestalozzi (geb. 12.01.1746 , gest. 17.02.1827) absolvierte nach dem Abbruch des Studiums der Theologie und der Jurisprudenz zunächst eine landwirtschaftliche Lehre im Kanton Bern. Gemeinsam mit seiner Frau Anna Schultheß erwarb er 1773 den Neuhof bei Birr und betrieb hier bis 1780 einen heimindustriellen Betrieb mit armen Kindern. Nach dem finanziellen Ruin des Betriebs folgte eine Zeit der schriftstellerischen Tätigkeit. Nach der Proklamation der Helvetischen Republik übernahm Pestalozzi 1798 die Leitung des Waisen- und Armenhaus in Stans. Bereit 1800 gründete er seine erste eigene Erziehungsanstalt in Burgdorf. Hier entwickelt er gemeinsam mit seinen Mitarbeitern eine Unterrichts- und Erziehungsmethode, die alle Anlagen des Kindes - die intellektuellen, die sittlich-religiösen und die handwerklichen (Kopf, Herz und Hand) - gleichermaßen zur Entfaltung bringen sollte. 1804 wechselte das Pestalozzi-Institut seinen Standort nach Münchenbuchsee, dann 1805 nach Yverdon, 1806 wurde zudem ein Töchterinstituts in Yverdon gegründet. Das Institut galt als Musteranstalt, die von zahlreichen Pädagogen besucht wurde, die dann vielfach als Mitarbeiter für eine gewisse Zeit dort bleiben und später eigene Lehranstalten gründeten. Zu Pestalozzis Schülern gehörten u.a. Hermann Krüsi und Friedrich Wilhelm Fröbel. Nach dem Tod von Anna Pestalozzi-Schultheß brachen Streitigkeiten unter den Mitarbeitern aus; schließlich wurde die Einrichtung 1825 aus finanziellen Gründen geschlossen. Wenig später verstarb Pestalozzi auf dem Neuhof.
Der Personenfonds zu Johann Heinrich Pestalozzi zählt zum Historischen Archiv der BBF und wurde vor 1950 an ihre Vorgängereinrichtung, die Deutsche Lehrerbücherei, abgegeben. Eine genaue Angabe für den Zeitpunkt der Übernahme ist nicht überliefert.
Im Bestand befinden sich v. a. Abschriften von in Schweizer Archiven befindlichen Originalen. Überliefert sind lediglich vier eigenhändige Briefe Pestalozzis, die fragmentarischen eigenhändigen Manuskripte beziehen sich v. a. auf die Lese- und Lehrbücher und Fragen der Religion.
Die Erschließung erfolgte nach den Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA) in der Archivdatenbank.
Weiterführende Archivalien
Nachlass Ludwig Wilhelm Seyffarth, Archiv der BBF des DIPF
Briefe von Pestalozzi und einigen Mitarbeitern, Stiftung Pestalozzianum, Zürich
Nachlass Pestalozzi, Zentralbibliothek Zürich
Briefwechsel zwischen Pestalozzi und Johann Wolfgang von Goethe, Goethe-Schiller-Archiv (Signatur GSA 28/693)
Quellen
Max Liedtke: Johann Heinrich Pestalozzi. In: Hans Scheuerl (Hrsg.): Klassiker der Pädagogik, Band 1. München 1979, S. 170-186.
Fritz Osterwalder: Johann Heinrich Pestalozzi. In: Heinz-Elmar Tenorth (Hrsg.): Klassiker der Pädagogik, Band 1. München 2003, S. 101-118.
Laufzeit: 1770 - 1827
Umfang: 1,00 lfm
Anzahl der Verzeichnungseinheiten: 12
Es gibt keine Beschränkung für diesen Bestand.
Eigentum des DIPF
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2025, 07:50 MESZ