Vor dem Notar Johannes Fabri von Goch, Kleriker Kölner Diözese, erscheinen Ryckma Stael und Elsgyne Spaer, Ehefrau des Knappen Reyner von Krekenbeck gen. Spaer, um eine Erklärung über die Auslösung des verpfändeten Hofes Espel im Gericht Bokem in der Mark abzugeben. Ryckma gibt auf Befragen ihrer Tochter Elsgin, ob sie den Hof innerhalb der gesetzten Frist nicht zurückkaufen wolle, folgenden Bescheid: Das Geld, mit dem der Hof verpfändet worden sei, sei zu Lebzeiten des Ropert Stael in Anwesenheit der Anna Stael von Lanckwyt, des damaligen Propstes von Werden und des Arnold Scheyll in der Stadt Werden im Hause des Everhard Hoeffken dem Ropert angeboten worden, der sich aber geweigert habe, es anzunehmen, da seiner Meinung nach die rechten Erben nicht anwesend gewesen seien. Ryckma habe darauf geantwortet, sie sei der rechtmäßige Vormund ihrer Tochter, zum Nutzen derselben solle die Ablösung erfolgen. Ropert habe sich jedoch weiterhin geweigert, das Ablösegeld zu nehmen, worauf Ryckma das Geld bei weiland Adolph Straeff, Richter zu Werden, hinterlegt habe. Zeugen: Magister Gotfridus de Kempen und Adolphus Kremer. Anno [...] 1483 indictione prima die autem lune quartadecima mensis aprilis [...] Acta fuerunt hec Colonie in domo Druytgine Spaer sita infra emunitatem ecclesie undecim milium virginum Coloniensium Köln