Jakob Khruog (auch: Khruoger), gewesener alpirbachischer Kastenvogt zu Haigerloch, ist wegen Unterschlagung, betrügerischer Angaben und Ausstellung eines Schreibens unter der Unterschrift des fürstlich württembergischen Kammersekretärs Johann Sattler in das Gefängnis des Herzogs Friedrich zu Württemberg und Teck, Graf zu Mömpelgard und Herrn zu Heidenheim, in Stuttgart gekommen und peinlich beklagt worden. Im Urteil ist ihm auferlegt worden, die Unkosten der 14wöchigen Haft zu bezahlen sowie eine Urfehdeverschreibung zu geben. Auf fürstlichen Befehl muß er solange im Gefängnis bleiben, bis er die [unterschlagenen] Ausstände des Kastenamts bezahlt oder darüber eine Verschreibung ausgestellt und mit dem alpirsbachischen Pfleger zu Leidringen abgerechnet hat. Um dieser Verschreibung nachzukommen, schwört der Urfehde
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Jakob Khruog (auch: Khruoger), gewesener alpirbachischer Kastenvogt zu Haigerloch, ist wegen Unterschlagung, betrügerischer Angaben und Ausstellung eines Schreibens unter der Unterschrift des fürstlich württembergischen Kammersekretärs Johann Sattler in das Gefängnis des Herzogs Friedrich zu Württemberg und Teck, Graf zu Mömpelgard und Herrn zu Heidenheim, in Stuttgart gekommen und peinlich beklagt worden. Im Urteil ist ihm auferlegt worden, die Unkosten der 14wöchigen Haft zu bezahlen sowie eine Urfehdeverschreibung zu geben. Auf fürstlichen Befehl muß er solange im Gefängnis bleiben, bis er die [unterschlagenen] Ausstände des Kastenamts bezahlt oder darüber eine Verschreibung ausgestellt und mit dem alpirsbachischen Pfleger zu Leidringen abgerechnet hat. Um dieser Verschreibung nachzukommen, schwört der Urfehde
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 177 T 2 Nr. 64
Repert. X, A Nr. 12 (Kasten E, Fach 36)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 177 T 2 Herrschaft Haigerloch-Wehrstein: Urfehden
Herrschaft Haigerloch-Wehrstein: Urfehden >> 1. Urkunden
1601 Juni 19 (1601 Juni 19 (Dienstag vor Joh. Bapt.))
Urkunden
Siegler: Siegelankündigung: Vogt, Bürgermeister und Gericht zu Stuttgart
Überlieferungsart: Abschrift
Vermerke: Abschrift [17. Jh.], 2 Blatt||Dorsualvermerk: Jakob Khruog, Haffner zu Haigerloch [17. Jh.]||Beiliegend Abschrift der peinlichen Klage vom 2. Mai 1601 gegen Jakob Khruog [17. Jh.]
Überlieferungsart: Abschrift
Vermerke: Abschrift [17. Jh.], 2 Blatt||Dorsualvermerk: Jakob Khruog, Haffner zu Haigerloch [17. Jh.]||Beiliegend Abschrift der peinlichen Klage vom 2. Mai 1601 gegen Jakob Khruog [17. Jh.]
Khruog, Jakob; gewesen alpirsbachischer Kastenvogt zu Haigerloch, Haffner zu Haigerloch
Sattler, Johann; württembergischer Kammersekretär
Haigerloch BL
Heidenheim an der Brenz HDH
Leidringen, Rosenfeld BL
Stuttgart S
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:49 MESZ
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