Anspruch auf den Garzweilerhof (Hzm. Jülich, Amt Kaster; Kr. Grevenbroich) wegen verschiedener Schulden. Der Hof war in der Vergangenheit mehrfach belastet worden: am 30. Nov. 1591 von Vinzenz von Hasselt mit einer jährlichen Rente von 24 Maltern Roggen für 800 Rtlr., 1660 von Johann Wilhelm von Hasselt zu Hasselrath, dem Vater des Appellanten, für 1000 Rtlr. mit weiteren 62,5 Rtlr. jährlicher Rente, und schließlich nahm Johann Degenhardt Heinrich von Hasselt, der Halbbruder des Appellanten, bei Sierstorpff weitere 3000 Rtlr. auf den Hof auf. Magdalena von Hasselt, Johann Wilhelms Schwester, hatte nach ihrer Heirat mit Werner von Ketzgen zur Klee nicht alles bekommen, was ihr laut Heiratsvertrag zustand. Die Restforderung von 2500 Rtlr. zedierten sie an ihre Tochter Amelie Elisabeth, verwitwete von Mulstroe (Mulstrohe) und Bocholtz (Bochholtz). Die Gläubiger sind sich uneins, wer die besseren Ansprüche hat.
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Anspruch auf den Garzweilerhof (Hzm. Jülich, Amt Kaster; Kr. Grevenbroich) wegen verschiedener Schulden. Der Hof war in der Vergangenheit mehrfach belastet worden: am 30. Nov. 1591 von Vinzenz von Hasselt mit einer jährlichen Rente von 24 Maltern Roggen für 800 Rtlr., 1660 von Johann Wilhelm von Hasselt zu Hasselrath, dem Vater des Appellanten, für 1000 Rtlr. mit weiteren 62,5 Rtlr. jährlicher Rente, und schließlich nahm Johann Degenhardt Heinrich von Hasselt, der Halbbruder des Appellanten, bei Sierstorpff weitere 3000 Rtlr. auf den Hof auf. Magdalena von Hasselt, Johann Wilhelms Schwester, hatte nach ihrer Heirat mit Werner von Ketzgen zur Klee nicht alles bekommen, was ihr laut Heiratsvertrag zustand. Die Restforderung von 2500 Rtlr. zedierten sie an ihre Tochter Amelie Elisabeth, verwitwete von Mulstroe (Mulstrohe) und Bocholtz (Bochholtz). Die Gläubiger sind sich uneins, wer die besseren Ansprüche hat.
AA 0627, 2359 - H 467/1735
AA 0627 Reichskammergericht, Teil IV: H
Reichskammergericht, Teil IV: H >> 1. Buchstabe H
1683 - 1685 (1632 - 1687)
Enthaeltvermerke: Kläger: Joist Wilhelm Friedrich von Hasselt (Hassel), (Bekl.) Beklagter: Johann Caspar Francken Sierstorpff, Regent des Laurentianer Gymnasiums in Köln, und Konsorten: Anna Maria Sierstorpff, Witwe Huisch (Heusch), Franz Eberhard von Ketzgen zur Klee, Lic. Hermann Mylius, Lic. Johann zum Putz und Franz Junckersdorf, die drei letzten als Snellische (Schnellische) Erben, Martin von Hasselt, Kaufmann in Köln, alle als Hasselrathische Kreditoren, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Marx Giesenbier [1671] 1683 - Subst.: Dr. Jakob Friedrich Kühorn Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Philipp Nidderer 1683 - Subst.: Lic. Heinrich Seiblin - Lic. Konrad Franz Steinhausen 1684 - Subst.: Dr. Krebs - Lic. Johann Konrad Albrecht - Subst.: Lic. Johann Eichrodt Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat Düsseldorf - 2. RKG 1683 - 1685 (1632 - 1687) Beweismittel: Vergleiche über den Ehevertrag der Magdalena von Hasselt und des Werner von Ketzgen zur Klee 26. Mai 1632 und 7. April 1648 (Q 6, Q 7, 53 - 54, 93 - 94). Zession der Magdalena von Hasselt und des Werner von Ketzgen an ihre Tochter Amelie Elisabeth 2. Jan. 1665 (Q 8, 92). Inventarium actorum in Sachen Joist Wilhelm Friedrich von Hasselt ./. Johann Degenhard Heinrich von Hasselt 1669/70 (Q 10). Auszug aus den Quittungen des Werner von Ketzgen (83 - 84). Beschreibung: 4 cm, 97 Bl., lose; Q 1 - 30 außer 23*, Q 4 fehlt, 25 Beilagen. Vgl. RKG 1283 (D 20/39). Lit.: Hans Welters, Stommeln 962-1962. Die Geschichte eines rheinischen Dorfes, o. O. [1962], S. 143ff.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:21 MESZ