Elisabeth Walther, die Witwe des Augsburger Bürgers Anton Rudolf, verkauft mit Zustimmung der Augsburger Bürger Lukas Gassner und Konrad Hörwart, ihrer Träger, dem Ulmer Bürger Kaspar Wäh Haus und Hofstatt mit dem Gewölbe, der Stube und den Gemächern darüber, der Hälfte des Brunnens, dessen andere Hälfte zum Haus des Hieronimus Gienger gehört, dem Gärtlein hinter dem Haus mit dem darin befindlichen Sommerhaus und der Stallung darunter. Der Besitz liegt in Ulm am alten Graben zwischen den Häusern des Hieronimus Gienger und des Lukas ("Laux") Hutz und stößt hinten an das Haus der Ursula Kreuterer. Er gehörte vormals ihrem verstorbenen Ehemann Anton Rudolf und dessen ebenfalls verstorbenem Bruder Veit Rudolf, die ihn zusammen gekauft haben. Die Stallung mit der darüberliegenden Kammer, die an den Stall unter dem Sommerhaus stößt, gehört zum Haus der Ursula Kreuterer. Der Brunnen, der Abtritt und der zwischen dem verkauften Haus und dem Haus des Hieronimus Gienger verlaufende Abflusskanal müssen von den Inhabern dieser beiden Häuser gemeinsam instand gehalten, repariert, geräumt und gesäubert werden. Auch darf Kaspar Wäh in dem hinteren Garten nichts bauen, wodurch der oberen Stube im Haus der Ursula Kreuterer das Licht genommen wird. Die Verkäuferin hat für den Besitz 429 rheinische Gulden erhalten.