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Regest: Der Kanoniker und Bursar in Freckenhorst Johann Heinrich Vierfues und die Wigboldsvorsteher Franz Joseph Keppel und Johann Hermann Hölscher sowie die Ratsmänner Johann Hermann Richter, Clemens Beuning, Gottfried Achtermann, Johann Heinrich Eckerott, Johann Bernard Ziemann und Alexander Fischer schließen einen Vertrag mit folgendem Inhalt: das Wigbold will die Gosestraße pflastern. Da sie jedoch in der Nähe keinen Sand abgraben können, gestattet ihnen der Vierfues, diesen in dem sog. Kochs Garten, den zur Zeit die Pächter Johann Bernard Schwoll und Witwe Rolf unterhaben, abzugraben. Die Gosestraße soll so gepflastert werden, daß das Wasser nicht mehr wie bisher in die Horsthove sondern in den Kochs Garten fließt. Verhandelt im Haus des Keppel auf der Kammer. Zeugen: Linnentuchmacher Franz Joseph Sommer und Kleidermacher Johann Hermann Seling. Auszug aus dem Notariatsprotokoll des Everhard Franz Dieckmann.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.