Besetzung der Syndikusstelle im westfälischen Grafenkollegium
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L 41 a, 11
L 41 a Niederrheinisch-Westfälisches Grafenkollegium
Niederrheinisch-Westfälisches Grafenkollegium >> 1. Verfassung und Verwaltung des Grafenkollegiums >> 1.2. Direktorialkanzlei und Kanzleibeamte
(1697) 1713-1755
Enthaeltvermerke: 1713: Bewerbung Johann Jakob von Broicks (Broichs) um die frei gewordene Syndikusstelle des westfälischen Grafenkollegiums 1731: Stimmrechtsstreit mit den königlichen und den fürstlichen Mitständen am Reichstag zu Regensburg und deren Beitragssäumigkeit. Preußischer Widerspruch gegen den Vorschlag des Grafen von Manderscheid von 1730 zur Wahl des Lic. Maximilian Heinrich Leys zum Kollegialsyndikus. Rat zum Verzicht auf abwechselnde Bestellung nach der Religion. Seit gut zwanzig Jahren nur noch ein Gesandter in Regensburg bzw. nur zwei Gesandte für die vier Grafenkollegien. Unterstellung der möglichen Parteilichkeit eines evangelischen Syndikus in der Korrespondenz mit dem katholischen Gesandten in Religionssachen. Wahl Leys unter Zusage der zukünftigen Religionsalternation. (Späterer Protest der katholischen Mitstände gegen diese Alternation.) 1740: Empfehlung des Felix Andreas Ley zum Nachfolger als Syndikus. Bewerbung Abrahams v. Meinertzhagen. Syndikuswahl auf dem Grafentag zu Köln: Wahl Dr. Abrahams v. Meinertzhagen zum Syndikus und Kassierer mit 14 gegen 13 Stimmen (Archiv des Kollegiums im Dominikanerkloster zu Köln). Besoldung des Syndikus und Kassierers 1741: Verstimmung zwischen Dr. Abraham v. Meinertzhagen und dem katholischen Direktor, Graf Ambrosius v. Virmond 1744: Gerücht der Wahl eines eigenen Kassierers durch die katholischen Mitstände 1747: Rücktritt Dr. Abrahams v. Meinertzhagen, Übertritt in preußische Dienste als Geheimer Regierungsrat und kleve-märkischer Landrentmeister. Ausschreibung der Neuwahl. Vorschlag Neuwieds zur Wahl eines der bisherigen Direktorialräte. Bewerbung des evangelischen Direktorialrats Scheffer zu Neuwied und des Gronsfelder Deputierten Görtz 1754: Andauernde Vakanz der Syndikusstelle. Erneute Anregung zur Wahl. Bewerbung des Kanzleidirektors zu Neuwied, J. C. Thalmann zu Neuwied 1755: Stellungnahme der Mitstände, Verknüpfung mit der Neuwahl eines katholischen Kondirektors. Widerstand Preußens auf Grund verfassungsmäßiger Bedenken
Niederrheinisch-Westfälisches Grafenkollegium
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:35 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
- Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik)
- 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Tektonik)
- 1.1. Land Lippe (bis 1947) (Tektonik)
- 1.1.4. Außerlippische Bestände (Tektonik)
- Niederrheinisch-Westfälisches Grafenkollegium (Bestand)
- 1. Verfassung und Verwaltung des Grafenkollegiums (Gliederung)
- 1.2. Direktorialkanzlei und Kanzleibeamte (Gliederung)