Hofstaat der Herzoginnen
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 21 Bü 12
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 21 Oberhofmarschallamt
Oberhofmarschallamt >> 2 Hofstaat der Herzoginnen
1759-1780
Hofstaat der Herzogin Friederike zu Neustadt an der Aisch
a) Akten, bei Verfertigung des Neustädter Inventars im März 1777 vom Oberhofmarschallamt übergeben. 1759/77. Nr. 1-6.
U.a. folgende Verzeichnisse:
Nr. 3. Anschaffung von Mobiliar, das in das Inventar des Oberhofmarschallamts gehört: u.a. eine vergoldete Konsole zu einer "Stockuhr", Blechgeschirr, Küchengeschirr
und -besteck (insbesondere 18 Paar Messer und Gabeln mit Hirschhorngriffen), Werkzeug; außerdem "nach Neustadt ad Seren(issimam)": Besteck, Koffer, Sessel, Kisten,
Nussbaumkommoden, Kammergeschirr, ein Paar Pistolen mit damaszierten Läufen, Gold- und Silberverzierungen, Silbergeschirr, -leuchter und -besteck, Porzellanfiguren;
17. September 1761.
Nr. 4. Auszug von Silber- und anderen Mobilien, die nach Neustadt abgegeben wurden, u.a. Silbergeschirr aus dem Kirchheimer Service, Leinwand, Kupfergeschirr, Spiegel,
Wandleuchter, Schreibtisch, Kanapée, Bett, Wiege mit Nussbaumeinlegearbeit, Sessel und andere Möbel, zwei Posten Malereien aus der Ludwigsburger Galerie (Galerie-
Inventar Nr. 1266 und 1268 1/2, fol. 113v); 10. März 1777. Vgl. Bü 11.
Nr. 5. Auszug von Rechnungen für Mobilien, die für die Hofhaltung der Herzogin in Neustadt angeschafft wurden: u.a. Schräublein zum Konfektservice von Zirkelschmied
Rieger, Reparaturen und Silbergeschirr von Silberhändler Rauner zu Augsburg und Hofgoldschmied Sick, Verpacken von Porzellangeschirr durch Porzellanhändler Johann
David Schubarth, Konfektservice aus Tombak sowie Waffeleisen von Handelsmann Grüneisen, Kupfergeschirr von Kupferschmied Schilling; 12. März 1777.
b)
1.) Konzept Inventars über die 1759/62 an die Herzogin nach Neustadt zur Führung eigener Ökonomie abgegebenen Mobilien.
1 Heft mit Beilagen.
U.a. Möbel (Sessel, Kleiderkästen, Kommoden, Beistelltische, Spieltische, Kanapées, Bettladen, Bettkarren, Tafeln, Nachtstühle, Küchenkästen, Waschständer, Stühle,
z. T. aus Nussbaum, mit Messingbeschlägen, aus Tannenholz, mit Textilüberzug), Textilien (Leinwand, Tischdecken, Kissen, Tapeten, Stoffe, Seidenschnüre,
Fußbodenbelag, Vorhänge, Bettzeug), Eisenplatten für einen Kamin, Kronleuchter aus Kristall, Spiegel, Leuchter, Silbergeschirr, Porzellangeschirr (z. T. mit Tombak
eingefasst), Geschirr aus Zinn, Kupfer, Messing, Eisen, Blech, Holz, Kübelgeschirr, Glaswaren, Besteck (u.a. 18 Messer und Gabeln mit Hirschhorngriffen), Werkzeug.
NB: Zahlreiche Überschneidungen mit anderen Inventaren aus A 21 Bü 10-12.
NB zu den Beilagen:
Beilage 6 (Bedarfsverzeichnis für die Hofökonomie der Herzogin) entspricht A 21 Bü 11 c) B) Nr. 10.
Beilage 8: Rechnung des Kupferschmieds Schilling für Kupfergeschirr; 15. September 1759.
2.) Sturzinventarien vom Jahr 1763. Nr. 1-8.
Inhalt entspricht weitgehend dem Inventar von 1762 (vgl. o. unter 1.).
3.) Liquidation aus dem Inventar und den Sturzinventarien. 1 Heft nebst Direktorium.
Umfasst Mobiliar, das 1759-62 nach Neuenstadt abgegeben wurde und daher aus dem Stuttgarter Hofsturzinventar gestrichen werden soll; vgl. o. 1.).
c) Protokolle über die Möblierung des Schlosses Neustadt und sonstige Hofstaatseinrichtung der Herzogin. 1759/61.
Betrifft Dekretierung und Durchführung der in b) dokumentierten Abgaben.
d) Akten über die Verlassenschaft der Herzogin. 1780.
U.a. elf QUittungen (in Kopie) über Mobiliar aus der Verlassenschaft der verstorbenen Herzogin Friederike, die den Hofämtern bereits übergeben wurden, mit
Aktenverzeichnis; 1780.
Nr. 1 bis 3: Quittungen der Gewölbsverwaltung über den Empfang von Kleidungsstücken (insbesondere Livrée und Uniformteile), Säbel und Möbel; von Tapisserien; von
einem Koffer; 3. Juli bis 21. August 1780. Nr. 4: Quittung des Hohenheimischen Hotels über "Girandolen" aus Porzellan und Kupfer, eine Glasschale und gläserne Körbe; 17. Juli 1780.
Nr. 5: Quittung der Hausschneiderei über Bettzeug u.a. Textilien; 7. August 1780.
Nr. 6: Quittung der Konditorei über ein Konfektservice von Tombak, zugehörige Spiegelgläser, weiteres Glasgeschirr u.a.; 17. Juli 1780.
Nr. 7 bis 10: Quittung der Silberkammer über ein Fayenceservice; über Silbergeschirr; über zwei Kisten; über Tranchiermesser und -gabeln aus Horn; 8. Juli bis 12. August
1780.
Nr. 11: Quittung der Leinwandverwaltung über Tafel- und Tischzeug, Servietten u.a. Textilien; 17. Juli 1780.
a) Akten, bei Verfertigung des Neustädter Inventars im März 1777 vom Oberhofmarschallamt übergeben. 1759/77. Nr. 1-6.
U.a. folgende Verzeichnisse:
Nr. 3. Anschaffung von Mobiliar, das in das Inventar des Oberhofmarschallamts gehört: u.a. eine vergoldete Konsole zu einer "Stockuhr", Blechgeschirr, Küchengeschirr
und -besteck (insbesondere 18 Paar Messer und Gabeln mit Hirschhorngriffen), Werkzeug; außerdem "nach Neustadt ad Seren(issimam)": Besteck, Koffer, Sessel, Kisten,
Nussbaumkommoden, Kammergeschirr, ein Paar Pistolen mit damaszierten Läufen, Gold- und Silberverzierungen, Silbergeschirr, -leuchter und -besteck, Porzellanfiguren;
17. September 1761.
Nr. 4. Auszug von Silber- und anderen Mobilien, die nach Neustadt abgegeben wurden, u.a. Silbergeschirr aus dem Kirchheimer Service, Leinwand, Kupfergeschirr, Spiegel,
Wandleuchter, Schreibtisch, Kanapée, Bett, Wiege mit Nussbaumeinlegearbeit, Sessel und andere Möbel, zwei Posten Malereien aus der Ludwigsburger Galerie (Galerie-
Inventar Nr. 1266 und 1268 1/2, fol. 113v); 10. März 1777. Vgl. Bü 11.
Nr. 5. Auszug von Rechnungen für Mobilien, die für die Hofhaltung der Herzogin in Neustadt angeschafft wurden: u.a. Schräublein zum Konfektservice von Zirkelschmied
Rieger, Reparaturen und Silbergeschirr von Silberhändler Rauner zu Augsburg und Hofgoldschmied Sick, Verpacken von Porzellangeschirr durch Porzellanhändler Johann
David Schubarth, Konfektservice aus Tombak sowie Waffeleisen von Handelsmann Grüneisen, Kupfergeschirr von Kupferschmied Schilling; 12. März 1777.
b)
1.) Konzept Inventars über die 1759/62 an die Herzogin nach Neustadt zur Führung eigener Ökonomie abgegebenen Mobilien.
1 Heft mit Beilagen.
U.a. Möbel (Sessel, Kleiderkästen, Kommoden, Beistelltische, Spieltische, Kanapées, Bettladen, Bettkarren, Tafeln, Nachtstühle, Küchenkästen, Waschständer, Stühle,
z. T. aus Nussbaum, mit Messingbeschlägen, aus Tannenholz, mit Textilüberzug), Textilien (Leinwand, Tischdecken, Kissen, Tapeten, Stoffe, Seidenschnüre,
Fußbodenbelag, Vorhänge, Bettzeug), Eisenplatten für einen Kamin, Kronleuchter aus Kristall, Spiegel, Leuchter, Silbergeschirr, Porzellangeschirr (z. T. mit Tombak
eingefasst), Geschirr aus Zinn, Kupfer, Messing, Eisen, Blech, Holz, Kübelgeschirr, Glaswaren, Besteck (u.a. 18 Messer und Gabeln mit Hirschhorngriffen), Werkzeug.
NB: Zahlreiche Überschneidungen mit anderen Inventaren aus A 21 Bü 10-12.
NB zu den Beilagen:
Beilage 6 (Bedarfsverzeichnis für die Hofökonomie der Herzogin) entspricht A 21 Bü 11 c) B) Nr. 10.
Beilage 8: Rechnung des Kupferschmieds Schilling für Kupfergeschirr; 15. September 1759.
2.) Sturzinventarien vom Jahr 1763. Nr. 1-8.
Inhalt entspricht weitgehend dem Inventar von 1762 (vgl. o. unter 1.).
3.) Liquidation aus dem Inventar und den Sturzinventarien. 1 Heft nebst Direktorium.
Umfasst Mobiliar, das 1759-62 nach Neuenstadt abgegeben wurde und daher aus dem Stuttgarter Hofsturzinventar gestrichen werden soll; vgl. o. 1.).
c) Protokolle über die Möblierung des Schlosses Neustadt und sonstige Hofstaatseinrichtung der Herzogin. 1759/61.
Betrifft Dekretierung und Durchführung der in b) dokumentierten Abgaben.
d) Akten über die Verlassenschaft der Herzogin. 1780.
U.a. elf QUittungen (in Kopie) über Mobiliar aus der Verlassenschaft der verstorbenen Herzogin Friederike, die den Hofämtern bereits übergeben wurden, mit
Aktenverzeichnis; 1780.
Nr. 1 bis 3: Quittungen der Gewölbsverwaltung über den Empfang von Kleidungsstücken (insbesondere Livrée und Uniformteile), Säbel und Möbel; von Tapisserien; von
einem Koffer; 3. Juli bis 21. August 1780. Nr. 4: Quittung des Hohenheimischen Hotels über "Girandolen" aus Porzellan und Kupfer, eine Glasschale und gläserne Körbe; 17. Juli 1780.
Nr. 5: Quittung der Hausschneiderei über Bettzeug u.a. Textilien; 7. August 1780.
Nr. 6: Quittung der Konditorei über ein Konfektservice von Tombak, zugehörige Spiegelgläser, weiteres Glasgeschirr u.a.; 17. Juli 1780.
Nr. 7 bis 10: Quittung der Silberkammer über ein Fayenceservice; über Silbergeschirr; über zwei Kisten; über Tranchiermesser und -gabeln aus Horn; 8. Juli bis 12. August
1780.
Nr. 11: Quittung der Leinwandverwaltung über Tafel- und Tischzeug, Servietten u.a. Textilien; 17. Juli 1780.
1 Büschel
Archivale
Rauner, Wilhelm Michael; Goldschmied, Augsburg
Schilling, David Friedrich; Kupferschmied
Schubarth, Johann David; Porzellanhändler
Sick, Christoph Friedrich; Goldarbeiter
Württemberg, Elisabeth Friederike Sophie; Herzogin, geb. Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth, 1732-1780
Neustadt an der Aisch NEA
Württembergische Kunstkammer; Behältnisse
Württembergische Kunstkammer; Besteck
Württembergische Kunstkammer; Edles Metall
Württembergische Kunstkammer; Geschirr
Württembergische Kunstkammer; Glas, Glasfluss, Email
Württembergische Kunstkammer; Holz
Württembergische Kunstkammer; Horn, Leder, Federn
Württembergische Kunstkammer; Keramik, Gips
Württembergische Kunstkammer; Kristall
Württembergische Kunstkammer; Schmuck, Accessoires, Bekleidung
Württembergische Kunstkammer; Textilien
Württembergische Kunstkammer; Unedles Metall
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.20252025, 15:57 MEZ