Landratsamt und Kreiskommunalverwaltung Merseburg (Bestand)
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C 50 Merseburg (Benutzungsort: Merseburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 02. Preußische Provinz Sachsen (1816 - 1944/45) >> 02.06. Regierung Merseburg und nachgeordnete Behörden >> 02.06.03. Landratsämter und Kreiskommunalverwaltungen im Regierungsbezirk Merseburg
1817 - 1948
Findhilfsmittel: Findbuch (online recherchierbar)
Registraturbildner: Allgemeine Behördengeschichte siehe unter 02.06.03. Landratsämter und Kreiskommunalverwaltungen im Regierungsbezirk Merseburg. Kreisgeschichte: Der Kreis Merseburg wurde 1816 aus dem überwiegenden Teil der kursächsischen Ämter Merseburg, Lauchstädt, Lützen und Schkeuditz, aus einem Teil des an Preußen abgetrennten Teils des Kreisamts Leipzig sowie einzelnen Orten der Ämter Weißenfels und Pegau gebildet und bestand somit ganz aus 1815 an Preußen abgetrennten sächsischen Gebietsteilen. Der Sitz des Landratsamtes und der späteren Kreiskommunalverwaltung war Merseburg.
Bei der Auflösung des Stadtkreises Halle im Jahre 1828 erhielt der Kreis Merseburg die Gemeinden Angersdorf und Passendorf. Geringfügige Änderungen der Kreisgrenzen erfolgten 1866 und 1871. Im Jahre 1921 schied die Stadt Merseburg aus dem Kreisverband aus und bildete einen eigenen Stadtkreis, der 1941 noch geringfügig vergrößert wurde. Im Jahre 1937 wurde die Gemeinde Ennewitz an den Kreis Delitzsch abgetreten. Im Übrigen blieb das Kreisgebiet bis 1950 unverändert. Die Kreisreform vom Juni 1950 führte zu einer wesentlichen Verkleinerung des Kreisgebietes. 41 Gemeinden wurden an den Kreis Weißenfels, 2 Gemeinden an den Saalkreis und die Stadt Halle abgetreten, während der verbleibende Kreis die bisher kreisfreie Stadt Merseburg sowie 9 Gemeinden der Kreise Querfurt, Weißenfels und des Saalkreises erhielt.
Bestandsinformationen: Die Akten des Landratsamtes und der Kreisverwaltung Merseburg sind nur zu einem geringen Teil erhalten. Im Jahre 1964 wurden 182 Akteneinheiten - in vorläufger Form verzeichnet und zunächst noch vermischt mit Akten aus den Jahren 1945-1952 - in das Staatsarchiv Magdeburg übernommen, nachdem bereits vor 1945 und 1963 insgesamt 20 Akteneinheiten in das Staatsarchiv Magdeburg gelangt waren. Mit der Einrichtung des Landesarchivs Merseburg und der Bestandsabgrenzung zwischen den Landesarchiven Magdeburg und Merseburg gelangte der Bestand im Jahre 1994 in das hiesige Archiv. Im Jahre 2019 wurde der noch unbearbeitete Teil des Bestandes verzeichnet.
Registraturbildner: Allgemeine Behördengeschichte siehe unter 02.06.03. Landratsämter und Kreiskommunalverwaltungen im Regierungsbezirk Merseburg. Kreisgeschichte: Der Kreis Merseburg wurde 1816 aus dem überwiegenden Teil der kursächsischen Ämter Merseburg, Lauchstädt, Lützen und Schkeuditz, aus einem Teil des an Preußen abgetrennten Teils des Kreisamts Leipzig sowie einzelnen Orten der Ämter Weißenfels und Pegau gebildet und bestand somit ganz aus 1815 an Preußen abgetrennten sächsischen Gebietsteilen. Der Sitz des Landratsamtes und der späteren Kreiskommunalverwaltung war Merseburg.
Bei der Auflösung des Stadtkreises Halle im Jahre 1828 erhielt der Kreis Merseburg die Gemeinden Angersdorf und Passendorf. Geringfügige Änderungen der Kreisgrenzen erfolgten 1866 und 1871. Im Jahre 1921 schied die Stadt Merseburg aus dem Kreisverband aus und bildete einen eigenen Stadtkreis, der 1941 noch geringfügig vergrößert wurde. Im Jahre 1937 wurde die Gemeinde Ennewitz an den Kreis Delitzsch abgetreten. Im Übrigen blieb das Kreisgebiet bis 1950 unverändert. Die Kreisreform vom Juni 1950 führte zu einer wesentlichen Verkleinerung des Kreisgebietes. 41 Gemeinden wurden an den Kreis Weißenfels, 2 Gemeinden an den Saalkreis und die Stadt Halle abgetreten, während der verbleibende Kreis die bisher kreisfreie Stadt Merseburg sowie 9 Gemeinden der Kreise Querfurt, Weißenfels und des Saalkreises erhielt.
Bestandsinformationen: Die Akten des Landratsamtes und der Kreisverwaltung Merseburg sind nur zu einem geringen Teil erhalten. Im Jahre 1964 wurden 182 Akteneinheiten - in vorläufger Form verzeichnet und zunächst noch vermischt mit Akten aus den Jahren 1945-1952 - in das Staatsarchiv Magdeburg übernommen, nachdem bereits vor 1945 und 1963 insgesamt 20 Akteneinheiten in das Staatsarchiv Magdeburg gelangt waren. Mit der Einrichtung des Landesarchivs Merseburg und der Bestandsabgrenzung zwischen den Landesarchiven Magdeburg und Merseburg gelangte der Bestand im Jahre 1994 in das hiesige Archiv. Im Jahre 2019 wurde der noch unbearbeitete Teil des Bestandes verzeichnet.
Laufmeter: 3.4
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ
Hierarchie
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