Die Kläger sehen sich als Intestaterben ihres (über die Mutter) Halbbruders Franz von Hompesch, zumindest aber berechtigt, dessen Erbe zurückzuhalten (Retentionsrecht), bis gemäß dem Heiratsvertrag das von ihrer Mutter Anna von Plettenberg in die Ehe mit dem Vater des Franz von Hompesch, Hermann, Eingebrachte erstattet sein würde. Sie klagen gegen Eingriffe der Beklagten in ihre bestehende Possession dieses Erbes und wenden sich an das RKG, da der Besitz unter verschiedenen Herrschaften und teilweise in zwischen Kurköln und Jülich-Berg umstrittenen Herrschaftsbereichen liege. Katharina von der Balen, Witwe des Franz, fordert vorgängige Erstattung des ihr laut RKG-Urteil aus dem Verfahren gegen ihren Mann (RKG 147 (B 52/327)) Zustehenden. Die übrigen Beklagten sind Nachkommen der Geschwister des Vaters des Franz: Johann und Ursula. Sie sehen sich als rechtmäßige Erben der Hompeschschen Stock- und Stammgüter und bestreiten die erstinstanzliche Zuständigkeit des RKG zugunsten derjenigen von Jülich- Berg, in dessen Bereich der größte Teil des Erbes liege.
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Die Kläger sehen sich als Intestaterben ihres (über die Mutter) Halbbruders Franz von Hompesch, zumindest aber berechtigt, dessen Erbe zurückzuhalten (Retentionsrecht), bis gemäß dem Heiratsvertrag das von ihrer Mutter Anna von Plettenberg in die Ehe mit dem Vater des Franz von Hompesch, Hermann, Eingebrachte erstattet sein würde. Sie klagen gegen Eingriffe der Beklagten in ihre bestehende Possession dieses Erbes und wenden sich an das RKG, da der Besitz unter verschiedenen Herrschaften und teilweise in zwischen Kurköln und Jülich-Berg umstrittenen Herrschaftsbereichen liege. Katharina von der Balen, Witwe des Franz, fordert vorgängige Erstattung des ihr laut RKG-Urteil aus dem Verfahren gegen ihren Mann (RKG 147 (B 52/327)) Zustehenden. Die übrigen Beklagten sind Nachkommen der Geschwister des Vaters des Franz: Johann und Ursula. Sie sehen sich als rechtmäßige Erben der Hompeschschen Stock- und Stammgüter und bestreiten die erstinstanzliche Zuständigkeit des RKG zugunsten derjenigen von Jülich- Berg, in dessen Bereich der größte Teil des Erbes liege.
AA 0627, 360 - B 822/3188
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1587-1600 (1535-1597)
Enthaeltvermerke: Kläger: Wilhelm von Bernsau, Herr zu Hardenberg, und seine Schwester [Margareta], Ehefrau des Wilhelm von Friemersheim (Freimersheim, Freimersum), zu Disternich; ab 1592 Kurfürst Ernst von Köln als Interessent Beklagter: Kinder der Eheleute Ulrich Scheiffart von Merode und Ursula geb. von Hompesch, Herr und Frau zu Bornheim, Neurath, und [Borg]haren: Reinhard Scheiffart von Merode, Landkomtur der Ballei Koblenz des Deutschordens, derzeit im Deutschen Haus zu Köln; Hermann Scheiffart von Merode, Herr zu [Borg]haren (Niederlande); Dam (Daem) Scheiffart von Merode, Herr zu [Borg]haren; Johanna geb. Scheiffart von Merode, Witwe des Otto Waldbott von Bassenheim zu Gudenau (Rhein-Sieg-Kr.); deren Vetter Hermann Philipp von Hompesch, Herr zu Tetz (Kr. Jülich); Katharina von der Ba-222 len gen. Fleck, Köln, Witwe des Halbbruders der Kläger und Vetters der Beklagten, Franz von Hompesch, Herrn zu Bollheim und Frauenberg, wohnhaft auch Köln Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Godelman 1586 - für den Interessenten: Laurenz Wilthelm 1592 - Anton Streitt Prokuratoren (Bekl.): für von der Balen: Dr. Johann Jakob Kremer 1587 - für Geschwister Scheiffart und von Hompesch: Lic. Johann von Vianden [1587] 1587, [1587] 1587 Prozeßart: Citationis sive simplicis querelae Instanzen: RKG 1587-1600 (1535-1597) Beweismittel: Stammtafel von Franz von Hompesch und Katharina geb. Quad [von Landskron] (35). Beschreibung: 2 cm, 70 Bl., geb.; Q 1-18*, es fehlen Q 15, 18*, Q 6 doppelt vorhanden, 1 Beilage. Lit.: Kurt Niederau, Zur Geschichte des bergischen Adels. Die von Bernsau des 14. und 16. Jahrhunderts, in: ZBGV 82, 1966, S. 148-151
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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28.04.2026, 8:29 AM CEST
Hierarchy
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- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Archival tectonics)
- 1.4. Reichsbehörden (Archival tectonics)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Archival tectonics)
- Reichskammergericht AA 0627 (Archival tectonics)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Archival holding)
- 2. Buchstabe B (Classification)