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Eberhard von Wallenstein (Waldenstein) und Sebastian von Lüder
(Bastian von Luther) bekunden, dass sie einen Streit zwischen Reinhard
[von Weilnau...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1461-1470
1470 August 22
Ausfertigung, Papier, fünf auf der Rückseite aufgedrückte Papiersiegel (Fragmente)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben am Mitwochen nach unnser lieben frawen tag assumptionis anno Domini etcetera septuagesimo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Eberhard von Wallenstein (Waldenstein) und Sebastian von Lüder (Bastian von Luther) bekunden, dass sie einen Streit zwischen Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, und Johann [II.], Graf von Henneberg[-Schleusingen], Hauptmann des Klosters Fulda einerseits und Johann (Henne), Henckel, Volprecht und Stam, alle Schencken zu Schweinsberg, andererseits mit Zustimmung beider Seiten geschlichtet haben. Bis Pfingsten [1471 Juni 2] sollen Reinhard und Graf Johann den Schenck zu Schweinsberg 130 rheinische Gulden auszahlen. Im Gegenzug verzichten die Schenck zu Schweinsberg auf alle Forderungen, die sie gegenüber Reinhard, Graf Johann und dem Kloster Fulda haben. Darüber hinaus dürfen sie innerhalb der nächsten drei Jahre keine Kriegszüge von Schweinsberg aus gegen Reinhard, Graf Johann oder das Kloster Fulda führen, außer wenn Ansprüche gegenüber Fulda entstehen sollten. Dann muss eine rechtmäßige Fehde angekündigt werden. Die Knechte Heinrich (Heintz) Weisse, Johann (Hanns) Hesse, Nikolaus (Claus) Ranndolff und Heinrich (Heintz) Lomiß sollen ihr Wort halten. Mit Heinrich Weisse wird vereinbart, dass für ihn der Vertrag (abscheydt) von [Bad] Salzschlirf mit Eberhard von Wallenstein gelten soll. Mit Johann Hesse wird vereinbart, dass er sich gegenüber Reinhard, Graf Johann und dem Kloster Fulda nicht feindlich verhalten oder ihnen Schaden zufügen soll, außer er kündigt es vier Wochen vorher schriftlich an; dasselbe gilt auch umgekehrt. Die Fehde zwischen Nikolaus Ranndolff und dem Kloster soll hiermit beendet sein und vor Gericht verhandelt werden. Heinrich Lomiß soll freies Geleit haben und nach Fulda zu seinen Herrn kommen. Dort soll ihn Graf Johann in seiner Fehde unterstützen. Wenn er selbst eine Auseinandersetzung mit den von Lüder führen will, soll er dies laut dem Vertrag von [Bad] Salzschlirf handhaben. Daraufhin sollen alle Gefangenen Urfehde schwören. Alle entstandenen Kosten sollen dann beglichen werden. Vom Schiedsspruch werden zwei Ausfertigungen ausgestellt. Beide Parteien bekunden ihre Zustimmung zu diesem Schiedsspruch und versichern, alle Bestimmungen einzuhalten. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Papiersiegel)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Eberhard von Wallenstein, Sebastian von Lüder, Johann [II.], Graf von Henneberg[-Schleusingen]
Vermerke (Urkunde): Siegler: Henckel, Schenck und Baumeister zu Schweinsberg
Vermerke (Urkunde): Siegler: Stam, Schenck und Baumeister zu Schweinsberg
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.