Beleidigungsklage des Grüters Herman Heerde, vertreten durch seinen Sohn Prokurator Herman Heerde ./. die Frau Bierbrauer Peter Weischer. Dem Kläger gehört das Haus 'Güldenarm' auf der Rotenburg. Darin wohnt seine Tochter Gertrud, Frau Bernhard Langen. Diese hat ihrem Nachbarn Bernhard Uphaus gestattet, Wasser aus einem Brunnen zu holen, der auch dem Weischer gehört. Es kam deswegen zum Streit; hierbei hat die Beklagte den Kläger beleidigt.
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Beleidigungsklage des Grüters Herman Heerde, vertreten durch seinen Sohn Prokurator Herman Heerde ./. die Frau Bierbrauer Peter Weischer. Dem Kläger gehört das Haus 'Güldenarm' auf der Rotenburg. Darin wohnt seine Tochter Gertrud, Frau Bernhard Langen. Diese hat ihrem Nachbarn Bernhard Uphaus gestattet, Wasser aus einem Brunnen zu holen, der auch dem Weischer gehört. Es kam deswegen zum Streit; hierbei hat die Beklagte den Kläger beleidigt.
B-C Civ, 628
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
(1559) 1619-1620
Darin: Anlage (Abschrift): 10.6. 1559 (am Satertage nach Bonifacii). Vor dem Stadtrichter Dr. Johan Wesseling erklären Sofia, Witwe Johan Windemoller, ihr Sohn Arndt Windemoller und die Eheleute Henrich und Sofia von Beisten, dass sie sich i. J. 1556 auf einem Schöffentag als Besitzer des 'Güldenarm'-Hauses mit Berthold Voss wegen dessen Brunnens geeinigt haben. Als Schöffen waren tätig: Richtherr Henrich Bispinck und Henrich Modersohn aus der Leischaft Ägidi, Richtherr Herman Menneman und Hermann Holtappel. Zeugen: Joachim Rokelois und Johan Holscher, Küster an Ägidi.
Enthält: Erwähnt werden Anna Kemmers; Katharina Pöpping und Ursula Glöwing, Mägde des Uphaus; Anna Wentrup, Magd des Langen; Margarete Gunneman, Magd der Beklagten; Franz Twist; Schweder Arndts; Berndt Ostenfeld; Wilhelm Wirtz; Johan Tilman; Heidenrich Kock; Wilhelm Witgenstein; Notar Petrus Degenhardt; Sattlergeselle Hans Christoffer Rolff aus Durlach, im Dienst bei Henrich zur Möllen.
Enthält: Erwähnt werden Anna Kemmers; Katharina Pöpping und Ursula Glöwing, Mägde des Uphaus; Anna Wentrup, Magd des Langen; Margarete Gunneman, Magd der Beklagten; Franz Twist; Schweder Arndts; Berndt Ostenfeld; Wilhelm Wirtz; Johan Tilman; Heidenrich Kock; Wilhelm Witgenstein; Notar Petrus Degenhardt; Sattlergeselle Hans Christoffer Rolff aus Durlach, im Dienst bei Henrich zur Möllen.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:17 MEZ